Nachwuchspolitiker lassen junge Minenopfer nicht allein

Von: anka
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Soziales Engagement als Selbstverständlichkeit: Die Jusos mit ihrem Vorsitzenden Andreas Lutter (2. v. l.) übergaben nun Andrea Winterscheid (3. v. r.) als Ehrenamtlerin des Friedensdorfes International Geschenke für die kleinen Patienten. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. Wenn die kleinen Patienten aus ihrem Heimatland im St.-Antonius-Hospital auf Professor Steffens´ urologischer Station behandelt werden, vergehen oft Wochen, gar Monate, ehe sie wieder putzmunter und genesen zu ihren Familien zurückkehren können. Aber es gibt Menschen, die die Kinder nicht allein lassen.

„In dieser schwierigen Zeit versuchen wir den Kindern so gut es geht beizustehen, damit sie sich in ihrer fremden Umgebung wohl fühlen”, zielt Andrea Winterscheid, Ehrenamtlerin des Friedensdorfes International, auf die notwendige Betreuung.

Bestehend seit 1967, bemüht sich die Organisation mit Hauptsitz in Oberhausen nämlich um junge Mienenopfer aus Kriegs- und Krisengebieten, die in ihrer Heimat nicht hinreichend medizinisch versorgt werden können und denen deshalb unentgeltlich in Deutschland geholfen wird.

Umso erfreulicher ist es natürlich, wenn den Kindern und Jugendlichen in den Krankenhäusern Bastelmaterial, Kleidung und Spielsachen zur Verfügung stehen. „Als wir von dem Projekt im Eschweiler Krankenhaus erfahren haben, waren wir uns alle sofort einig, dem Friedensdorf International unter die Arme zu greifen”, berichtet der Vorsitzende des Juso-Stadtverbands Eschweiler, Andreas Lutter, von der Aktion seiner Truppe.

Durch die Eintrittsgelder der von den Jusos veranstalteten Fete „Hakuna Matata - Waka Waka war gestern” im September des vergangenen Jahres war nämlich ein großer Batzen an Geld zusammengekommen, „den wir bewusst für eine karitative Aktion in der Indestadt spenden wollten”, betonte Andreas Lutter den Hintergrund dieses Engagements. So haben die jungen Politiker keine Kosten und Mühen gescheut, Gesellschaftsspiele, Kleidung, Buntstifte und vieles mehr zu kaufen und nun Andrea Winterscheid als Vertreterin des Friedensdorfes International zu überreichen.

„Es ist einfach klasse, dass junge Menschen wahrnehmen, was links und rechts von ihnen passiert”, lobt Andrea Winterscheid die Solidarität der Jungsozialisten. „Wenn mehr junge Leute einen solchen sensiblen Blick für ihre Mitmenschen hätten, wäre die Welt wesentlich friedlicher.”

Für die Jusos war es eine Selbstverständlichkeit, das eingenommene Geld zu spenden. „Uns kam es vor allem darauf an, einem Projekt in Eschweiler etwas Gutes zu tun. Der Kontakt zum Friedensdorf soll allerdings auch weiterhin bestehen”, legt der Vorsitzende großen Wert darauf, auch künftig aktiv zu bleiben und demnächst die Betreuung für mehrere Kinder im St.-Antonius-Hospital zu übernehmen.

Dort behandelt Prof. Dr. Joachim Steffens mit seinem Team überwiegend Patienten aus Afghanistan und Angola, die anschließend im Heimbereich des Friedendorfes in Oberhausen gemeinsam mit rund 300 Kindern aus anderen Krankenhäusern auf ihre Heimreise warten und an Rehamaßnahmen teilnehmen. „Darüber hinaus bemüht sich das Friedensdorf, in den Heimatländern der Kinder die medizinische Versorgung zu verbessern, so dass diese vor Ort selbst behandelt werden können”, nennt Andrea Winterscheid eines der vielen weiteren Projekte des Friedensdorfes. Die Kleinen, denen schon bald wieder im Eschweiler Krankenhaus bestens geholfen werden kann, können sich jedenfalls schon jetzt auf die tollen Geschenke freuen.
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