Eschweiler - Nervenflattern? Nicht beim SCB!

Nervenflattern? Nicht beim SCB!

Von: ran
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Boten den zahlreichen Zuschauern ein mitreißendes Endspiel in der Sporthalle des Berufskollegs: die Sieger des SCB Laurenzberg mit den starken Finalisten des FC Inden/Altdorf. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Es ist eine Geschichte, die vielleicht nur der Fußball schreibt: Der SCB Laurenzberg II, der auf dem 11. Platz der Kreisliga D überwintert, besiegt im Finale den Dürener B-Ligisten FC Inden/Altdorf II mit 6:4 nach Neunmeterschießen und sichert sich somit den Fuchscup 2014 der Raiffeisen-Bank Eschweiler.

Dritter der „inoffiziellen Stadtmeisterschaft für Reservemannschaften“, die am Montagabend vom FC Germania Dürwiß in der Halle des Berufskollegs ausgerichtet wurde, wird der SC Berger Preuß III, der im Neunmeterschießen gegen Fortuna Weisweiler II mit 5:4 die Oberhand behält.

Als tabellarisch gesehen größter Außenseiter in das Turnier gestartet, deutete nach den ersten beiden Vorrundenspielen nur wenig auf einen Turniersieg der SCB-Reserve hin. Dem 1:1 zum Auftakt gegen Fortuna Weisweiler II folgte im Duell mit dem SV St. Jöris II eine 1:2-Niederlage.

Somit führten vor dem dritten und letzten Spieltag der Vorrundengruppe A St. Jöris und Weisweiler die Tabelle mit vier Punkten vor den Sportfreunden Hehlrath II und dem SCB, die jeweils nur einen Zähler auf dem Konto hatten, an. Als dann aber die Weisweiler Fortuna einen deutlichen 3:0-Sieg über St. Jöris einfuhr, war klar, dass der Sieger der Partie SCB gegen Hehlrath als Tabellenzweiter in das Halbfinale einziehen würde.

Und die „wilde Fahrt“ nahm ihren Lauf: Die Schwarz-Gelben überließen den Sportfreunden zwar etwas größere Spielanteile, nutzten ihre Chancen aber zunächst konsequent aus und gingen mit 2:0 in Führung. Auch auf den Anschlusstreffer zum 1:2 hatte der SCB die passende Antwort parat. Besnik Berisha erhöhte postwendend auf 3:1. Doch Markus Forst, der am Ende des Turniers mit fünf Treffern zum Torschützenkönig gekürt wurde, und Dustin Linzen glichen für die Sportfreunde zum 3:3 aus.

In diesem Moment schien der SV St. Jöris zum lachenden Dritten zu avancieren, denn ein Remis hätte weder Laurenzberg noch Hehlrath etwas genützt. Das letzte Wort aber hatte David Granrath, der den Siegtreffer zum 4:3 für den SCB erzielte und somit den Einzug in die Runde der letzten Vier sicherstellte.

Eindeutiger ging es in der Vorrundengruppe B zu: Der SC Berger Preuß III machte den Halbfinaleinzug mit Siegen über Rhenania Lohn II (1:0) und Rhenania Eschweiler II (4:1) bereits in den ersten beiden Spielen klar. Der FC Inden/Altdorf startete mit einem 4:2-Erfolg über die Elf von der Pumpe und ließ anschließend ein 2:2 gegen Lohn folgen. Als sich die Berger Preußen dann in ihrem abschließenden Gruppenspiel 2:2 von Inden/Altdorf trennten, hatte das Spiel der Eschweiler Rhenania gegen die Namenskusine aus Lohn (3:1) nur noch statistischen Wert.

