Eschweiler - Motto: „Da sein, wenn die Nacht kommt“

Motto: „Da sein, wenn die Nacht kommt“

Von: fe
Letzte Aktualisierung:
5493910.jpg
Urkunden für die neuen ehrenamtlichen Seelsorger. Von links: Maria Platz, Renate Todzey-Niesen, Roswitha Karduck, Renate Schwartz, Angelika Höflich, Pfarrerin Ulrike Sommer, Pfarrer Christoph Graaff, Karl-Heinz Hennig, Rosemarie Müller und Carmen Becker.

Eschweiler. Die Zahl der ehrenamtlichen Seelsorger am St.-Antonius-Hospital ist auf 20 angewachsen. In einem ökumenischen Gottesdienst am Mittwoch in der Kapelle des Krankenhauses wurden sieben Frauen und ein Mann mit der seelsorglichen Betreuung kranker und sterbender Menschen und deren Angehöriger beauftragt.

„Da sein, wenn die Nacht kommt“ ist das Motto dieser im vorigen Jahr geschaffenen seelsorglichen Betreuung, die Pfarrer Dr. Andreas Frick, Vorsitzender des Krankenhaus-Kuratoriums, als eine Pioniertat wertet. „Sie dürfen jetzt schon sicher sein, in der Geschichte des Eschweiler Krankenhauses zu einer Pioniergeneration zu gehören“, versicherte er den frisch ausgebildeten Seelsorgerinnen.

Entstanden ist die Einrichtung der ehrenamtlichen ökumenischen Seelsorge am Krankenhaus aus der Einsicht der Geistlichen: „Wir werden immer weniger und schaffen es nicht mehr, eine nächtliche Rufbereitschaft für die Kranken aufrecht zu halten“, so Pfarrer Dr. Frick. Aus dieser Not heraus sei etwas Neues entstanden, das „mehr ist als das, was wir vorher hatten“.

Denn die ehrenamtlichen Seelsorger, die jetzt am Eschweiler Krankenhaus wirken, sind nicht nur da, um Sterbende in den Tod zu begleiten, sondern haben auch ein offenes Ohr für Menschen, die ein Gespräch brauchen, ein tröstliches Wort, vielleicht in der Nacht vor einer schweren Operation. „Kranke und auch deren Angehörige sollen in ihrer Not nicht allein gelassen werden“, formuliert Krankenhaus-Pfarrer Christoph Graaff die Aufgabe.

Mit einem Einsatzplan wird sicher gestellt, dass jede Nacht bis morgens um 8 Uhr einer oder eine der ehrenamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen erreichbar ist – die ersten Abendstunden direkt im Krankenhaus, später dann als Rufbereitschaft zu Hause.

Für ihr Wirken ausgebildet wurden die acht Teilnehmer des zweiten Kurses von der bundesweit tätigen Einrichtung „Weiterbildung live“, die auch Supervision und Erfahrungsaustausch in den kommenden Monaten übernimmt. Geleitet wird das Seelsorgeteam am Eschweiler Krankenhaus vom katholischen Krankenhaus-Pfarrer Christoph Graaff. Er und seine evangelische Kollegin, die Pfarrerin Ulrike Sommer, leiteten am Mittwoch gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst und überreichten anschließend dier Beauftragungsurkunden.

Ein dritter Kursus zur Ausbildung von ehrenamtlichen Seelsorgern ist noch nicht terminiert, Interessenten sind dennoch jederzeit willkommen, versicherte Pfarrer Christoph Graaff. Er ist als Ansprechpartner unter Telefon 761180 zu erreichen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert