Netzwerk für Senioren: Ministerin Steffens kündigt Zuschuss an

Von: pan
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Schaute sich im Seniorenzentrum um und sprach mit Besuchern: NRW-Ministerin Barbara Steffens (2. von links). Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Das Gute kommt meistens zum Schluss: Am Ende ihres Rundgangs durch die Eschweiler Innenstadt verkündete die NRW-Ministerin Barbara Steffens, dass weiteres Geld aus Düsseldorf für den Aufbau eines altengerechten Quartiers fließt.

Zuvor schaute sich die Grünen-Politikerin, die das Ressort für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes leitet, im Rathaus, in der Fußgängerzone, im Seniorenzentrum an der Marienstraße und schließlich im St.-Antonius-Hospital um, wo sie schließlich, auf die weitere Förderung angesprochen, verkündete: „Es sieht sehr gut aus.“

Etwa 100.000 Euro erhält die Stadt schon jetzt, um bis zum Jahr 2018 die Voraussetzungen zu schaffen, die Eschweiler Innenstadt so zu gestalten, dass sich ältere Menschen darin wohl fühlen. Die ersten Schritte des sogenannten Quartiersmanagement führten unter anderem zu Veranstaltungen, in denen ältere Bürger ihre Wünsche äußerten. Daraus bildeten sich Schwerpunktgruppen, die bereits jetzt Themen behandeln, die älteren Menschen auf den Nägeln brennen. Was schon passiert ist und was noch passieren soll, wollte sich Barbara Steffens vor Ort anschauen.

„Es müssen sich nicht die Menschen an den Strukturen anpassen, sondern wir müssen die Strukturen an die Bedürfnisse der Menschen orientieren“, sagte sie. Davon ausgehend, dass die Menschen immer älter werden, müsse man die Orte so gestalten, dass sich Senioren darin zurecht finden und wohl fühlen. Genau diese Anforderung will man in Eschweiler langfristig erreichen, wie der zuständige Dezernent Stefan Kaever unterstrich.

Dass die Förderung der Projekte in Eschweiler nun aufgestockt wird, gibt die Möglichkeit, eine Stelle zu schaffen, die die ehrenamtlichen Angebote in der Stadt mit den professionellen Angeboten der Gesundheitsbranche vernetzt. Die Stadt Eschweiler tritt dabei nur als Kooperationspartner auf. Involviert ist auch das Büro B-Plan von Dr. Wolfgang Joußen, der maßgeblich auch bei der Entwicklung des Quartiersmanagements tätig ist. Dessen Ziel formulierte der Seniorenbeauftragte Peter Toporowski so: „Wir wollen nicht am Schreibtisch etwas entwerfen, sondern die Bürger sollen selbst aktiv werden.“ Allerdings könne man nicht alles dem Ehrenamt überlassen, schränkte er ein. Auch aus diesem Grund soll die Arbeit von ehrenamtlich und professionell Tätigen miteinander verknüpft werden.

An dem Rundgang der Ministerin beteiligten sich zahlreiche Vertreter der Stadtverwaltung und von in der Seniorenarbeit tätigen Organisationen. Nach der Begrüßung des Bürgermeisters Rudi Bertram und ihrem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt führte der Weg Barbara Steffens‘ zum Städtischen Seniorenzentrum an der Marienstraße, wo zahlreiche Ehrenamtler und Besucher warteten, und anschließend ins St.-Antonius-Hospital. Dort endete der thematische Bogen und auch ihr Besuch: von der Stadtverwaltung über Ehrenamt zum professionellen Gesundheitsunternehmen. Da passte es, dass als Pointe des Nachmittags ein weiterer Zuschuss winkt.

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