Neue LED-Beleuchtung: Hauptbahnhof erstrahlt in neuem Licht

Von: Robert Flader
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Werden LED die Straßen in der
Werden LED die Straßen in der Zukunft nicht nur am Bahnhof beleuchten? René Schmitz, Gerhard Handel, Rudi Bertram und Manfred Schröder (v.l.) sind optimistisch. Foto: Robert Flader

Eschweiler. Ein bisschen unscheinbar leuchten sie noch vor sich hin, rund um den Hauptbahnhof. Und wenn man nicht weiß, wo sich die kleinen LED verstecken, wird man sie auch nicht wirklich finden - geschweige denn sehen. Vielleicht hat es damit zu tun, dass aktuell die längsten Tage und die kürzesten Nächte des Jahres auf dem Programm stehen.

Fest steht jedenfalls: Der Einsatz von LED (Licht Ermittierende Dioden) bei der Straßenbeleuchtung macht für die Indestadt ein ganz neues Kapitel im Bereich der Energieeffizienz auf.

Fünf Laternen

Die EWV (Energie- und Wasserversorgungs-GmbH rüstete in der vergangenen Woche insgesamt fünf Straßenlaternen mit LED-Technik aus, der Bahnhofsvorplatz soll nun im Zuge dieses Pilotprojektes - im besten Falle sichtbar - heller und freundlicher erscheinen. Wenn den Passanten der Unterschied zu den bisherigen, herkömmlichen Leuchten denn überhaupt auffällt.

Die EWV testet bereits seit einigen Wochen LED-Straßenleuchten in Stolberg-Breinig, weitere Anlagen sind für Alsdorf und Baesweiler geplant.

Für die Indestadt ist diese Form der Beleuchtung echtes Neuland. Bürgermeister Rudi Bertram sagt: „So schön sich das Ganze auch anhört: Das A und O sind natürlich die Betriebskosten. Wenn die reduziert werden können, sind wir schonmal einen Schritt weiter.” Zunächst gelte es, so der Verwaltungschef, einer weiteren Steigerung der Energiepreise entgegenzuwirken.

In Zeiten von klammen Kommunen, vor dem Hintergrund von leeren Haushaltskassen ist das nachvollziehbar, sind doch die Investitionskosten für LED-Leuchten - Stand heute - noch etwa zweieinhalb bis dreimal so hoch wie konventionelle Leuchten.

Dennoch verspricht sich die EWV viel: „Unser Ziel ist die Bereitstellung einer sparsamen, langlebigen und sicheren LED-Straßenbeleuchtung, die uns und die Kommunen bei der Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen unterstützt”, sagt EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder.

Eines dieser Ziele ist die Energiereduzierung: „Wir können”, sagt René Schmitz (EWV), „etwa 40 Prozent Energie einsparen.” Wenn manche Anbieter im Zuge von LED-Beleuchtungen „von 80 Prozent philosophieren, dann versprechen sie schlicht das Blaue vom Himmel.”

Zunächst gehen die fünf Anlagen rund um den Bahnhofsvorplatz in eine zweimonatige Testphase, in der Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit unter Beweis gestellt werden sollen. „Für jedes Feedback, für Rückmeldungen jeder Art sind wir sehr dankbar”, sagt Rudi Bertram.

30 Prozent überholungsbedürftig

Fakt ist auch, dass die Bleuchtungsanlagen in Eschweiler dringend überholbedürftig sind. „Von 1500 Anlagen bestimmt 30 Prozent”, schätzt Gerhard Handel von der Stadt. Wenn im Spätsommer ein positives Fazit gezogen werden sollte, könnte es sein, erklärt Handel, „dass wir die nächsten LED-Beleuchtungen entlang einer stark befahrenen Straße ausprobieren.”

Klar sei, betont die EWV, dass es momentan noch nicht um die flächenmäßige Ausrüstung von ganzen Straßenzügen oder gar Stadtteilen mit LED-Technik gehe. „In ein paar Jahren ist das ein realistischeres Thema. Dann können wir die bisherigen Erfahrungen auch berücksichtigen.”

Und dann wird vielleicht auch nicht mehr nur der Hauptbahnhof in neuem Licht erstrahlen.
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