Nach Profanierung: Krippenfiguren stehen jetzt in Togo

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Wurden 2006 im Rahmen der Art Open ausgestellt: Messgewänder aus St. Peter und Paul. Foto: Müller

Eschweiler. Nach der Profanierung der beiden Filialkirchen Herz Jesu und St. Michael kam die Zeit des Ausräumens der beiden Kirchen. Was soll und kann mit den liturgischen Gegenständen und dem Mobiliar geschehen?

Hierzu gab es eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Kirchenvorstandes und des GdG-Rates, die zunächst einmal das ganze Inventar katalogisiert haben. Was ist alles in den beiden Kirchen vorhanden? Was kann damit geschehen? Viele Fragen, die auch die Menschen in der Stadt bewegen. Im jüngsten Pfarrbrief „Weggefährte“ der Gemeinde St. Peter und Paul erläutert Kaplan Andreas Züll:

Von den etwa 50 Messgewändern in beiden Kirchen bleiben rund 35 in der Pfarrgemeinde behalten. Sie wurden gereinigt, teilweise restauriert und auf die beiden Kirchen St. Peter und Paul und St. Antonius verteilt. Drei Messgewänder gingen an die bischöfliche Liebfrauenschule, drei weitere an die bischöfliche Marienschule in Mönchengladbach. Die weiteren Messgewänder, die nicht im Bistum bleiben konnten, wurden der Mission der Steyler Missionare in der Erzdiözese Lomé in Togo/Afrika überlassen.

„Dort“, so Züll, „konnten wir auch guten Gewissens für die neu entstehenden Gemeinden Kerzenständer, Weihrauchfässer, Fahnen und Altardecken, sowie die Krippenfiguren aus der Herz-Jesu-Kirche in gute Hände geben. Die liturgischen Gefäße wie Kelche, Monstranzen und Hostienschalen sind in der Pfarrkirche eingelagert.“

Wer die hl. Messe im Krankenhaus besucht hat, bemerkt, dass jetzt eine Sakristeiglocke den Gottesdienstbeginn ankündigt. Es ist die Sakristeiglocke aus der Herz-Jesu-Kirche. In St. Peter und Paul steht sichtbar das Ambo aus der Herz-Jesu-Kirche und trägt das Evangeliar.

Am Hochfest der Himmelfahrt Mariens stand die Marienfigur aus St. Michael vor dem Altar der Pfarrkirche. Das Bild des Hl. Erzengels schmückte den Altarraum der Pfarrkirche am Michaelstag, dem zweiten Pfarrpatron der Peter-Paul-Kirche. Die Krippenfiguren aus St. Michael werden in diesem Jahr, nach Empfehlung des GdG-Rates, in der Pfarrkirche das Krippenbild darstellen. Diese sollen dann jedes Jahr im Wechsel mit den Krippenfiguren aus St. Peter und Paul aufgestellt werden. Viele Dinge sind noch offen und noch nicht abschließend geklärt.

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