Eschweiler - Neue Höfe Dürwiß: Bald rollen die Bagger an

Neue Höfe Dürwiß: Bald rollen die Bagger an

Von: pan
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Der Stadtrat bringt Wohnquartier „Neue Höfe Dürwiß“ auf den Weg. Symbolbild: dpa

Eschweiler. Bis Ende März konnten Behörden, Verbände und Bürger zum Wohnquartier „Neue Höfe Dürwiß“ Stellung beziehen. Am Mittwoch brachte der Stadtrat das Projekt endgültig auf den Weg. Auf dem Areal des ehemaligen SCB-Sportplatzes werden Häuser gebaut, die möglichst ressourcenschonend und energieeffizient sind.

Im Frühjahr des nächsten Jahres sollen die ersten Bagger anrollen.

Projekt läuft seit drei Jahren

Seit etwa drei Jahren arbeiten die Aachener Kathy-Beys-Stiftung, die Stadt Eschweiler und RWE Power an dem ungewöhnlichen Baugebiet, dass mit dem Namen „Faktor-X-Siedlung“ an den Start ging. Gekoppelt waren die Pläne an einem Architektenwettbewerb, in dem die Planer ihre Ideen zu einem Baustil, der sich sowohl durch einen geringen Energieverbrauch auszeichnet, aber auch Baustoffe schonend einsetzt und Flächen und Räume sinnvoll nutzt.

Was man unter einer solchen Bauweise versteht, beschrieben die Verantwortlichen schon in der proppenvollen Infoveranstaltung vor wenigen Monaten. Ihre Vorgaben lauten: Holzfassaden, Holzständer mit Lehmbauplatten, heimische Natursteine oder vorzugsweise gebrauchte Pflastersteine auf der Terrasse, Flachsdämmung oder Holzwolle, Schaumglasschotter für den Unterbau und Recyclingbeton fürs Fundament.

Darüber hinaus sollen Holzbalkendecken, Holzspansteine und Holzfenster mit Dreifachverglasung eingebaut werden. Das Projekt komplettieren variable Grundrisse, die unterschiedliche Nutzungen ermöglichen und gemeinschaftliche Räume wie Büros und Gästezimmern, Gärten und Cafés umfassen. tun ein weiteres. Die Heizung soll zentral erfolgen: mittels Kraft-Wärme-Kopplung oder Luft-Wärmepumpe.

Der von der Stadt vorgesehene Plan weist drei dreigeschossige Satteldach-Mehrfamilienhäuser mit je sieben bis neun Wohneinheiten, 40 zweigeschossige Einfamilien- und Reihenhäuser sowie Doppelhaushälften, alle mit Satteldach, sechs ebenfalls zweigeschossige „Kettenhofhäuser“ (mit Flachdächern) sowie zwei Wohnhöfe mit etwa elf Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften auf.

Lediglich eine Garage oder ein Stellplatz soll pro Wohneinheit zur Verfügung stehen. Für die Bewohner dort soll dies kein Problem darstellen, denn eine „Mobilitätszentrale“ mit Bushaltestelle und Car-Sharing-Station ist ebenso vorgesehen.

Die Stadtverwaltung sowie RWE Power sind davon überzeugt, dass die Siedlung eine Vorbildfunktion in der Region übernehmen kann. Darum soll an der Karl-Arnold-Straße, also am Eingang zur neuen Siedlung, bald die Umsetzung der „Faktor-X“-Voraussetzungen anschaulich für jedermann erläutert werden.

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