Nach Messerstecherei: Täter soll in Psychiatrie bleiben

Von: Patrick Nowicki
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Polizisten auf Spurensuche: Bei der Messerstecherei am 29. Januar starb ein 45-Jähriger. Foto: Roeger

Eschweiler. Der mutmaßliche Messerstecher, der in einem Imbiss an der Steinstraße einen Mann erstochen und einen weiteren schwer im Gesicht verletzt hat, soll in einer psychiatrischen Einrichtung bleiben.

Dies beantragte am Dienstag die Staatsanwaltschaft, nachdem ein Gutachten zu dem Ergebnis gekommen war, dass der 55-Jährige am Abend des 29. Januars im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben soll. Sollte die Schwurgerichtskammer zur gleichen Ansicht kommen, dann dürfte in Kürze die Gerichtsverhandlung in Aachen beginnen.

Dort muss sich der in der Sovjet-union geborene Eschweiler wegen Mordes, versuchtem Totschlag sowie gefährlicher Körperverletzung verantworten. Wie Dr. Jost Schützeberg, Sprecher der Staatsanwaltschaft Aachen, unserer Zeitung erklärte, gehe die Anklage von Heimtücke als Mordmotiv aus. „Der Angeklagte hat sich jedoch bei der Polizei nicht zur Tat geäußert”, ergänzt er. Hinweise, was den Mann dazu bewogen hat, mit dem Messer zuzustechen, gab Dr. Schützeberg nicht.

Offen ließ der Staatsanwalt auch, ob der 55-Jährige im Rahmen des psychiatrischen Gutachtens zu den Vorgängen am 29. Januars Stellung bezogen hat. Die Sachverständige geht jedoch davon aus, dass bei dem Indestädter, der bisher noch nicht strafrechtlich auffiel, eine psychische Erkrankung vorliegt. Bereits seit Ende März befindet er sich in einem psychiatrischen Krankenhaus, nachdem er zuvor Wochen in Untersuchungshaft verbracht hatte.

Die Geschehnisse vom 29. Januar dieses Jahres lagen zunächst im Dunkeln. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll der 55-Jährige kurz vor 22 Uhr mit einem Messer zunächst auf einen 39-Jährigen eingestochen haben, anschließend hat er auch einen 45-Jährigen schwer am Hals verletzt. Während der jüngere der beiden Männer mit schweren Gesichtsverletzungen auf die Straße fliehen konnte, erlag der ältere der Beiden seinen Verletzungen noch im Krankenwagen. Als die Polizei eintraf, versteckte sich der mutmaßliche Täter in der Küche, wo er sich selbst mit dem Messer verletzt hatte.

Dem Angeklagten droht nun eine lebenslange Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtrung.
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