Eschweiler - Neujahrskonzert in der Kinzweiler Pfarrkirche St. Blasius

Neujahrskonzert in der Kinzweiler Pfarrkirche St. Blasius

Von: kaba
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Mal sanft und leise, mal mit Stimmgewalt überzeugten die 48 Sänger des Chors unter der Leitung von Ando Gouders, der seinen Chor mit Präzision und Leidenschaft dirigierte. Foto: Katja Bach
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Am Ende des Konzerts steht Aaron Fehr (Trompete) mitten im Männerchor und genießt den Applaus. Der 16-jährige hatte mit seinen Trompetenklängen das Publikum berührt.

Eschweiler. Mit geschlossenen Augen lauschten die Zuhörer am vergangenen Sonntag dem Neujahrskonzert in der Pfarrkirche St. Blasius zu Kinzweiler. Das Konzert folgt einer langen Tradition und wurde bisher von den Heimatfreunden organisiert. In diesem Jahr griff zum ersten Mal die Bruderschaft der Mutter vom Guten Rat Kinzweiler diese Tradition auf und sorgte für einen emotionalen Abend.

Der Männerchor der Bruderschaft beeindruckte unter der Leitung von Ando Gouders mal mit leisen, mal mit kräftigen Tönen. Die 48 Sänger waren perfekt auf- einander abgestimmt und mit einer beeindruckenden Präzision dirigierte Gouders sie durchs Programm. Dieses bestand aus insgesamt sechs Blöcken, die abwechselnd vom Chor sowie Aaron Fehr und Roland Deuster an Trompete und Orgel dargeboten wurden.

Aaron Fehr ist erst 16 Jahre alt und beeindruckte mit Musikstücken von Georg Friedrich Händel und Giuseppe Tartini. Begleitet wurde er von Roland Deuster, der seit vielen Jahren nebenberuflicher Organist in der Pfarrkirche St. Blasius ist. Die Mischung aus Chorgesang und klassischer Instrumentalmusik ließ in der Kirche eine besondere, emotionale Stimmung entstehen. Einige der Zuhörer schlossen ihre Augen und bei den letzten Klängen von Aarons Trompete flossen bei dem ein oder anderen sogar die Tränen.

Auch die Darbietungen des Chors berührten die Anwesenden. Waren die Töne im ersten Block noch recht sanft und leise, kamen die Männer im zweiten Teil mit einer beeindruckenden Stimmgewalt daher. Die Lieder reichten dabei vom lateinischen „Veni Jesu“ über „Lulajze Jesuniu“, einem polnischen Weihnachtslied bis hin zum „Vater unser“ von Haller und „Rossiniana“ von A. Kempkens.

Besonders eindrucksvoll war die Darbietung des Stücks „Jascha spielt auf“, das die Geschichte von Baraschka und ihrem Geliebten erzählt. Passend zum Text klangen die Männerstimmen mal bedrohlich, dann eher melancholisch und schließlich befreit.

Mit dem Lied „Frieden“ berührte der Männerchor das Publikum besonders und auch andere Momente des Konzerts stimmten nachdenklich. Das komplexe, harmonische Zusammenspiel des Chors sorgte nicht nur einmal für Gänsehaut und ihre einheitliche Erscheinung bot ein schönes Bild.

Die Freude am Gesang und die Überzeugung, mit der die Chormitglieder ihre Stücke darboten, war förmlich zu spüren und Chorleiter Ando Gouders schien seine Leidenschaft auf sie zu übertragen. Und für die Musik dieses Abends schien zu gelten, was in einem Stück über Gebete gesagt wurde: „Gebete haben ihre eigene Kraft, kommen sie von Herzen, kommen sie von innen, haben sie Kraft.“ – Kraft Menschen zu berühren.

Thomas Heiner, Brudermeister der Bruderschaft der Mutter vom Guten Rat, war begeistert vom Konzert und bedankte sich am Ende noch einmal beim Chor und Ando Gouders sowie bei Aaron Fehr und Roland Deuster, die vom Publikum gebührenden Applaus erhielten. Auch Pastor Dr. Rainer Hennes freute sich, dass das Neujahrskonzert ein solcher Erfolg war. „Es ist schön, dass die Bruderschaft diese Tradition weiter führt und es hat mir sehr gut gefallen.“, berichtet er und ist mit dieser Meinung wohl nicht allein.

Die Zuschauer verließen die Kirche mit einem Lächeln auf den Lippen und werden sich sicherlich auch im nächsten Jahr über ein tolles Neujahrskonzert in der Pfarrkirche St. Blasius Kinzweiler freuen dürfen.

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