Musiker-Trio des „Städti“ fiebert dem Benefizkonzert entgegen

Von: Sonja Essers
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Sie setzt darauf, am Sonntag im Ratssaal Höchstleistungen bieten zu können: Kayleigh Ahlbach.
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Lampenfieber gehört dazu. Am Sonntag lässt sich Trompeter Jonas Nobis von Musiklehrer Peter Schulz am Flügel begleiten. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Dass ihnen Musik im Blut liegt, bewiesen Kayleigh Ahlbach, Jonas Nobis und Severin Graff schon oft. Die Schüler des Städtischen Gymnasiums Eschweiler leben ihre Leidenschaft für Musik in verschiedenen Gruppen und Vereinen wie dem Schulorchester, der Städtischen Musikgesellschaft Eschweiler oder dem Jugendsinfonieorchester Aachen mehrmals in der Woche aus.

Gemeinsam mit ihrem Musiklehrer Peter Schulz bereiten sie sich seit einigen Wochen auf ein ganz besonderes Konzert vor. Am Sonntag treten sie beim Frühjahrs-Benefizkonzert des Lions-Clubs Eschweiler Ascvilare im Ratssaal auf. Wie sie sich auf diesen Tag vorbereitet haben und warum sich Musik und Schule manchmal nur schwer miteinander vereinbaren lassen, erklärten sie ganz genau.

Es ist Dienstagnachmittag. Nach einem langen Schultag treffen sich Kayleigh Ahlbach und Jonas Nobis zur Generalprobe mit ihrem Musiklehrer Peter Schulz. Aufgrund der chaotischen Wetterlage, kann Severin Graff an diesem Tag nicht an der Probe teilnehmen. Zwar liegen anstrengende Stunden hinter den beiden Schülern, jedoch freuen sie sich umso mehr darauf endlich ihrer Leidenschaft, der Musik, nachgehen zu können.

Bevor Jonas Nobis als Erster mit der Probe startet, stimmt der 16-Jährige erst einmal sein Instrument, die Trompete. Seit über sieben Jahren nimmt der Schüler Unterricht und wird am Sonntag, gemeinsam mit Peter Schulz am Klavier, das anspruchsvolle Stück „Trumpet Blues and Cantabile“ von Harry James und Jack Matthias vortragen.

Trotz ausreichender Bühnenerfahrung ist Nobis sehr nervös. „Ich hoffe, dass am Sonntag nichts in die Hose geht“, erklärt er und fügt hinzu: „Da ich nur von Herrn Schulz am Klavier begleitet werde, hört das Publikum jeden falschen Ton.“

Auch nachdem Lehrer und Schüler die verschiedenen Teile des Stücks intensiv besprochen und geprobt haben, stellt sich noch keine Gelassenheit bei dem 16-Jährigen ein. „Ich habe große Erwartungen an mich selbst und für mich ist es besonders schwierig den Bezug zur Klavierbegleitung nicht zu verlieren“, gibt Nobis zu.

Auch Kayleigh Ahlbach kennt das Lampenfieber vor den Auftritten nur zu gut: „Oft ist es allerdings so, dass mich gerade meine Nervosität zu Höchstleistungen antreibt“, erzählt die 16-Jährige. Ahlbach, die bereits seit elf Jahren Geige spielt, trägt am Sonntag das Stück „Humoresque“ von Antonín Dvorák vor. Auch sie wird von Schulz am Klavier begleitet.

„Mir macht es sehr viel Spaß, dieses Stück zu spielen, auch wenn die Umsetzung nicht ganz so einfach ist“, erklärt die Schülerin. Vor allem die Proben mit ihrem Musiklehrer haben den Jugendlichen sehr geholfen. „Wir sind besonders darauf eingegangen, wie wir die jeweiligen Stücke interpretieren können“, erzählen die Schüler, die in den vergangenen vier Wochen nach dem Unterricht wie auch Zuhause viele Stunden an ihrer Darbietung gefeilt haben.

Dass so viel Engagement bei einem vollen Stundenplan nicht immer einfach ist, weiß auch Peter Schulz: „Leider bleibt nur wenig Zeit für die musikalische Förderung der Schüler. Aber die drei Solisten sind sehr zuverlässig und vor allem talentiert.“ Doch nicht nur aus diesem Grund habe er gerade Kayleigh, Jonas und Severin, der auf dem Fagott das Stück „Paraphrase à Schéhérazade“ von Nikolai Rimsky-Korsakov vorträgt, für das anstehende Konzert ausgewählt. „Unser Schulorchester besteht momentan aus 13 Schülern. Zunächst habe ich bei der Auswahl darauf geachtet, dass sich diejenigen präsentieren können, die schon lange nicht mehr als Solisten tätig waren“, so Schulz. Außerdem habe auch der Zeitfaktor eine wichtige Rolle gespielt. „Wir mussten erst einmal klären, ob die Schüler überhaupt dazu bereit sind am Konzert teilzunehmen“, erzählt der Musiklehrer.

Kayleigh und Jonas hatten mit ihrer Zusage jedoch nicht lange gezögert. „Wir freuen uns sehr, dass wir dabei sein dürfen.“, berichten die Schüler, die sich nach ihrem Auftritt auch das Konzert von Ludwig Nuss und seinen Söhnen Benyamin und Jonathan anschauen wollen. „Vielleicht besteht sogar die Möglichkeit, nach dem Konzert mit ihnen zu sprechen“, hofft Nobis. Schließlich könne man von den Profis noch viel lernen.

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