Nach der OP schnell wieder auf den Beinen

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Blick in den Operationssaal: Ärzte setzen ein künstlichen Kniegelenk ein. Dem Eingriff folgt eine ausführliche Rehabilitation. Foto: Stock/Jochen Tack

Eschweiler. Beim Medizinforum unserer Zeitung am Dienstag, 26. November, dreht sich im Talbahnhof ab 19 Uhr alles ums Thema „Gelenkverschleiß – was nun?“ Unter Federführung unseres Medizinforumsleiters Dr. Eber­hardt Schneider, Chefarzt des Euregio-Reha-Zentrums und Leiter der ambulanten orthopädischen Rehabilitation am St.-Antonius-Hospital, stehen fünf Experten ab 19 Uhr Rede und Antwort.

Dr. Werner Birtel, Dr. Oliver Heiber, Dr. Ture Wahner, Norbert Schallenberg und Dr. Klaus Geller sind die fünf Gesprächspartner.

Gelenk operiert – und dann? Nun haben also die Operateure ihre Arbeit gut gemacht und erfolgreich das verschlissene Gelenk versorgt, also zm Beispiel ein neues Hüft- oder Kniegelenk eingesetzt. Nach einer kurzen Überwachungsphase beginnt ein ganzes Team von Fachleuten mit der Nachbehandlung: Chirurgen, Rehamediziner, Pflegekräfte, Physiotherapeuten und viele mehr sorgen gemeinsam dafür, dass eine gelungene Operation zu einem möglichst „rund laufenden“ Ergebnis führt. Der Patient soll ausdauernd gehen, keine Hilfsmittel wie Krücken mehr benötigen und ohne Schmerzmittel beschwerdefrei sein. Erst dann sind alle zufrieden.

Doch einer ist dabei besonders gefordert: der Patient selbst, der seines „eigenen Glückes Schmied“ ist. Zunächst kommt es darauf an, Komplikationen wie Durchblutungsstörungen und Lungenerkrankungen zu vermeiden. Dann werden erste Schritte aus dem Bett heraus zunächst im Zimmer, dann auf dem Flur und schließlich bis auf die Treppe unter der fachkundigen Anleitung der Therapeuten geübt – stets begleitet von den kritischen Blicken der Operateure und Reha-Ärzte.

Nach zwei Wochen in die Reha

Nach ein bis zwei Wochen ist es dann so weit: Der Patient kann in die weiterführende Rehabilitation (Reha) entlassen werden, wo quasi der besonders wichtige „letzte Schliff“ auf dem Weg zurück ins Leben erfolgt. Kraft, Beweglichkeit und Gehgefühl werden ebenso entwickelt, wie praktische und theoretische Kenntnisse über das neue Gelenk und wie man damit im Alltag umgeht.

Die Reha kann ambulant, also von daheim aus, oder stationär in einer Rehaklinik erfolgen. Immer mehr Patienten nutzen die Möglichkeiten einer ambulanten Reha, wie sie besonders in Zusammenarbeit der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie am St.-Antonius-Hospital mit dem Euregio-Reha-Zentrum in Eschweiler angeboten wird. Man ist eben gern zu Hause und nutzt das wohnortnahe und intensive ambulante Angebot, das ebenso wie in einer Rehaklinik aufgebaut ist.

Beim Medizinforum wird unter der Federführung von Eberhardt Schneider ein fachkundiges Team aus Praxis und Klinik alle Aspekte der operativen Versorgung von verschlissenen Gelenken, unter anderem auch mit modernen künstlichen Gelenken (Endoprothesen), erläutern. Besonders wird aber auch darauf hingewiesen, dass die Betroffenen einem Gelenkverschleiß selbst dadurch vorbeugen können, dass sie sich ausreichend sportlich bewegen und ihre „überflüssigen Pfunde“ reduzieren.

Mit dabei sind aus der Praxis der niedergelassene Orthopäde Klaus Geller, der das Krankheitsbild der Arthrose erklären wird. Die beiden Chefärzte Dr. Oliver Heiber und Dr. Ture Wahner aus dem St.-Antonius-Hospital berichten über Methoden zur Behandlung von verschlissenen Gelenken. Oberarzt Norbert Schallenberg (Rehazentrum) skizziert Möglichkeiten, wie sich Patienten mit Arthrose sportlich betätigen können, um neben der Gelenkmobilisierung auch etwas gegen ihr eventuelles Übergewicht zu unternehmen. Die Diskussion leitet der langjährige Chefarzt am St.-Antonius-Hospital, der Chirurg Dr. Werner Birtel.

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