Musikalisches und Literarisches: Indesingers ohne Clownskostüm

Von: se
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Karneval gegen Weihnachten getauscht: Die Mundartgruppe „Indesingers“ erfüllten sich mit ihrem Konzert selbst einen Wunsch. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Kurz vor Weihnachten gaben die „Indesingers“ im Bistro de Ville ein Weihnachtskonzert der besonderen Art. Passend zur besinnlichen Atmosphäre hatten sich auch die sieben Musiker festlich gekleidet und ihr Clown-Kostüm, welches sie in der Karnevalssession unverwechselbar macht, gegen Frack und Fliege getauscht.

 „Mit diesem Konzert haben wir uns selbst einen Wunsch erfüllt“ begrüßte Frontmann Christian Leuchter die vielen Gäste und fügte hinzu: „Wir wollen euch an diesem Abend auf Weihnachten einstimmen und hoffen, dass uns dieses Vorhaben gelingt.“

Bereits beim ersten Lied hatten die Musiker das Publikum auf ihrer Seite und gemeinsam sang man den bekannten Titel „Gloria in Excelsis Deo“. Dass die Formation weit über Eschweilers Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt ist, zeigte sich bei der Eigenkomposition „Nit mäh zur Weihnachtszick“, dem ein besonderes Erlebnis zugrunde liegt: Mit diesem Titel bewarben sich die Vollblutmusiker bei der Weihnachtsversion der Veranstaltungsreihe „Loss mer singe“ in Köln und belegten den ersten Platz vor den Bläck Fööss.

Neue und bekannte Hits

An diesem Abend zeigte die Gruppe jedoch nicht nur ihr musikalisches Können, sondern bot ihren Gästen auch verschiedene literarische Leckerbissen. Besondere Geschichten und Gedichte rund um das Thema Weihnachten wurden von den einzelnen Mitgliedern der Mundartgruppe in Eischwiele Platt vorgetragen und brachten die Gäste zum Lachen, Träumen und regten zum Nachdenken an.

Die Vorträge von Matthias Junk, Heribert Dahlen, Günter Lenzen, Jürgen Göbbels und Guido Kuth verliehen dem Abend eine besondere Note und fungierten zudem als wunderbare Übergänge zwischen den verschiedenen Titeln der Gruppe.

Auch die Anekdötchen von Sänger und Texter Christian Leuchter, der erklärte auf welche Art und Weise die verschiedenen Lieder entstanden waren, kamen bei den Gästen gut an und zeigten, dass die Formation nicht nur musikalisches Talent besitzt, sondern auch die Gabe hat, alltägliche Situationen in wunderschöne Liedtexte zu verwandeln. Jung und Alt waren von den gefühlvoll interpretierten Stücken wie „Et Chreskeng“ oder „Weihnachtsdräume“ begeistert und unterstützten die Musiker, indem sie textsicher mitsangen.

Ein besonderes Highlight an diesem Abend war die Vorstellung des neuen Titels „ Dann weed et still“. „Wenn man Kind ist, dann freut man sich besonders auf Weihnachten“ erklärte Leuchter „doch wenn man selbst Kinder hat, wird das Fest noch schöner.“ Dieser Auffassung stimmte das Publikum zu und belohnte die Musiker für ihr neues Stück mit viel Applaus.

Auch das Lieblingslied von Schlagzeuger Dominik Thomé „Net einmal beduurt“, welches von Frontmann Christian Leuchter als „anspruchsvolleres Weihnachtslied“ bezeichnet wurde, unterstrich die musikalische Vielfältigkeit der sieben Musiker.

Lied in fünf Sprachen

Zwar tragen die Indesingers ihre Lieder vorwiegend in Mundart vor, jedoch zeigte die Formation an diesem Abend, dass sie durchaus viele weitere Sprachen beherrscht. Den Refrain ihres Stücks „Weihnachtsleed“ sangen Guido Kuth und Christian Leuchter auf französisch, niederländisch, englisch, spanisch und hochdeutsch und rundeten auf diese Art den gelungenen Abend ab.

Bei der anschließenden Zugabe „Frohe Weihnacht“ stimmte das begeisterte Publikum ein weiteres mal mit ein. Am 23. Dezember gibt die Formation ihr traditionelles Weihnachtskonzert „Wir warten aufs Christkind“ im „Mexi & Co Partyeck“.

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