Neue Runde im Streit um Salz und WBE

Von: pan
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Sie bekommen neue Einsatzpläne: die Mitarbeiter der WBE, die die Schneemassen mehr schlecht als recht beseitigten. Foto: Mischa Wyboris

Eschweiler. Der misslungene Winterdienst sorgt weiterhin für Streit. Jetzt wundern sich Kommunalpolitiker darüber, dass die SPD mit den Ergebnissen der eigentlich internen Aufsichtsratssitzung der Wirtschaftsbetriebe Eschweiler (WBE) an die Öffentlichkeit gegangen ist. Mehr noch: CDU-Fraktionschef Bernd Schmitz fürchtet, dass die Stadt wieder vor großen Problemen steht, wenn es in den nächsten Tagen schneit.

„Momentan haben die WBE wenig Streusalz. Jeder in der Stadt sollte beten, dass der nächste Schneefall an Eschweiler vorbeizieht.”

In einigen entscheidenden Punkten sind sich die Parteien, die auch im Aufsichtsrat vertreten sind, nicht einig. Die Forderung nach mehr Personal stößt bei den Christdemokraten auf Kritik, vielmehr solle man die vorhandenen Mitarbeiter „zweckoptimiert” einsetzen. „Es ist unverständlich, dass sich im vergangenen Dezember 14 Mitarbeiter der WBE in Urlaub befanden, wovon vier Mitarbeiter eine Klasse C/CE verfügen”, berichtet Bernd Schmitz.

Für die CDU stehe vor allem die Stadtverwaltung in der Verantwortung bei den WBE, schließlich halte die Kommune 51 Prozent der Anteile. „Wenn drei SPD-Aufsichtsratsmitglieder radikale Änderungen fordern, muss doch die zwingende Frage beantwortet werden, wer geschlafen oder versagt hat”, so Bernd Schmitz. Zwei Mitschuldige hat der CDU-Fraktionschef in der Verwaltungsspitze ausgemacht: „Bürgermeister Bertram und der Beigeordnete Knollmann kannten die Einsatzpläne und auch die Gesamtsituation bei den WBE, die jetzt beklagt wird.” Die Mitarbeiter der WBE nimmt er aus seiner Kritik ausdrücklich aus, denn sie „haben durch ihren Einsatz gute Arbeit verrichtet”.

Problematisch sei nach wie vor die Lage bei den Salzlieferungen, schließlich gebe es keinen schriftlichen Vertrag. „Deshalb kann man keine Konventionalstrafe anwenden und ist nun auf das Wohlwollen des Lieferanten angewiesen”, meint Schmitz, der ebenfalls im Aufsichtsrat sitzt.

Die Sozialdemokraten hatten nach der Sitzung einschneidende Veränderungen angekündigt, damit ein Schnee- und Eischaos, wie es Ende Dezember in Eschweiler herrschte, vermieden wird. Einhellige Meinung herrscht bei allen Parteien darüber, dass die Einsatzpläne überarbeitet werden müssen. „Allerdings ist gesagt worden, dass man die Entscheidungen im Aufsichtsrat nicht politisch nutzen wolle”, wundert sich auch Konstantin Theuer von der FDP über die SPD-Mitteilungen.
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