Nachhaltiges Einkaufen: „Die Welt des Einzelhandels ändert sich“

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Michael Saabe und Bente Smeding-Terveer sprachen mit den Azubis über das spannende Thema Kaufverhalten. Foto: Mareen Mantler

Eschweiler. Die Auszubildenden des Bildungsganges Einzelhandel am Berufskolleg Eschweiler hatten mit ihrer Lehrerin Bente Smeding-Terveer einen Experten aus dem Lebensmittelbereich in ihren Unterricht eingeladen, der die Auszubildenden über das Interesse der Kunden an Bio- und Fairtradeprodukten informierte.

Der Experte Michael Saabe aus dem „Frischmarkt Saabe“ in Stolberg-Büsbach hatte sich bereiterklärt, die Fragen der Auszubildenden zu beantworten.

Bio-Produkte sprießen aus dem Boden direkt in die Regale der Supermärkte. Immer mehr Kunden ernähren sich bewusst und interessieren sich für die Herstellungsbedingungen der Produkte. Diese Entwicklung beobachten auch die Auszubildenden in ihren Betrieben. Die Herausforderungen eines nachhaltigen Angebots liegen in der Berücksichtigung des kompletten Weges vom Feld bis in die Regale.

Michael Saabe verdeutlichte, dass die Entscheidung, nachhaltige Produkte in das Sortiment aufzunehmen, von der Nachfrage der Kunden abhinge. Seine Kunden fragen demnach nur wenige Bio- und Fairtradeprodukte nach. Auf die Frage, wie er Nachhaltigkeit umsetze, antwortete Saabe, dass in seinem Sortiment frische regionale Produkte zu finden seien.

Schließlich fielen bei regionalen Produkten nur kurze Transportwege und damit geringere Umweltbelastungen an. Frische Produkte würden in seinem Supermarkt außerdem nicht einzeln in Plastik verpackt.

Für die Zukunft prognostizierte Saabe eine wachsende Nachfrage an sogenannten ökosozialen Produkten. Der Trend eines ökologischen und sozialen Bewusstseins beim Einkauf sei auch aus der Sicht des Einzelhändlers wünschenswert. Letztlich akzeptierten viele Kunden auch höhere Preise.

Wenn Kunden Verantwortung übernähmen und zunehmend ökosoziale Produkte kauften, werde sich langfristig das Angebot in unseren Supermärkten ändern. Schließlich regele die Nachfrage das Angebot. Umwelt- und sozialverträgliche Produkte im Sortiment der Supermärkte könnten einen großen Einfluss auf globale Missstände nehmen und diese verbessern.

„Heute schon an morgen denken“

„Die Welt des Einzelhandels verändert sich – jeden Tag ein Stück. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen lernen, wie sie heute schon an morgen denken können, um diesen Wandel zu begleiten“, sagte Schulleiter Thomas Gurdon, der das Engagement von seiner Lehrerin gerne unterstützt. „Als Schule holen wir uns gerne Experten in den Unterricht, die auch uns neue Entwicklungen vorstellen.“

Fazit seitens der Schule: Die Auszubildenden werden nun ihr Einkaufsverhalten prüfen. Und sie hoffen, dass viele Bürger dies ebenfalls tun.

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