Musik und Lehrer-Chi-Gong: Schüler feiern den Sommer

Von: kaba
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Einfach, schnell und lecker: Auf dem Sommerfast gab es auch Hotdogs für den kleinen Hunger. Foto: Katja Bach
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Was machen Lehrer, um wieder zu Kräften zu kommen? Richtig – Lehrer-Chi-Gong! Foto: Katja Bach

Eschweiler. Es ist ein Fest voller Fröhlichkeit, Spaß und Entdeckerlust gewesen. Bereits beim Betreten der Städtischen Realschule empfingen einen am vergangenen Samstag unzählige gut gelaunte Schüler, die stolz präsentierten, was sie für ihr alljährliches Sommerfest vorbereitet hatten.

„Kulturelle Vielfalt – wir feiern ein Fest“, so hieß das Motto für diesen Tag und diesem Motto getreu gestalteten die Schüler gemeinsam mit der Schulleitung eine außergewöhnliche Begrüßung. Zunächst hieß Schulleiterin Michaela Silbernagel die Gäste willkommen. Dabei erklärte sie, dass derzeit Kinder aus 30 verschiedenen Nationalitäten die Realschule besuchen. Um diese multikulturelle Vielfalt zu verdeutlichen, trat ein Kind jeder Nationalität auf die Bühne und sagte in seiner Muttersprache: „Herzlich willkommen! Wir freuen uns, dass ihr alle mit uns feiert.“

Nach dieser kreativen Begrüßung machten sich die Besucher auf den Weg in die verschiedenen Klassen. „Dort erwarten Sie internationale kulinarische Besonderheiten und die Schüler präsentieren die verschiedensten Dinge“, versprach Direktorin Michaela Silbernagel, die sichtlich Freude am regen Treiben auf dem Sommerfest hatte.

Sie selber hatte gemeinsam mit einigen Kollegen auch etwas vorbereitet. Zweimal an diesem Tag gaben sie 17 Übungen aus ihrem Lehrer-Chi-Gong zum Besten. „Chi-Gong heißt Arbeit an der Lebensenergie“, erklärte Silbernagel. „Die können wir in unserem Alltag gut gebrauchen.“ Deshalb üben die Lehrer diese Entspannungstechnik seit einiger Zeit gemeinsam in der Schule aus, um neue Kraft zu schöpfen.

Musikalische Schüler

Nach der Vorführung gab es grünen Tee und Glückskekse, ganz asiatisch eben. Aus der Aula drangen derweil afrikanisch anmutende Klänge, denn auch die Trommelgruppe der Schule legte sich mächtig ins Zeug. Mit tollen Rhythmen begeisterten sie das Publikum. Aber nicht nur diese Schüler haben ein Gespür für Musik, auch der Instrumentalkreis, der Schulchor und die Schulband zeigten ihr Können auf der Aulabühne.

Etwas Abwechslung brachten die Darbietungen der Theatergruppe, die ebenfalls großen Applaus bekam. Etwas ruhiger ging es in den umliegenden Klassen vor. Hier wurden Buttons hergestellt, gebastelt, verschiedene Spiele angeboten und vor allem kulinarische Leckerbissen verkauft.

Die Klasse 6a bereitete den ganzen Tag frische herzhafte Speisen aus aller Welt in der Mensa zu und Nachtisch konnte man sich in der 5a gönnen. So zum Beispiel auch Schweizer Käse, Kurdische Kekse und Deutsche Waffeln. Die Kinder hatten beim Verkaufen jede Menge Spaß, auch schon bei der Vorbereitung. „Ich habe zu Hause Muffins gebacken!“, erklärte Kanokchai stolz.

In der 10. Klasse ging es nicht so gemütlich zu, denn sie veranstalteten wieder ihr Gruselkabinett – ein absolutes Highlight für viele Schüler! Hinter der harmlos erscheinenden Tür waren immer wieder Schreie zu hören, bis schließlich lachende Jugendliche mit weit aufgerissenen Augen herausstolperten. Auch Klassenlehrerin Brigitte Hody-Meyer hatte sichtlich Spaß. „Auch wenn man sich in diesem Raum anschließend nicht mehr umsehen darf, wegen des ganzen Chaos“, gab sie zu und lachte.

Sport auf dem Schulhof

Ähnlich viel Spaß konnte man auch auf dem Pausenhof haben. Trotz ein paar Regentropfen standen dort verschiedene Sportgeräte bereit, die die Besucher ausprobieren konnten. So übten sich einige im Pedalo fahren, andere bekamen Hilfe beim Laufen auf Stelzen und wieder andere versuchten ihr Glück auf dem Einrad.

Andere Klassen setzten auf Kreativität: Die 5c verkaufte Geldbörsen, die sie aus alten Tetrapacks gebastelt hatten, die 6d lockte mit Kinderschminken und aufwendigen Hennatatoos und die 6e verkaufte Lommbands, die sie vor Ort anfertigte. „Leider sind die nicht mehr ganz so ‚in‘, wie noch vor ein paar Wochen“, bemerkte Klassenlehrerin Angelika Parey und nimmt sich vor, im nächsten Jahr einen original englischen Teesalon aus ihrer Klasse zu machen.

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler hatten für das Sommerfest viel vorbereitet. Auch der Europaverein GPB hatte in der Vorhalle einen Stand aufgebaut, an dem es Broschüren mit Informationen und Präsentationen über ihre Zusammenarbeit mit der Realschule gab. „Vor 18 Jahren hat unsere Facettenreiche Zusammenarbeit begonnen“, berichtet Peter Schöner. Gemeinsam machen der Verein und die Schüler Ausflüge, Wochenendseminare und vieles mehr. So waren sie bereits in Brüssel, bei der Bundeswehr in Stolberg und Geilenkirchen und bei der Ausstellung „SOS Planet“ in Lüttich. „Die Schüler freuen sich, dass sie Unterricht auch mal außerhalb der Klasse erleben dürfen“, weiß Yener Kisin, der zurzeit Klassenlehrer der 10a ist und bisher nur gute Erfahrungen mit den gemeinsamen Projekten gemacht hat.

Das Sommerfest der Realschule bot für jeden etwas und verkörperte sein Motto „Kulturelle Vielfalt – wir feiern ein Fest“ so gut, dass es vielen Besuchern, Schülern und Lehrern wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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