Nach 80 Jahren emanzipieren Pumpe-Sticher Männer sich

Von: ran
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Melissa Ferreira da Silva und Manuel Krauthausen ernteten als Tanzpaar der KG Lätitia Blaue Funken Artillerie Weisweiler für ihre grandiose Darbietung bewundernde Blicke sowohl von ihren Vereinskameraden auf als auch von den Herren der Schöpfung vor der Bühne. Foto: Andreas Röchter
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Rockten den Saal und gaben unter anderem den „Mambo No. 5“ zum wirklich Besten: Die Blue-Dance-Girls der KG Lätitia Blaue Funken Artillerie Weisweiler boten einen wahren Augen- und Ohrenschmaus. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der frühe Vogel pickt den Wurm! Und Letzterer lockte so manchen dicken Fisch an die Angel des Fördervereins der KG Narrenzunft Pumpestich, der „seiner“ Gesellschaft zu deren 80-jährigem Bestehen erstmals eine Herrensitzung bescherte.

Und so fanden sich am Freitagabend jede Menge honoriger Herren in der „Delio-Arena“ des Hauses Flatten ein, um in durchaus gediegener Atmosphäre eine würdevolle Geburtstagsfeier zu erleben. Sie sollten nicht enttäuscht werden! Narrenzunft-Präsident Stephan Lenzen begrüßte die Menge im proppenvollen Saal, bevor Ehrenpräsident Manfred Wienands als Vorsitzender des Fördervereins den „Tagesbefehl“ vorgab: „Wir haben unsere besseren Hälften zum Essen geschickt. Jetzt lasst es krachen!“

Eine Aufforderung, der die Protagonisten der KG Blaue Funken Artillerie Weisweiler nur zu gerne nachkamen. Angeführt von Präsident Marcel Römer und dem Spielmannszug verwandelten sie die Bühne in ein blau-weißes Farbenmeer. Kommandant Lothar Kerinnis sorgte mit klaren Ansagen für ausreichend Platz, so dass zunächst das „Stippeföttsche“ die Herren der Schöpfung verzückte, bevor Marketenderin Alina Brosius ihren Premierentanz voller Schwung und Energie darbot. Tosender Applaus folgte als berechtigte Auszeichnung.

Nur Augenblicke später begeisterte das Tanzpaar Melissa Ferreira da Silva und Manuel Krauthausen das kritische Publikum mit einem anmutigen und kraftvollen Tanz. Ein ausgesprochen leichtfüßiges Intermezzo trug die Funken-Garde zum großartigen Gesamtbild bei. Unter der vielsagenden Überschrift „We will rock you“ zogen schließlich die „Blue-Dance-Girls“ in die Arena ein, wo sie den „Mambo No. 5“ außerordentlich ansehlich interpretierten und sich als „Party-Girls“ outeten.

Ein ganzes Dutzend Vollblutmusiker hielt kurz darauf das Stimmungsbarometer auf „Extrem-Hoch“: „Die Mennekrather“, die im Publikumschor vor allem lautstarke Unterstützung fanden, boten ein Repertoire, das von den „Simple Minds“ bis zum „kölschen Jong“ reichte, ließen „die Sterne am Himmel tanzen“, brachten während einer von zahlreichen Zugaben „ein Hoch auf uns“ aus und machten deutlich, dass „an Tagen wie diesen“ nahezu alles möglich ist.

Lautstark bejubelt wurde das designierte Prinzenpaar René Schönenborn und Daniel Asara, das genau wie das übrige ausgelassen feiernde Publikum von den „Höppe Kroetsch“ zunächst zur „Polka, Polka, Polka“ aufgefordert wurde, bevor auf der folgenden tänzerischen Höllenfahrt („Highway to hell“) eine Ankündigung erklang, die so manchen Zuschauer im Saal aufhorchen ließ: „I was made for loving you!“

Dann schlug die Stunde der Freunde des trockensten Humors: „Ne Knallkopp“ Dieter Röder lieferte ein Feuerwerk ab, ohne mit der Wimper zu zucken. Erst neulich hatte er zum Frühstück eine ganze Kanne Kaffee mit Red Bull getrunken, um wach zu werden. Nach einer halben Stunde auf der Autobahn bemerkte er schließlich, dass er sein Auto vergessen hatte! Respekt nötigen ihm allerdings Schwäne ab, die ein Leben lang treu bleiben.

„Dafür haben die aber auch so´ einen Hals“, ließ er sein Publikum wissen. Konsequent und keinesfalls „ohne Dom, ohne Rhing und ohne Sonnesching“ zogen die umjubelten „Domstürmer“ ihr Ding durch, stießen auf die „joode aale Zick“ an und reisten „bes nach Hollywood“, um ihrem Publikum von dort ein „Happy Weekend“ zu wünschen. Seine liebe Mühe hatte Bauchredner Klaus (Rupprecht) mit seinem Klammeraffen Willi, der Pizza am Morgen, am Mittag und am Abend bevorzugt. „Wurde mir von Dr. Oetker wärmstens empfohlen“, so die medizinisch einleuchtende Begründung.

Der unzweifelhaft und in jeder Hinsicht beste Verein der Welt hatte es sich auch nicht nehmen lassen, die Narrenzunft-Herren mit einem Geschenk der besonderen Art zu beehren: Die Cheerleader des 1. FC Köln boten ein grandioses Bild in Rot und Weiß und waren somit fantastische Vorboten für das Trompeterkorps Eefelkank, das zu später Stunde zu einem klangvollendeten Parforceritt durch die Stimmungsmusik ansetzte.

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