Neue Unterkünfte: Bleibe für Obdachlose wird erneuert

Von: pan
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gracht Foto: R. Müller

Eschweiler. Die Obdachlosenunterkünfte an der Grachtstraße sollen in den nächsten beiden Jahren erneuert werden. Die Kommunalpolitiker gaben nun grünes Licht für den Bau. Allerdings soll die Verwaltung noch prüfen, ob sich durch alternative Bauformen Kosten sparen lassen.

Derzeit werden die Kosten auf etwa zwei Millionen Euro geschätzt. Lediglich die FDP lehnt die Pläne ab.

Die Obdachlosenunterkünfte sind zum Teil jetzt schon nicht mehr nutzbar. Die neuen Bauten sollen auf der gegenüberliegenden Seite der Grachtstraße entstehen. Dieses Grundstück ist ebenfalls Eigentum der Stadt. Im ersten Schritt will die Verwaltung dort insgesamt vier zweigeschossige Gebäude errichten. In allen sollen sich im Erd- und Obergeschoss je zwei Drei-Zimmer-Wohnungen befinden. Ein Gebäude soll die Möglichkeit offen lassen, die Einheiten in Vier- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen zu ändern. Die Planungen lassen auf dem Areal auch Platz für eventuell später erforderliche weitere Gebäude.

Die bisherigen Unterkünfte Grachtstraße 14 bis 24 sollen nach der Fertigstellung der Neubauten abgerissen werden. Die städtischen Grundstücke sollen anschließend vermarktet werden. Wie hoch eine mögliche Einnahme ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden. In der Grachtstraße sind etwa 40 Menschen untergebracht. Es handelt sich nicht nur um Obdachlose, sondern auch um Flüchtlinge aus dem Ausland. Manche leben dort mit ihren Kindern.

Anlaufstelle für Betroffene

Albert Borchardt von der Partei Die Linke schlägt vor, ein kleines Büro einzuplanen. Dieses soll Anlaufstation für die Betroffenen sein. Dort können auch Beratungen stattfinden. „Die Menschen brauchen vielfältige Hilfen“, so der Kommunalpolitiker.

Die UWG geht davon aus, dass sich der Bau auch günstiger gestalten könnte, wenn man mit Fertigbaumodulen arbeiten würde. Sie rechnet damit, dass sich auf diese Weise bis zu 800.000 Euro sparen ließen. Diese Summe zweifeln viele Ratsfraktionen jedoch an.

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