Eschweiler - Musikschule Eschweiler brennt ein „Feuerwerk“ ab

Musikschule Eschweiler brennt ein „Feuerwerk“ ab

Von: ran
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Auf den Spuren der Beatles: Gitarristin Paula Katz interpretierte „Blackbird“. Foto: Andreas Röchter
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Beeindruckte mit der Wiedergabe der Stücke „Sicilienne“ und „Rigaudon“ von Georg Kreisler: Laura Thülen an der Geige. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. „Feuerwerk“ lautete das Versprechen, das Christian Guth den gespannt wartenden Gästen am frühen Samstagabend im vollbesetzten Kulturzentrum Talbahnhof gab. Rund zwei Stunden später waren sich wohl alle Zuhörer einig: Der musikalische Leiter der Musikschule Eschweiler hatte die Messlatte hoch, aber keinesfalls zu hoch gelegt.

Denn das „Best of“-Konzert der indestädtischen Institution bot ein Programm, dessen Bandbreite, Vielseitigkeit und Qualität keine Wünsche offen ließ. So interpretierten die Musikschüler der unterschiedlichsten Altersgruppen einerseits Werke von Mozart, Schumann, Grieg und Puccini, andererseits der Beatles, von Dolly Parton sowie Simon & Garfunkel, boten Soli, Duette und Terzette, ließen Eigenkompositionen hören, zeigten ihr Können unter anderem am Klavier und der Geige, aber auch an der Marimba, der Querflöte, dem Schlagzeug sowie dem Saxofon und überzeugten darüber hinaus mit feinsinnigem Chorgesang.

Gleich zum Auftakt des Konzerts begeisterte mit Mia Weyand die jüngste Instrumentalistin des Abends an der Geige, unterstützt von ihrer Lehrerin Myriam Audin, mit den Kinderlied-Klassikern „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“, „Vogelhochzeit“ sowie „Ein Männlein steht im Walde“ und machte damit das wahr, was Christian Guth unmittelbar vor den ersten Takten des Konzerts beschworen hatte.

„Musik ist das Fenster zur Seele. Öffnen sie diese heute Abend und lassen sie zu, dass ihr Innerstes von der Musik berührt wird“, so dessen Appell. Einen direkten Weg in die Herzen der Zuhörer fand nicht zuletzt Paula Terhaag am Klavier, die mit ihrem von ihr selbst komponierten und interpretierten Song „Humanity“ einen emotionalen Aufruf an die Menschlichkeit startete.

Den „Klassikgiganten“ Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann und Giacomo Puccini widmeten sich Joshua Behrens („Rondo Alla Turca“) und Annika Jelic („Wilder Reiter Op-68-8“) am Klavier, sowie Kristin Dietz-Laursonn, die mit Ergriffenheit die Arie „Un bel die, vedremo“ aus der Oper „Madame Butterfly“ anstimmte. Klassiker der modernen Musik präsentierten sowohl Gitarristin Paula Katz, die mit „Blackbird“ auf den Spuren der Beatles wandelte, als auch das Duo Andrea Pastor und Michaela Schmitz, das, begleitet von Gitarrenlehrer Johan Smeets, Dolly Partons Hit „Jolene“ und den Simon-&-Garfunkel-Evergreen „Scarborough Fair“ zum Besten gab.

Für mitteleuropäische Ohren durchaus unorthodoxe Klänge produzierten Niklas Schuster und Moritz Miseré am Schlaginstrument Marimba. Den famosen Schlusspunkt setzte ein Ensemble der Saxofonklasse von Dozent Johannes Flamm mit Sängerin Anna Schulte, das unter anderem eine Variation des Gospelsongs „Oh Happy Day“ von Edwin Hawkins hören ließ. „Wir haben über einen langen Zeitraum an zahlreichen Stellschrauben gedreht, um dieses Konzert Realität werden zu lassen“, hatte Christian Guth zu Beginn des Abends betont.

Der lautstarke und dankbare Applaus des Publikums belohnte die Musiker verdientermaßen und zeigte allen Verantwortlichen, dass der Schritt, sich mit einem „Best of“-Konzert der Öffentlichkeit zu präsentieren, vollkommen richtig war. „Mein Dank gilt vor allem Gregor Josephs und Johannes Flamm, die für die Zusammensetzung des Programms verantwortlich zeichneten“, lobte der musikalische Leiter. Bleibt zu hoffen, dass die Wartezeit bis zum nächsten Konzert der Städtischen Musikschule Eschweiler überschaubar bleibt.

Rund 400 Schüler werden derzeit von 24 Lehrern an der Musikschule der Stadt Eschweiler, die 1969 ins Leben gerufen wurde, unterrichtet. Seitdem ist sie fester Bestandteil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der Indestadt, deren Verantwortliche das Ziel verfolgen, Menschen aller Altersstufen an die Musik heranzuführen und zum Musizieren zu bewegen. Unterrichtsorte sind die katholischen Grundschulen Dürwiß, Bergrath und Don Bosco, die Gesamtschule Waldschule, das Städtische Gymnasium, die Realschule Patternhof sowie das Schulzentrum Stadtmitte. Der Unterricht wird an allen „klassischen“ Instrumenten, aber auch an Popularinstrumenten angeboten.

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