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Musiker blasen für den guten Zweck

Von: Andreas Röchter
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Publikumsmagnet: Beim Tag der Eschweiler Fanfarentrompeter wird sich die Musikstadt wieder von der besten Seite steigen. Foto: Volker Rüttgers/Andreas Röchter (2)
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Ergänzten das Programm der Auftaktveranstaltung zum 7. Tag der Fanfarentrompeter qualitativ hochwertig: die Musiker der Band „Echo of Nawlins“.
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Fiebern dem Tag der Fanfarentrompeter entgegen: Elmar Wagenbach, Rudi Bertram, Klaus Wohnaut, Dr. Peter Staib, Dietmar Krauthausen (Trompetensound Die Weisweiler), Jürgen Werner (Förderverein), Michael Streibel (Trompetensound Die Weisweiler) sowie Lothar Müller (v. l.).

Eschweiler. Rund acht Stunden Musik vom Feinsten, ein bei (hoffentlich) strahlendem Sonnenschein (sehr wahrscheinlich) bestens gefüllter Marktplatz und tatkräftige Unterstützung für eine sehr gute und (leider) notwendige Sache: Der 7. Tag der Fanfarentrompeter Eschweiler, der am Samstag, 13. Juli, unter der musikalischen Gesamtleitung von Dieter Kaltenbach stattfinden wird, wirft seine Schatten voraus.

Mit den Kaafsäck aus Dürwiß, den Nothberger Fanfarentrompetern, den Original Eschweilern, den Regimentstrompetern Bergrath, dem Trompetensound Die Weisweiler sowie dem Trompeterkorps Eefelkank Hastenrath wirken an diesem außergewöhnlichen Tag, der nur alle vier Jahre zu erleben ist, sechs indestädtische Musikkorps mit. Von 14 bis 16 Uhr geben zunächst die Jugendtrompeterkorps Kostproben ihres Könnens, bevor ab 18 Uhr die „Großen“ internationale Musik im Bigbandsound bieten werden. Gegen 23.30 Uhr wird Dieter Kaltenbach dann zum traditionellen gemeinsamen Schlussakkord bitten.

Neben der Musik steht auch einmal mehr die Unterstützung des Fördervereins Regionaler Onkologischer Schwerpunkt Eschweiler am St.-Antonius-Hospital im Mittelpunkt des „Tags der Fanfarentrompeter“. 50.000 Lose zum Preis von je 50 Cent warten auf Abnehmer. Der Erlös kommt zu 100 Prozent den Patienten der Onkologie zugute. Jetzt hatten die Verantwortlichen der Sparkasse, die den Tag der Fanfarentrompeter unterstützen, zur Auftaktveranstaltung in die Geschäftsstelle Marienstraße geladen.

Feuer ist entzündet

„Heute entzünden wir das Feuer, in zweieinhalb Monaten ist dann der Tag der Tage“, unternahm Klaus Wohnaut, Gebietsdirektor der Sparkasse, zur Begrüßung der Gäste einen Ausflug in olympische Gefilde. „Mit der siebten Austragung ist der Tag der Fanfarentrompeter mittlerweile mehr als Tradition, er ist inzwischen nicht mehr wegzudenken“, so der Gastgeber. Mit ihren exzellenten Musikern seien die Fanfarenkorps ein Aushängeschild der Stadt Eschweiler. „Und darüber hinaus wird an diesem Tag an Menschen gedacht, die der Hilfe bedürfen“, erinnerte Klaus Wohnaut an den guten Zweck, der im Vordergrund stehe.

In die gleiche Kerbe schlug Bürgermeister Rudi Bertram: „Es gilt, Danke zu sagen. Den Musikern, der Sparkasse, den Verantwortlichen des Hospitals, die den Eschweilern erneut einen schönen Tag bescheren.“ Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung habe er gerne übernommen, um auf die positiven Aspekte der Veranstaltung hinweisen zu können. „Ich freue mich auf diesen Tag. Wobei es nicht alleine darauf ankommt, wer wieviele Lose kauft. Entscheidend ist auch, die Menschen im Hinblick auf das Thema Krebsbekämpfung zu sensibilisieren“, schloss der Verwaltungschef.

Anschließend gab Elmar Wagenbach als Vorsitzender des Fördervereins und Geschäftsführender Vorstand des St.-Antonius-Hospitals einen kurzen Einblick in die Arbeit des Vereins: „Seit seiner Gründung vor 25 Jahren hat der Förderverein Onkologischer Schwerpunkt Eschweiler rund 1,5 Millionen Euro gesammelt, die vollständig zum Wohl der Patienten eingesetzt wurden und werden. So konnten unter anderem ein Patientenpavillion errichtet sowie die Telemikroskopie eingeführt werden“, betonte Elmar Wagenbach. Letzteres ermögliche dem St.-Antonius-Hospital die Teilnahme an internationalen Kongressen. Generell gelte es, durch die Anschaffung von beispielsweise Ultraschallgeräten und die Verbesserung der Personalstrukturen, die Behandlung sowie den Komfort für die Patienten zu verbessern.

„Dies machen nicht zuletzt die Fanfarenkorps möglich, die seit 25 Jahren eine Veranstaltung auf die Beine stellen, die ihresgleichen sucht“, lobte Elmar Wagenbach die Musiker, ohne die Verantwortlichen der Sparkasse zu vergessen. „Es ist keine Frage, ob der Tag der Fanfarentrompeter seine Fortsetzung findet. Es ist eine Selbstverständlichkeit.“

Und dies sei durchaus typisch für Eschweiler. „Diese Stadt hat Strukturen, durch die Menschen an ihre Mitmenschen denken, wenn diese Hilfe benötigen.“ Dies unterstrich auch Dr. Peter Staib, Chefarzt der Onkologie. „Was ich in den sechs Jahren, in denen ich nun in Eschweiler tätig bin, in dieser Stadt an Hilfsbereitschaft erlebt habe, ist einmalig. Die Bevölkerung unterstützt uns kontinuierlich. Sagenhaft!“

Anschließend wagte er einen kurzen Ausblick: „Im achten Obergeschoss des Hospitals wird eine neue onkologische Ambulanz eingerichtet. Da dafür keine Landesfördermittel zur Verfügung stehen, ist dies ein großes Vorhaben“, erklärte der Mediziner. Die Ist-Situation im Untergeschoss mit 14 Behandlungsplätzen sei durch eine „drangvolle Enge“ gekennzeichnet. Im Obergeschoss seien dagegen 23 Behandlungsplätze mit komfortablen Liegen sowie drei Bettplätze vorgesehen.

Ebenso entstehen vier Untersuchungszimmer, in denen auch Knochenmarkpunktierungen erfolgen können. „Ebenso werden die An- und Abmeldezonen den Patienten die eigentlich erforderliche Privatsphäre bieten, die momentan nicht immer gewährleistet ist“, so Dr. Peter Staib, dessen Traum es ist, den Patienten Ende 2014, zum 30-jährigen Bestehen der Onkologie, die fertige Ambulanz präsentieren zu können.

Jazz zum Auftakt

Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung, die musikalisch von der Band „Echo of Nawlins“ gestaltet wurde, fasste Lothar Müller, Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle Marienstraße, zusammen: „Uns erwartet dank der Stadt, die die Veranstaltung möglich macht, dem Hospital und den zahlreichen Ehrenamtlern des Fördervereins, die unermüdlich für den Tag der Fanfarentrompeter werben, sowie der Qualität der Korps, um die uns andere Städte beneiden, ein unvergesslicher Tag.

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