Neue Kräfte der Feuerwehr: Elf Prüflinge bestehen Lehrgang

Von: vs
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Feierstunde bei der Freiwilligen Feuerwehr: Freude bei den Absolventen des Atemschutzgeräteträgerlehrgangs, ihren Ausbilder sowie bei Bürgermeister Rudi Bertram. Foto: Vanessa Sack

Eschweiler. Alle zwölf Teilnehmer an der Lehrgangsabschlussprüfung des Atemschutzgeräteträgerlehrgangs 2014 der Freiwilligen Feuerwehr Eschweiler haben diese erfolgreich absolviert und sind ab jetzt vollwertige Einsatzkräfte, die nun in den einsatzstarken Löschzügen der Stadt Eschweiler eingesetzt werden können.

Der Atemschutzgeräteträgerlehrgang gehört zu der etwa zweijährigen Grundausbildung eines jeden angehenden Feuerwehrmannes und ist Voraussetzung für diverse weiterführende Fortbildungslehrgänge in der Städteregion Aachen. Vom 8. März bis zum 5. April führte die Freiwillige Feuerwehr Eschweiler den Atemschutzgeräteträgerlehrgang durch, an dem 13 angehende Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau in spe teilnahmen.

Von diesen stammte ein Teilnehmer vom THW, der Rest gehörte zur Freiwilligen Feuerwehr. An insgesamt fünf Samstagen wurden sie im Fachgebiet Atemschutz geschult und unterwiesen. Hierbei handelte es sich sowohl um theoretische als auch um praktische Unterrichtseinheiten.

In mehreren theoretischen Unterrichtseinheiten wurden die angehenden Feuerwehrkameraden an Einsatzgrundsätze, Grundlagen der Atmung sowie an die Gebrauchsanweisung des Atmungsgerätes herangeführt. Durch dunkle, enge und rauchige Gänge laufen oder sogar kriechen zu müssen, ohne dabei in Panik zu geraten, ist nicht gerade jedermanns Sache und benötigt hohe Selbstdisziplin und Konzentration. Doch das ist nicht alles: Hinzu kommt, dass das Atemgerät etwa 17,5 Kilogramm schwer ist, also gar keine leichte Sache.

Gewöhnungsgänge

In den praktischen Übungseinheiten des Lehrgangs ging es wiederum um das Gewöhnen und Vertraut-Werden mit dem Atemschutzgerät. Hierbei wurden die angehenden Feuerwehrmänner langsam an das Atemschutzgerät herangeführt: vom Anlegen der Maske und des schweren Gerätes über Gewöhnungsgänge durch das Feuerwehrgelände. Dies wurde mit der Zeit mit Hilfe von diversen Belastungsgewöhnungen intensiviert, wie beispielsweise Leitersteigen, Laufen auf dem Laufband und Gewöhnungsübungen bei Nullsicht.

Extreme Bedingungen

Außerdem standen diverse Suchübungen auf dem Programm sowie das Einsteigen in die eigene Atemschutzübungsstrecke, einer Art Gitter-Irrgarten auf zwei Etagen, in welchem Brände simuliert werden. Unter diesen extremen Bedingungen sollten die Teilnehmer auf spätere Gefahrensituationen vorbereitet werden.

Am 5. April, dem letzten Lehrgangstag, besuchten 12 der 14 Lehrgangsteilnehmer die Feuerlösch-Übungsanlage der Berufsfeuerwehr Aachen, dem erstgebauten Brandhaus Deutschlands, wo sie zunächst eine praktische Wärmegewöhnungsübung absolvierten und schließlich an der praktischen Abschlussprüfung teilnahmen. Daran anschließend fand an der Feuer- und Rettungswache Eschweiler die einstündige schriftliche Prüfung statt.

Nachdem das Ergebnis bekannt wurde, dass alle zwölf Prüfungsteilnehmer erfolgreich bestanden hatten, überreichte ihnen Lehrgangsleiter Michael Kortz die Lehrgangszertifikate. Axel Johnen, Leiter der Feuer- und Rettungswache, gratulierte ihnen zum erfolgreichen Bestehen und bedankte sich zudem bei den Ausbildern Mario Kortz, Michael Kortz, Christoph Pütz, Ullrich Offermann, Guido Franken, Timo Bergrath, Stefan Fuhrmann und Franz-Josef Bierfeld.

Tag der offenen Tür

Auch Bürgermeister Rudi Bertram sprach den Absolventen seine Glückwünsche aus und bedankte sich nochmal bei dem Engagement der Freiwilligen Feuerwehr. „Achten Sie auf sich und kehren Sie immer gesund nach Hause zurück“, so der Bürgermeister. Die Freiwillige Feuerwehr Eschweiler dankt der Berufsfeuerwehr Aachen, die anlässlich des Abschlusstages ihre Feuerlöschübungsanlage zur Verfügung gestellt hatte.

Am 21. Juni dieses Jahres wird die Feuerwehr Eschweiler einen Tag der offenen Tür am Florianweg veranstalten.

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