Nach 20 Jahren an der Spitze: Heinrich Meuter nimmt Abschied

Von: thd
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Für Schüler, aber auch für
Für Schüler, aber auch für das Kollegium eine Vertrauensperson: Mit dem Abschied in der Schule wollen die Kollegen Heinrich Meuter nicht in den Ruhestand ziehen lassen und luden ihn zu einem Brunch in naher Zukunft ein. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Der Tag vor den Sommerferien ist immer ein Tag der Abschiede. Nachdem die vierte Klasse bereits entlassen wurde, folgte in der Aula der KGS Eduard-Mörike-Schule eine weitere Verabschiedung: Rektor Heinrich Meuter verlässt nach 20 Jahren als Schulleiter die Grundschule und geht in den wohl verdienten Ruhestand.

Diesen schönen, aber auch anstrengenden Lebensabschnitt hinter sich zu lassen, fiel dem 62-Jährigen nicht leicht, Er feierte jetzt mit vielen Gästen, seinem Kollegium und den Schülern. Auf Heinrich Meuters Wunsch eröffnete die Tanz-AG die Feier. Symbolisch begann das Medley mit dem Lied „Time of my Life”. Die Schüler werden ihren „alten Rektor” bestimmt gut in Erinnerung halten, da er - passend zu den Sommerferien - allen ein Eis spendierte.

In 20 Jahren Schulleitung häufen sich viele Erinnerungen. Rudi Bertram blickte auf eine sehr positiv bedeutungsvolle Vergangenheit: „Heinrich Meuter war ein immer verlässlicher und loyaler Partner. Nach den Änderungen im Grundschulsystem hat er eine Marke gesetzt”, beschrieb der Bürgermeister die Zusammenarbeit.

„Seine Arbeit an dieser Schule gilt als Signal für alle Schulleiter. Mit seiner fachlichen und sozialen Kompetenz hat er es geschafft, dass die Eduard-Mörike-Schule zu den wenigen Schulen in Eschweiler gehört, die keine Probleme hat, dass neue Erstklässler nachkommen.”

Diesen Verdienst hat sich Heinrich Meuter in vielen Etappen erarbeitet. Nach seinem ersten Examen 1975 und seinem zweiten 1977 unterrichtete er im gleichen Jahr auf die Dürener Blindenschule und auf einer Hauptschule in Minden-Lübbecke.

1980 zog es ihn wieder in den Kreis Aachen und er fing an der Lessingschule in Baesweiler an. 1983 war er Lehrer in der Hauptschule Weisweiler und 1987 in der Grundschule in Weisweiler, bis er 1992 zur Eduard-Mörike-Schule wechselte.

Auch Schulamtsdirektor Christoph Esser bestätigte die positive Vergangenheit. „In einem Arbeitsbündnis soll Sinn und Freude gesehen werden mit vielen Höhepunkten. Aber auch mit Punkten, wo man an seine Grenzen stößt. Seine Zeit als Lehrer hat er in einem solchen Arbeitsbündnis gut gemeistert”, sagte Christoph Esser. „Als ich seine Akte durchsah, trat vor allem ein Adjektiv ständig auf: freundlich! Und bei dieser Arbeit ist Freundlichkeit sehr wichtig.” Sein Kollege und Freund Gerd Schnitzler, Schulleiter der KGS Kinzweiler, dankte ihm ebenfalls für die gute Zusammenarbeit.

„Dank Heinrich Meuter kommen die Kinder wieder gerne in eine Schule. Auch das Ansehen dieser Schule hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert.” Und eben weil er so wichtig für die Kinder war, las Schülerin Beverly die Entlassungsurkunde vor.

Mit so vielen Überraschungen hatte Heinrich Meuter nicht gerechnet. „Nach genau 20 Jahren verlasse ich die Schule mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Trennung von den Kindern ist natürlich schwer, aber ich habe auch endlich Zeit, um meine Träume zu verwirklichen”, sagte Heinrich Meuter. Die Freude über die Verbundenheit bleibe natürlich. „Ich möchte eine Chronik erstellen über die 60 Jahre Eduard-Mörike-Schule!”

Seine Zukunft hat Heinrich Meuter schon verplant. Das Leben genießen steht an erster Stelle. Dazu gehört schon die Reise nach Schottland im September und ganz viel lesen. „Aber fest planen muss ich nicht mehr. Ich kann einfach in den Tag hinein leben!”

Ein guter Plan, mit dem Heinrich Meuter in die längsten und verdientesten Ferien seines Lebens startet.
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