Mysteriöser Unfall auf der A4: Fahrer bleibt verschwunden

Von: Lukas Weinberger
Letzte Aktualisierung:
Unfall Eschweiler A4
Die Polizei geht davon aus, dass sich der Fahrer des Unfallwagens abgesetzt hat. Foto: Ralf Roeger
Eschweiler A4 Unfall
Erfolglose Suche: Der Unfallfahrer bleibt trotz intensiver Bemühungen unauffindbar. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Es ist zweifelsohne einer der mysteriösesten Unfälle im Aachener Raum: Am 15. März war ein Auto in Höhe Eschweiler von der Autobahn 4 abgekommen und schwer beschädigt liegengeblieben - vom Fahrer fehlte jede Spur. Und auch eineinhalb Wochen später steht die Polizei weiterhin vor einem großen Rätsel.

Mit einem Hubschrauber und sieben Spürhunden hatte sich die Polizei damals auf die Suche nach dem Fahrer gemacht - erfolglos. Einziger Hinweis: das Frankfurter Kennzeichen des Unfallautos, das die Polizei auf die Spur eines Mannes aus der Mainmetropole führte. Auffinden konnte die Polizei den vermeintlichen Fahrer aber dennoch nicht. „Der Fall bleibt äußerst mysteriös“, teilte ein Sprecher der Autobahnpolizei mit.

Angesichts der schweren Beschädigungen des Autos schien es lange nur schwer vorstellbar, dass der Fahrer beim Unfall unverletzt geblieben ist. Im Fahrzeug sei allerdings kein Blut gefunden worden, wie die Autobahnpolizei am Montag bestätigte. „Wir gehen weiter davon aus, dass es sich um Fahrerflucht handelt“, erklärte der Polizeisprecher.

Und so läuft die Suche weiter auf Hochtouren: Das Handy des Halters konnte im Laufe der vergangenen Woche geortet werden. Als die Polizei aber zum vermeintlichen Aufenthaltsort des Mannes ausrückte, war dort niemand mehr zu finden - und das Mobiltelefon wieder ausgeschaltet worden. Nachdem das Handy erneut eingeschaltet wurde, scheiterte auch ein zweiter Versuch.  „Mittlerweile ist das Telefon wieder ausgeschaltet“, berichtete der Sprecher am Montag. „Wir wissen nur, dass irgendwer im Besitz dieses Handys ist.“

Die Autobahnpolizei arbeitet momentan eng mit den Kollegen aus Frankfurt zusammen. Diese kontrollierten in den vergangenen Tagen gleich mehrfach die Wohnung des Fahrzeughalters: Sie scheint seit Wochen unbewohnt zu sein, der Briefkasten quillt über. Da der Mann zudem alleinstehend sei, bestehe keine Möglichkeit, mit ihm in Kontakt zu treten.

Aufgeben werden die Beamten dennoch nicht. Wohnung und Handy sollen weiter kontrolliert werden. „Eine solche Suche kann sich über Monate hinziehen“, sagte der Sprecher der Autobahnpolizei.

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