Musical „Aladdin“ auf Rollschuhen dargestellt

Von: kaba
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„Aladdin“-Musical des ESG Rollschuhclubs: Genie (r.), gespielt von Carolin Hallfeld, im Kampf auf Rollen mit einer Palastwache. Foto: Katja Bach

Eschweiler. „Komm mit mir in ein Land, ein exotischer Fleck, wo Kamele durch die Wüste ziehen“ – und wo Abenteuer garantiert sind. Der ESG Rollsport-Club lud am vergangenen Sonntag mit einem ausverkauften Musical zu Aladdins arabischer Nacht.

Vor einer bezaubernden Kulisse begann die Geschichte des Straßenjungen Aladdin, der sich in die Prinzessin Jasmin verliebt und sich plötzlich zwischen Liebe, bösem Zauber und dunklen Mächten wiederfindet.

Es waren rund 50 Kinder und Jugendliche, die das Kindermusical „Aladdin“ auf die Bühne brachten. Die Turnhalle in der Eichendorffstraße wurde in eine arabischen Welt verwandelt und die Darstellung auf Rollschuhen sorgte für einige atemberaubende Momente. Zur Musik des Disneyfilms präsentierten die jungen Talente Choreographien und präsentierten aufwendige, detailverliebte Kostüme.

Diese kamen unter anderem zum Tragen, als Aladdin zum ersten Mal auf Jasmin traf oder beim gemeinsamen Teppichflug von Aladdin und Jasmin. Geschwindigkeit, Akrobatik und Geschick zeichneten die Darsteller aus

Vom Straßenjungen zum Prinzen

Der kleine Straßenjunge Aladdin, gespielt von Max Konstanty, verdient sich seinen Lebensunterhalt mit Diebstählen und hat deshalb oft Ärger mit den Palastwachen. Eines Morgens trifft er auf ein Mädchen, in das er sich sofort verliebt: Jasmin. Voller Freude dreht er Pirouetten, wagt einige Sprünge und kommt schließlich vor ihr zum Stehen – Max Konstanty erhielt für dieses Solo großen Applaus. Aber auch Jasmin, alias Svenja Völl, ist von Aladdin beeindruckt. Sie genießt die Zeit mit ihm und außerhalb des Palastes, denn als Prinzessin soll sie bald verheiratet werden. Doch ihre Zweisamkeit wird durch die Palastwachen gestört. Aladdin wird verhaftet und Jasmin ist machtlos, denn der Großvisier Jafar hat seine Hände im Spiel.

Jafar (Juliane Adrian) ist die böse Macht im Stück und im gedämpften Licht erscheinen ihre Bewegungen bedrohlich. Jafar will Sultan werden und die gesamte Macht an sich reißen. Der Plan: Aladdin töten und Jasmin heiraten. Doch wer die Geschichte kennt, weiß, dass Aladdin eine goldene Lampe findet und den Plan mit Hilfe eines Genies (Carolin Hallfeld) und seines Affen Abu verhindern wird.

Aladdin wünscht sich von Genie, in einen Prinz verwandelt zu werden, um um Jasmins Hand anhalten zu können. Im Gegenzug verspricht er Genie, ihn mit dem dritten Wunsch die Freiheit zu schenken. Denn ein Genie ist in seiner Lampe gefangen, bis einer seiner Meister ihm die Freiheit wünscht. Aladdin betritt kurze Zeit später als Prinz die Bühne und wird nun von Lena Bialas gespielt. Auch die Jasmin hat eine neue Darstellerin bekommen: Andrea Berg.

Zunächst will diese nichts von Prinz Ali wissen, doch beim gemeinsame Teppichflug – einer wunderbaren Choreographie – kommen sie sich näher. Jasmin erkennt Aladdin als den Jungen vom Markt und ist wütend. Doch statt ihr die Wahrheit zu sagen, verstrickt er sich weiter in Lügen und bekommt deshalb auch Streit mit Genie. Was folgt ist ein dramatischer Höhepunkt, in dem es um Leben und Tod geht und der von den Rollschuhakrobaten groß in Szene gesetzt wird. Passend zur Musik liefen mal Aladdin, Jasmin oder Genie, dann wieder die Palastwachen oder Jafar mit seinem hinterlistigen Papagei.

Happy-End auf Rollen

Schließlich endet es darin, dass Aladdin Jafar überlistet, indem er ihn dazu bringt, sich von Genie zu wünschen, dass er ebenfalls ein allmächtiger Genie wird. Der Wunsch erfüllt sich und Jafar wird in einer schwarzen Lampe als Genie gefangen. Nun löst Aladdin seinen letzten Wunsch ein und schenkt Genie die Freiheit. „Ich werde dich vermissen“, sagt er zum Abschied und Genie antwortet: „Ich dich auch. Für mich wirst du immer ein Prinz sein.“

Doch als Straßenjunge, der er nun wieder war, hatte Aladdin keine Chance mehr, Jasmin zu heiraten, die darüber sehr bestürzt war. Dass sah auch ihr Vater, der Sultan, gespielt von Leonie Heck. Und weil er als Sultan die Macht hatte, änderte er das Gesetz und erlaubte, dass die Prinzessin denjenigen heiraten durfte, den sie als würdig erachtete – ein Happy End auf Rollschuhen.

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