Neues Domizil für Stadtmitte-Löschzüge

Von: Rudolf Müller
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Fast futuristischer Chic zeichnet das Äußere des Erweiterungsbaus der Feuerwache aus. Hier die Fronantsicht mit den Toren der Fahrzeughalle. Foto: Architekturbüro Scholl
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Rückansicht: Großflächige Fenster und Türen bringen viel Licht in die Aufenthalts- und Schulungsräume.

Eschweiler. Grob geschätzt 1,2 Millionen Euro will sich die Stadt die Erweiterung der Feuerwehrhauptwache kosten lassen. Für diese Summe soll auf dem Grundstück am Florianweg ein massiver Neubau eines Feuerwehrgerätehauses mit einer 280 Quadratmeter großen Halle für vier Fahrzeuge sowie einem 290 Quadratmeter großen Trakt für Umkleide- und Sanitärräume für Männer und Frauen, Aufenthalts- und Schulungsräumen sowie ein Büro entstehen.

Bereits seit Jahren ist bekannt, dass die 1988 in Dienst gestellte Feuer- und Rettungswache zwar noch gut in Schuss ist, den räumlichen Anforderungen der Wehr jedoch nicht mehr entspricht. Im Klartext: Sie platzt aus allen Nähten. Umziehen müssen sich die Wehrleute in der Fahrzeughalle; der Fitnessraum ist eine Art Abstellkammer; der Aufenthaltsraum der 61 freiwilligen Aktiven der hier untergebrachten Löschzüge Stadtmitte, der im Untergeschoss untergebracht ist, kann nicht alle Aktiven aufnehmen und verfügt zudem nicht über den laut Brandschutzvorgaben nötigen zweiten Rettungsweg.

Keine guten Voraussetzungen für das reibungslose Funktionieren einer Wehr, von der man gewohnt ist, dass sie stets ihr Bestes gibt. Das soll nun anders werden. Am Donnerstag soll der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss des Rates grünes Licht geben für den Erweiterungsbau auf dem bisherigen Hubschrauberlandeplatz neben dem Schlauchturm.

Das Eschweiler Architekturbüro Scholl hat die Planung des eingeschossigen Massivbaus übernommen, dessen Fassade aus vorgehängten Aluminium-Wellblechprofilen besteht.

Während der vordere Bereich mit vier Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge mit einem Pultdach versehen wird, erhalten die angrenzenden Sozialräume ein Flachdach. Vier Sektionaltore bestimmen das Bild an der Vorderseite; die Rückseite prägen Alufenster und -türen. Hier finden sich zwei Jugend- und Bereitschaftsräume samt Teeküche, die durch Verklappen einer Trennwand zu einem großen Raum verschmolzen werden können, der für Schulungen genutzt werden soll. Hier finden sich zudem Umkleideräume, 89 Spinde sowie Duschen sowohl für Männer als auch für Frauen. Und hier ist neben einem Haustechnikraum Platz für ein Büro für die Zugführer. Funk- und Telekommunikation, Verwaltung, Küche, Erste Hilfe, Kleiderkammer und Treibstofflager werden in der Hauptwache vorgehalten.

Ende aller Enge? „Die Raumgröße ist nach Arbeitsschutzgesetz auskömmlich“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung für den Ausschuss. „Ermittelt anhand der Sitzplätze in den Einsatzfahrzeugen wird davon ausgegangen, dass bei einem Feuerwehreinsatz mindestens ein Bedarf von 24 Feuerwehrleuten (sechs Sitzplätze mal vier Fahrzeuge) bzw. maximal ein Bedarf durch Doppelbesetzung von 48 Feuerwehrangehörigen besteht. Der nach DIN 14092-1-2012-04 und GUV-I-8554 geforderte Platzbedarf von 1,2 m2 Fläche pro aktivem Feuerwehrangehörigen wird eingehalten.“

Die anno 2012 geschätzten Kosten von 1,1 Millionen Euro sind inzwischen nach oben korrigiert worden: Die Verwaltung rechnet mit einer Steigerung von 100.000 Euro, weil durch eine gestiegene Zahl von Wehrleuten (82 Männer und sieben Frauen statt der damals 64 Kräfte) ein erhöhter Platzbedarf besteht. Die 100.000 Euro sollen dadurch aufgefangen werden, dass die für 2016 geplante Neubeschaffung eines Löschfahrzeugs auf 2017 verschoben wird. Für 2015 ist ein Kostenanteil von 500.000 Euro vorgesehen.

Die öffentliche Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses beginnt am Donnerstag um 17.30 Uhr im Ratssaal.

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