Nach 13 Jahren wird die Maitradition wiederbelebt

Von: jlm
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Dreizehn Jahre lang ein Maipaar: Inge Recker (Mitte) und Karl-Heinz Block (r.) marschierten beim Maiball mit ihrem „Hofstaat“ ein. Heinz-Michael Raby moderierte die Veranstaltung. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. 13 Jahre lang war es still um die Röthgener Ortsvereine zur Zeit des Mai. Der obligatorische Tanz in den Mai geriet in Vergessenheit. Doch dieses Jahr sollte es anders sein: Wie es Tradition ist, sollte nun wieder gefeiert werden. „Damals ging ich mit meiner Tochter zum Maiball“, erinnert sich Inge Recker, ehemalige Maikönigin, noch an den letzten Maiball vor 13 Jahren.

Karl-Heinz Block holte sie damals auf die Bühne, als seine Frau nicht wollte, und gemeinsam bestritten sie mit anderen Paaren ein Spiel. Nachdem den Frauen die Augen verbunden worden waren, mussten sie ihren Mann – allein durch Tasten – wiederfinden. Inge Recker und Karl-Heinz Block waren damals das einzige Paar, das dieses Spiel erfolgreich hinter sich brachte. „Im folgenden Jahr bekamen wir dann Bescheid, dass aus finanziellen Gründen in diesem Jahr kein Maiball stattfinden würde“, erzählt sie weiter.

13 Jahre lang waren sie somit nun Maipaar. „Eigentlich war der Maiball immer ganz toll“, schwärmt sie. Als feststand, dass 2013 wieder ein Maiball stattfinden soll, fasste sie deshalb einen Plan. Bei einem Treffen kam ihr die Idee, gemeinsam mit ihrem „Hofstaat“ aufzumarschieren, ein kleiner Gag, wie sie es liebevoll nennt.

Ziel war es, das Fest wieder aufleben zu lassen und Schwung in den Abend zu bringen. „Die Frauen waren alle sofort begeistert.“ Die Idee wurde in die Tat umgesetzt. Nach einer kleinen Begrüßung durch Erich Jacquorie und Heinz-Michael Raby, die an diesem Abend in der Delio Arena im Haus Flatten durch das Programm führten, marschierten Paar und Hofstaat somit gemeinsam mit den Spielmannszügen Grün-Weiß und Schwarz-Rot auf. Mit tosendem Applaus empfingen die zahlreichen Gäste das Paar und ließen es hochleben.

Ansässige Karnevals-, Schützen- und Seniorenvereine sowie Spielmannszüge und der Billardsportclub hatten bereits im Voraus ihr Bestes gegeben, um gemeinsam eine alte Tradition wieder aufleben zu lassen. „Man braucht immer jemanden, der das Ganze wieder ins Rollen bringt“, sagt Heinz-Michael Raby. In diesem Fall war das Walter Rauchenberger.

Auf dem Programm stand unter anderem der Auftritt der Showtanzgruppe KG Ulk, die das Publikum nach Afrika entführte. Heinz-Michael Raby erntete als Pierre der Maler kurz darauf mit einem Animationsspiel zahlreichen Applaus, indem er „mit Leuten Bilder malte“. Für Musik sorgte DJ Martin, der viele Tanzbegeisterte auf die Tanzfläche lockte.

Für besonderen Applaus sorgte sein Bild „der Armleuchter“, bei welchem ein junger Mann, in diesem Fall Thomas Weiland, Präsident der Lustigen Reserve, beide Arme zur Seite ausstrecken musste. In beiden Hände hielt er jeweils eine Kerze, welche dann entzündet wurde. Und fertig war das Bild. Da der Eintritt zur Veranstaltung frei sein sollte, verkauften die Veranstalter zur Finanzierung Lose.

Schließlich ergriff Heinz-Michael Raby das Mikrofon und verkündete: „So kann man Feste machen, das hat Spaß gemacht.“ Schnell war klar, dieses Mal würde man nicht wieder 13 Jahre warten müssen, um in Röthgen den nächsten Maiball zu feiern. Im nächsten Jahr soll die Tradition weitergeführt werden.

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