Eschweiler - Nach Wasserschaden in Kita Dürwiß: Eltern hängen in der Warteschleife

Nach Wasserschaden in Kita Dürwiß: Eltern hängen in der Warteschleife

Von: pan
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Wann das Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule in Dürwiß in Betrieb gehen kann, steht noch nicht fest. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Im Jugendamt arbeitet man derzeit fieberhaft daran, wo man nach dem Wasserschaden in der neuen Kindertagesstätte in Dürwiß Kinder unterbringt, die zwingend betreut werden müssen. Bis heute läuft noch die Rückmeldefrist der Eltern, die in der vergangenen Woche angeschrieben wurden.

„Ich bin mir sicher, dass kein Kind ohne Betreuung bleibt, wo es erforderlich ist“, sagt Sozialdezernent Stefan Kaever. Mit im Boot sitzt die Arbeiterwohlfahrt, die die neue Kita betreiben soll. Laut Kaever will man sich schnell bei den Familien melden, wo ein dringender Handlungsbedarf besteht.

Manche Eltern fühlen sich derzeit schlecht informiert und teilten dies auch unserer Zeitung mit. Ihr Vorwurf: Ursprünglich sollte die Kita am kommenden Montag öffnen, dann sollte auch die Betreuung starten. Stadt und Awo hingegen wollen sich erst frühestens heute räuspern, welche Lösungen sie bereithalten. „Wir hängen als Eltern in der Luft“, heißt es in einem Schreiben an unsere Redaktion.

Sozialdezernent Stefan Kaever zeigt Verständnis für die Ungeduld der Leute, bittet aber um Nachsicht: „Wir stehen auch unter einem großen Druck, weil die meisten Kindertagesstätten ohnehin überbelegt sind.“ Es sei darum keine einfache Lösung zu finden. Da das Betreuungspersonal schon in den Startlöchern steht, verhandelt die Stadtverwaltung, eine Immobilie für die Übergangszeit anzumieten und dort eine Gruppe unterzubringen. Details will Kaever noch nicht nennen. Die neue Kita sollen insgesamt 70 Kinder besuchen, 40 davon können nach wie vor in der Kita „Villa Regenbogen“ an der Schillerstraße untergebracht werden.

Wann das Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule in Dürwiß in Betrieb gehen kann, steht noch nicht fest. Kaever geht von einer „mehrmonatigen Verzögerung“ aus. Gutachter der Versicherung aus Berlin haben den Schaden inzwischen unter die Lupe genommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand hat ein Leck im Sanitärbereich dazu geführt, dass der Boden unter Wasser gesetzt wurde.

Neuer Estrichboden

Der Schaden ist so groß, dass der Estrichboden entfernt und erneuert werden muss. In Wintermonaten dauert die Trocknungsphase erfahrungsgemäß länger. Im Rathaus geht man von über vier Wochen aus. Die genaue Schadenhöhe wird noch ermittelt, sie „liegt aber im hohen sechsstelligen Bereich“, berichtet Kaever. Die Arbeiten am Außengelände gehen hingegen unentwegt weiter.

Parallel zur Einrichtung in Dürwiß entsteht aktuell auch eine baugleiche Kita am Grünen Weg in Eschweiler. „Wir haben gehofft, dass uns diese beiden Tagesstätten etwas Luft verschaffen, um den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken“, sagt Kaever, „wir sind selbst alles andere als begeistert.“ Zum neuen Kindergartenjahr gingen einige Einrichtungen in die sogenannte Überbelegung, sie nahmen also mehr Kinder auf, als eigentlich vorgesehen. Dies ist jedoch möglich, wenn dies als Übergangslösung erforderlich ist.

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