Musikalische Deutschland-Premiere am Karfreitag

Von: jope
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Freut sich auf die deutsche Erstaufführung: József Ács. Foto: Irmgard Röhseler

Eschweiler. Das große musikalische Ereignis, über das wir vor einigen Wochen erstmals berichtet haben, rückt näher: die deutsche Erstaufführung des Requiems, der Totenmesse, von Ruggero Leoncavallo. Der Abend des kommenden Karfreitags, 29. März, 20 Uhr, ist bei diesem ernsten Thema der richtige Aufführungstag.

Gleiches gilt für den Aufführungsort, die Eschweiler Hauptpfarrkirche St. Peter und Paul am Markt. Hat doch der dortige Kantor József Ács das äußerst wertvolle Werk entdeckt und vervollständigt. Zudem werden es „seine“ Sängerinnen und Sänger vom Kirchenchor St. Peter und Paul aufführen.

Mit dabei sind ebenfalls namhafte Gesangssolisten und Orchesterspieler: Violetta Palatinus (Sopran), Béla Mavrák (Tenor), Frans Kokkelmans (Bariton), Streicher des Theaters Aachen, Maurizio D‘Allessandro (Solo-Klarinette) und Jószef Ács (Orgel). Dirigent ist Antal Mátyás, der Leiter des Philharmonischen Chores Budapest.

Unvergessliches Erlebnis

Nach der Welturaufführung des Werkes im Juni 2009 in Brissago im Tessin, der Wahlheimat des Komponisten Ruggero Leoncavallo (1857-1919), sowie einer zweiten und auf CD festgehaltenen Aufführung in Budapest haben die Veranstalter jetzt Eschweiler als Ort der Deutschland-Premiere gewählt.

Laut József Ács und mehrerer italienischer Musik-Kritiker ist Leoncavallos Totenmesse das bedeutendste italienische Werk der kirchlichen Musik nach dem Requiem von Giuseppe Verdi: Vielfach strömende Melodien und die erschütternde Kraft der Musik an anderen Stellen wie dem „Dies irae“ des Jüngsten Tages gewähren den Zuhörern ein unvergessliches Erlebnis. Dieses Konzert innerhalb der seit über zwei Jahrzehnten stattfindenden Reihe „Karfreitagsmusik an St. Peter und Paul“ dürfte also ein ganz besonderes Ereignis sein.

Da die Mitwirkenden erst in dieser Woche alle zusammen in Eschweiler sind und Einstudierer József Ács wegen seiner Mitwirkung an der Orgel den Dirigentenstab jetzt an Mátyás Antal abgibt, sind derzeit noch einige Proben in St. Peter und Paul angesagt. So auch noch am Aufführungstag selbst. Wegen der Generalprobe bleibt die Kirche nach der Karfreitagsliturgie zunächst geschlossen.

Um 19.15 Uhr öffnen sich dann aber schon die Türen für die Konzertbesucher, damit es nicht erst kurz vor Beginn zum Andrang auf die Plätze kommt. Neben den Musikliebhabern aus der Indestadt werden nämlich wohl auch viele Zuhörer von auswärts kommen. Der Eintritt ist wie immer bei den Karfreitagsmusiken frei(willig). Pfarrer Dr. Andreas Frick wird zu Beginn des Konzertes zu den Besuchern sprechen und in die Stimmung des Tages und Werkes einführen.

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