Nach der Miss-Wahl: Johanna Acs zieht´s vom Laufsteg in den Hörsaal

Von: Stefan Schaum
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Davon kann sie gar nicht genug
Davon kann sie gar nicht genug bekommen: Gut 40 Paar High Heels hat Johanna Acs in der Sammlung. Die meisten packt sie ein, wenn sie zum einem Schönheitswettbewerb reist. Foto: Stefan Schaum

Eschweiler. Bald muss sie wieder Koffer packen, Johanna Acs kommt ganz schön rum. Entsprechend voll ist der Terminkalender der 20-Jährigen. Nächste Station ist Lissabon. In Portugal steht ein Fotoshooting für die Köln-Arcaden an, zu deren Gesicht die Viertplatzierte der Miss-Deutschland-Wahl jüngst geworden ist.

Auch zu einem Wettbewerb in der Dominikanischen Republik soll es noch in diesem Jahr gehen, zudem will sie ein Studium beginnen. Ist das jetzt noch Spaß oder schon Stress? Sie lacht: „Spaß, ganz klar.”

Sie sieht die ganze Sache mit den Schönheitswettbewerben ohnehin nicht so verbissen. „Es ist schon ein Kick, bei solchen internationalen Ausscheidungen anzutreten. Aber es ist für mich eher ein Hobby.” Beruflich sieht sie sich woanders. Vielleicht als Einkäuferin für ein Modeunternehmen, oder als Verantwortliche für einen großen Laden. Den Grundstein dafür will sie jetzt legen.

In wenigen Wochen beginnt sie das Studium „Textile and Clothing-Management” an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. „Da läuft alles auf Englisch, das find ich super.” Mit der Sprache sollte sie keine Probleme haben, schließlich stand sie schon in vielen Ländern auf dem Laufsteg und hat ein Austauschjahr in Kansas hinter sich.

Wobei: Das Sprechen fällt ihr nicht immer ganz so leicht. „Wenn mir bei einem Wettbewerb jemand ein Mikrofon hinhält, wird es eng.” Bei der letzten Ausscheidung wollte ein Moderator von ihr wissen, was wohl der größte Fehler ihres Lebens gewesen sei. „Das war eine Hammerfrage, der reinste Horror.” Sie habe dann ein wenig herumgedruckst und gemeint: „Ich bin doch noch jung, so große Fehler habe ich noch gar nicht machen können...”

Sie überlegt und grinst dann. „Das war jetzt vielleicht nicht ganz so schlagfertig.” Das kann ja noch werden, sie spielt mit dem Gedanken, ein Rhetorikseminar zu besuchen. Für ihre jüngste Rolle hat sie nicht sprechen müssen. Da ging es mehr um ihre Finger, beziehungsweise deren Nägel. Ein Hersteller für Nagelpflegeprodukte hatte sie bei einem Wettbewerb gefragt, ob sie Lust habe, einen Spot zu drehen. Die hatte sie. Der kurze Film soll zunächst in Kinos im Frankfurter Raum laufen, „dann vielleicht in ganz Deutschland”, sagt sie.

Vorerst möchte Johanna bei den Eltern in Eschweiler wohnen bleiben und täglich zum Studienort pendeln. Wenn sie doch umzieht, dann wohl eher nicht nach Mönchengladbach. „Lieber nach Düsseldorf”, lacht die Modebegeisterte. „Hat einfach mehr Chic.”
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