Mutter Scharwache ist blendend aufgelegt

Von: jw
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Sorgte wie stets für den guten Ton: der Spielmannszug Grün-Weiß Lohn unter der Leitung von Thomas Graff. Foto: Jacqueline Winkler
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Erntete mächtig Applaus: die Jugendshowtanzgruppe der Scharwache. Foto: Jacqueline Winkler

Eschweiler. In der prächtig geschmückten Festhalle in den Vereinsfarben Blau und Gelb war kein platz mehr frei geblieben, als die Mutter Scharwache zur Großen Gala-Sitzung geladen hatte. Schon beim Einmarsch des Scharwach-Corps mit dem Elferrat war die Stimmung im Saal großartig.

„Echte Vröngde schton zesaame“ – unter dieses Motto hat die Scharwache ihre 135. Session gestellt. „Mit diesem Motto ist nicht nur die Freundschaft innerhalb der Scharwache gemeint, sondern die Freundschaft zu allen anderen Karnevalsgesellschaften. Mit der Freundschaft ist es wie mit Sternen, man sieht sie nicht immer, aber man weiß, dass sie da sind.“ Mit diesen Worten leitete Präsident Simon Hendricks die Sitzung ein, bevor das Programm traditionell mit dem „Stippeföttchen“ der Uniformierten startete.

Eva Gruppe und Sebastian Plönnes zeigten anschließend ihren neuen Mariechentanz, der erstmalig von Kerstin Bartz einstudiert wurde. Auch in diesem Jahr tanzten die beiden zur Livemusik des Spielmannszuges „Grün-Weiß“ Lohn unter der Leitung des Tambours Thomas Graff.

Das abwechslungsreiche Programm wurde danach fortgeführt vom „Et Zweijestirn“. Sie brachten den Saal durch ihre Lieder über Angela Merkel, Horst Seehofer und Donald Trump zum Mitsingen und Lachen. Auch die Jugendtanzgruppe bewies mit ihre tollen tänzerischen Darbietung ihr Können und begeisterte die Zuschauer.

Lacher garantierte ebenso Jonas Wintz alias „Der Penner von Nebenan“. „Ich bin ja froh, dass ihr überhaupt nach hier gekommen seid. Der Bürgermeister will sich nämlich als Vorbild Trump nehmen und nach Stolberg eine Mauer ziehen.“ Er erzählte von einer Castingshow, die die Scharwache veranstaltete für einen Redner. Der Penner stellte unter anderem Labbes und Drickes und Alfred Wings nach, doch keiner konnte seinen Ansprüchen für die Scharwachbühne genügen. „Wenn das alles nichts bringt bei dem Casting, dann kann nur noch einer helfen: Ich. Wenn ihr euch jetzt fragt, wie es ein Penner auf eine Gala-Sitzung schafft, dann genau so.“ Er bekam für seine Rede langen Applaus.

Das nächste Highlight bot die KG Eefelkank Hastenrath, die mit dem kompletten Verein aufmarschierte. Eefelmarie Janine Jansen, die Tanzgarde und das Tanzpaar Sophia Mießen und Steffen Engels überzeugten das Publikum. Vor allem das Tanzpaar begeisterte und bekam neben tobendem Applaus auch Standing Ovations. Die Brass-Els-Kapelle brachte die Gäste dann zum Schunkeln und Singen. „Wofür sollen wir Gesellschaften aus Aachen oder Köln holen, wenn wir so eine Gesellschaft in Eschweiler haben?“, lobte Präsident Simon Hendricks die Eefelkank.

Nach der Pause und dem Einmarsch des Elferrats wurde die Stimmung im Saal richtig angeheizt. Die Inde-Singers brachten neben ihren eigenen Liedern auch ein Karnevalsmedley zum Besten. Als Zugabe spielten sie zusammen mit den Scharwächtern den gefeierten Eschweiler Stadtmarsch – den Laridah.

Die Community Dancers brachten danach weiter Schwung in den Saal und überzeugten mit ihrem Showtanz und anschließendem Karnevalsmedley, wozu das Publikum zum Tanzen und Mitsingen aufgefordert wurde.

René Külzer als „et Scharwachmüsje“ betrat als nächster die Bühne. Er, der auf keiner Scharwachsitzung fehlen darf, erzählte von den Veränderungen, die sich in den Jahren entwickelten. So dürfe man einige Wörter nicht mehr benutzen – wie „Taschendieb“. Heute ist es eine „Fachkraft für spontane Eigentumsübertragung“. Außerdem erzählte er von Bekannten in Eschweiler und der Anschaffung neuer Haustiere, was beim Publikum für etliche Lacher sorgte.

Die letzte Darbietung kam von Lutz Kniep als Solotrompeter. Zu Beginn seines Auftrittes wurde das Licht im Saal gedimmt und Knicklichter wurden verteilt. Er spielte nicht auf der Bühne, sondern inmitten des Publikums und gab einige Lieder zum Besten, bei denen die Gäste in der Festhalle schunkelten, sangen und tanzten, ehe Präsident Simon Hendricks mit einem Dank an das wunderbare Publikum die tolle Sitzung beendete.

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