Nächstes Medizinforum: „Achtung Notfall: Schlaganfall!“

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Eschweiler. „Achtung Notfall: Schlaganfall!“ ist das nächste Medizinforum unserer Zeitung überschrieben, dass am Dienstag, 16. April, im Kulturzentrum Talbahnhof stattfindet. Unter der Leitung von Dr. Eberhardt Schneider, Chefarzt der Klinik für Frührehabilitation am St.-Antonius-Hospital Eschweiler, stehen Fachleute ab 19 Uhr Rede und Antwort zum Thema.

Das Gehirn: empfindliche Zentrale unseres Körpers. Es liegt gut geschützt eingebettet zwischen Knochenschalen, die es von allen Seiten umschließen. Unser Gehirn, ein hochkompliziertes Organ von knapp 1,5 Kilogramm Gewicht, zusammengesetzt vorwiegend aus Nervengewebe und verschaltet mit allen Regionen des menschlichen Körpers. Ein Gehirn findet sich aber nicht ausschließlich in Menschen oder Säugetieren, sondern ist wichtiger Bestandteil zahlreicher niedriger wie höher entwickelter Tierarten.

Um mögliche Erkrankungen des Gehirns zu verstehen, ist es wichtig, sich mit dessen Aufbau und Funktion vertraut zu machen.

Das Gehirn ist die im Kopf gelegene Zentrale des Nervensystems, das zusätzlich aus dem Rückenmark und daraus hervorgehenden Nerven besteht. Über diese Leitungsbahnen kommen die Informationen aus dem Körper zum Gehirn, die dort benötigt werden, um den Organismus zu steuern und durch das Leben zu führen. Darüber hinaus werden hier Gedanken und Gefühle erzeugt, die insbesondere den Menschen zu einem Geschöpf mit Seele und Verstand zu machen, zu einem Wesen, das in der Lage ist zu lieben und zu hassen, zu begreifen und zu vergessen, zu erkennen und zu verwerfen.

Dazu ist das Gehirn aus mehreren Teilen zusammengesetzt, die Großhirn, Zwischenhirn, Kleinhirn und Hirnstamm genannt werden. Darin finden sich etwa 100 Milliarden Nervenzellen, die über je ungefähr 1000 Nervenverbindungen, insgesamt also 100 Billionen Kontakten, miteinander zu einem Super-Computer ähnlichen Netz verschaltet sind.

Jeder, der sich mit Rechnern beschäftigt, weiß, dass zum Betrieb erhebliche Mengen an Energie nötig sind. So ist es nicht verwunderlich, dass auch unser Gehirn ausgesprochen „hungrig“ ist. Obwohl es nur etwa zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht, benötigt es gut 20 Prozent der gesamten Energie, die Menschen täglich aus Nahrung und Getränken beziehen und die sie durch Verbrennung mit Luftsauerstoff verfügbar machen. Die umgesetzte Energiemenge ist mit etwa 20 Watt, also dem Bedarf einer Energiesparlampe, anzunehmen, und wird nahezu ausschließlich aus der Verbrennung von Zucker, also der Glucose, gewonnen, der zusammen mit dem Sauerstoff über die Blutbahn dem Gehirn unmittelbar zugeführt wird.

Da das Gehirn keine nennenswerten eigenen Speicher hat, wird klar, dass es schon nach kurzen, nur wenigen Minuten dauernden Versorgungsstörungen zu Schädigungen der Gehirnsubstanz kommen kann, wie etwa beim Schlaganfall oder Gehirnschlag.

Aber auch Giftstoffe, wie Alkohol oder Drogen können oft unmittelbar am Gehirn angreifen und zu erheblichen Reaktionen führen. Das Gehirn: mit das wichtigste, aber auch das empfindlichste Organ unseres Körpers.

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