Somit trafen im ersten Halbfinale D-Ligist Fortuna Weisweiler II und der FC Inden/Altdorf II aufeinander. Und bereits in der 3. Spielminute schien die Mannschaft aus der Kreisliga B Düren ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, als Dennis Bröcker einen Konter zur 1:0-Führung vollendete. Doch bereits zwei Minuten später glich Giovanni Patti per Flachschuss ins kurze Eck zum 1:1 aus und signalisierte damit, dass sich die Fortunen keinesfalls mit einer Statistenrolle in der Vorschlussrunde zufriedengeben wollten. So wogte die Partie auch in den Folgeminuten hin und her. Erst eine Zeitstrafe für einen Fortuna-Spieler ließ das Pendel in Richtung Inden/Altdorf ausschlagen. Matthias Jansen nutzte die numerische Überlegenheit zu einem Alleingang aus, den er mit dem entscheidenden Tor zum 2:1 abschloss.

Sehr vorsichtig

Weniger aufregend verlief das zweite Semifinale zwischen Berger Preuß und Laurenzberg. Beide Teams agierten mit großer Vorsicht und bemühten sich sichtlich, Fehler zu vermeiden. Erst eine Zeitstrafe für den SCB in der Schlussphase der Partie führte zu einer Großchance der Berger Preußen, die jedoch ungenutzt blieb. So stand nach zwölf Minuten ein 0:0 auf der Anzeigetafel, das Neunmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Während die ersten vier Schützen des SCB allesamt ins Schwarze trafen, scheiterten André Wolff und Achim Paulus für die Berger Preußen am Pfosten beziehungsweise SCB-Torwart (und Spielertrainer) Dennis Recker.

Nach dem Neunmeterschießen um Platz drei, das der SC Berger Preuß gegen Weisweiler zu seinen Gunsten entschied, forderte der Außenseiter SCB Laurenzberg II also den Favoriten Inden/Altdorf im Finale heraus. Und blieb seiner Taktik treu, aus einer kompakten Defensive heraus immer wieder Nadelstiche zu setzen. Mit Erfolg, denn David Granrath im Anschluss an einen Eckstoß und Sven Wilhelm mit einem platzierten Weitschuss unmittelbar vor der Pausensirene des 2x10-minütigen Finales sorgten für eine von der sehr gut besetzten Tribüne aus lautstark bejubelten 2:0-Halbzeitführung.

Doch der FC Inden/Altdorf hatte aus den Fehlern des ersten Abschnitts, in dem der Favorit viel zu langsam und behäbig agiert und somit der SCB-Verteidigung immer wieder die Gelegenheit gegeben hatte, sich zu formieren, gelernt. Mit erhöhter Durchschlagskraft sorgten Max Kalter und Egzon Berisha innerhalb der ersten drei Minuten der zweiten Halbzeit für den Ausgleich. Wer aber nun geglaubt hatte, der SCB würde zusammenbrechen, wurde eines (viel) Besseren belehrt.

Selbst eine Zeitstrafe überstanden die aufopferungsvoll kämpfenden Schwarz-Gelben unbeschadet. Erneut kam es zum Neunmeterschießen. Und erneut blieben die SCB‘ler eiskalt. Sven Wilhelm, Besnik Berisha, Sascha Baginski und Rahman Arifov verwandelten sicher. Auf der anderen Seite entschärfte Dennis Recker einen Strafstoß und war einmal mit der Latte im Bunde. Der Sieger des Turniers um den Fuchs-Cup stand fest: der SCB Laurenzberg II.

Überglücklich nahmen die Gewinner die Siegestrophäe aus den Händen von Bernd Schendzielorz, Vorstandsmitglied der Raiffeisen-Bank Eschweiler, Schirmherrin Nadine Leonhardt, Udo Wolf, Geschäftsführer des FC Germania Dürwiß, sowie der Turnierleitung mit Tim Schmitz und Matthias Hanf entgegen. Neben dem Turniersieg gab es übrigens einen zweiten Grund, ausgiebig zu feiern: Dennis Recker, Torhüter und Spielertrainer des SCB II in Personalunion, wurde zum besten Schlussmann des Turniers gewählt. So konnte das Fazit des Fuchscups 2014 nur lauten: „Immer wieder, immer wieder, immer wieder SCB II.“

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