Eschweiler - Neujahrsempfang im Haus St. Josef: „Alles bleibt anders“

Neujahrsempfang im Haus St. Josef: „Alles bleibt anders“

Von: tob
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Blickte auf ein ereignisreiches Jahr 2015 zurück: Wolfgang Gerhards, Leiter des Hauses St. Josef. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. „Alles bleibt anders!“ Dieses Motto hatte das Haus St. Josef für seinen Neujahrsempfang gewählt. Am Mittwoch begrüßte Einrichtungsleiter Wolfgang Gerhards zahlreiche Gäste, blickte zunächst kurz auf das vergangene Jahr, um dann das Wort an den Gast zu übergeben.

Alexa Christ machte dem Motto des Nachmittags alle Ehre. Es wurde eine andere Veranstaltung als üblich.

50 zusätzliche Plätze

„Es war ein sehr ereignisreiches Jahr 2015“, begann Gerhards seine Ausführungen und ging selbstverständlich auf die Flüchtlingsthematik ein, die das Haus St. Josef bereits erreicht hatte, bevor der Flüchtlingsstrom einsetzte. So hat das Haus St. Josef bis Ende des vergangenen Jahres 50 zusätzliche stationäre Plätze geschaffen und somit die Zahl dieser Plätze um stolze 60 Prozent erhöht. Zudem wurde ein Gastfamiliensystem mit den Kommunen der Städteregion installiert.

125-jähriges Bestehen

Natürlich blickte Gerhards auch auf das Jubiläum seiner Einrichtung zurück. Das Haus feierte nämlich sein 125-jähriges Bestehen. Die Feiern ließ Gerhards kurz Revue passieren und erinnerte vor allem an die Ausstellung mit dem Titel „Ich habe einen Traum“, bei der das Jugend-Parlament, Mitarbeiter sowie aktuelle und ehemalige Bewohner zu Wort kommen.

Nach wie vor sind einige Bilder im Haus zu sehen. Brigitte Averdung-Häfner und Christoph Häfner holten damals Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor die Kamera und ließen sie auf einem silbernen Sessel posieren. Dabei kamen 38 Bilder einzigartige Bilder zustande, unter denen die Lebensgeschichte, Verletzungen, Enttäuschungen, Erfolge und Träume der Abgebildeten zu lesen sind.

Im Haus hat sich im Jahr 2015 noch mehr getan. So sind zwei Tagesgruppen ausgezogen. Die eine hat in Frenz eine neue Heimat gefunden, die andere in Alsdorf.

Was dem Leiter der Einrichtung ebenfalls am Herzen liegt: „Bei der Flüchtlingsthematik bleiben die anderen Kinder ein bisschen auf der Strecke.“ Das gelt es zu vermeiden, appellierte Wolfgang Gerhards und drückte es mit den Worten aus: „Nicht nur die Mohammeds und Abdullahs brauchen unsere Aufmerksamkeit, sondern auch die Kevins und Peters.“

„Bewusst kein schweres Thema“

Wolfgang Gerhards schloss seinen Vortrag mit den Worten: „Blockaden im Denken und in der eigenen Meinung müssen immer wieder mal gelöst werden.“ An die Hauptrednerin übergab er das Wort mit dem Hinweis: „Wir haben bewusst kein schweres Thema gewählt.“

„Mörderisches Menü“

Dann übernahm Alexa Christ. Die Sprecherin und Journalistin aus Köln war vor einigen Monaten bereits zu Gast im Haus St. Josef und hatte am Mittwoch ein besonderes Programm im Gepäck. Unter dem Motto „Mörderisches Menü in vier Gängen“ las sie vier amüsante Geschichten vor, die die Gäste zum Nachdenken anregten und zum Schmunzeln brachten.

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