Mombartz holt sich im Tiebreak den Titel

Von: Andreas Röchter
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Den Ball im Blick: Dr. René Mombartz bezwang in einem hartumkämpften Herren-A-Finale Titelverteidiger Marc Reinartz in drei Sätzen. Foto: Andreas Röchter
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Zeigten zwei Wochen lang hervorragenden Tennissport: die frischgebackenen Titelträger und „Vizes“ der Stadtmeisterschaften.

Eschweiler. Ein entthronter Titelverteidiger der Herren-A-Konkurrenz, der sich dafür in zwei anderen Wettbewerben schadlos hielt. Ein Herren-Doppel, das den vierten Turniersieg in Folge einfuhr. Ein Nachwuchscrack, der sowohl bei den Knaben als auch den Junioren triumphierte. Und ein Brüderpaar, das im Herren-40-Doppelwettbewerb unantastbar blieb.

Der Finaltag der Tennis-Stadtmeisterschaften auf der Anlage der ESG hatte viel zu bieten. Der Höhepunkt: Im hochklassigen Herren-A-Finale setzte sich Dr. René Mombartz (TK Kurhaus Aachen) mit 3:6, 6:4 und 10:2 gegen Marc Reinartz (BG Eschweiler) durch.

Dieser hatte sich zuvor jedoch bereits an der Seite von Marco Esser (6:1 6:4 gegen Bastian Frings/Thomas Wings) den Herrendoppel- sowie mit Dina Jacobs (6:0 6:1 gegen Katharina Lipinska/David Pieters) den Mixed-Titel gesichert. Ebenfalls zweimal trugen sich Dina Jacobs (BG Eschweiler) und Nils Pauly (BW Stolberg) in die Siegerliste ein. Jacobs holte nach ihrem Sieg im Mixed gemeinsam mit Gabi Pfeiffer-Schirra auch die Stadtmeisterschaft im Damen-Doppel mit 6:3 und 6:0 über das Duo Martina Bongartz/Birgit Kempen. Nils Pauly gab bei seinen Endspielsiegen insgesamt nur vier Spiele ab. Sowohl gegen Tim Schöngens (TC Inden) im Knaben-Wettbewerb als auch gegen Jonas Boese (BG Eschweiler) in der Junioren-Konkurrenz lautete das Endresultat 6:1 6:1.

Im Finale des Herren-40-Doppelturniers setzten sich Matthias und Markus Bündgens gegen Markus Müller/Mario Streit (alle BG Eschweiler) mit 6:1 6:4 durch. Den letzten Matchball der insgesamt 16-tägigen Turnierserie verwandelten schließlich Adalbert Kellner und Herbert Kremer (TC Zweifall) im Herren-65-Doppel zum 4:6 7:6 und 10:8-Sieg über Peter Esser/Fritz Stühlen (ESG).

Bereits der erste Ballwechsel des Herren-A-Finales ließ die Zuschauer mit der Zunge schnalzen. Geschätzte 50 Mal flog der Ball zwischen Dr. René Mombartz und Marc Reinartz über das Netz, obwohl keiner der Kontrahenten auf Nummer Sicher spielte. Entschied der Kurhaus-Spieler diesen ersten Ballwechsel für sich, hatte insgesamt Marc Reinartz den besseren Start. Nach der 2:0-Führung musste der Titelverteidiger zwar zwei Verlustspiele zu Null hinnehmen, doch im weiteren Verlauf des ersten Satzes bestimmte er das Geschehen und hatte schließlich mit 6:3 die Nase vorne.

Sechs Breaks in Folge

Im zweiten Durchgang schien dann das Aufschlagsrecht eher ein Nachteil zu sein. Nachdem Dr. René Mombartz zum Auftakt seinen Aufschlag gehalten hatte, folgten sechs Breaks in Folge, ehe Marc Reinartz zum 4:4 ausglich. Beim Stand von 4:5 wehrte der Blau-Gelb-Akteur dann noch einen Satzball ab, bevor ein Doppelfehler den Satzausgleich bedeutete. Im entscheidenden Champions-Tiebreak legte Dr. René Mombartz dann große Sicherheit an den Tag, während die Fehlerquote bei Marc Reinartz zu hoch ausfiel. Zwar verkürzte der Titelverteidiger von 0:2 noch einmal auf 2:3, dann war jedoch der Ofen aus. Dr. René Mombartz machte sieben Punkte in Folge und sicherte sich zum zweiten Mal den Herren-A-Stadtmeistertitel.

Das Herren-Doppelfinale am Samstagvormittag, übrigens eine Wiederholung des Endspiels des Jahres 2012, stand unter der Überschrift „Generationenduell“. Auf der einen Seite das erfahrene Duo Marc Reinartz/Marco Esser, Titelträger der Jahre 2011, 2012 und 2013, auf der anderen Seite Bastian Frings und Thomas Wings, die Herausforderer der ESG. Und einmal mehr setzte sich neben der spielerischen Klasse auch die Erfahrung durch. Beim Stand von 2:1 nahmen Reinartz/Esser ihren Gegnern erstmals den Aufschlag ab, obwohl diese bereits mit 40:15 vorne gelegen hatten. Im Anschluss wehrten die Titelverteidiger drei Breakbälle ab, erhöhten auf 4:1 und fuhren wenig später den ersten Satz mit 6:1 ein. Im zweiten Satz führten Frings/Wings mit 2:0 und 4:2. Doch in der entscheidenden Phase behielten Reinartz/Esser die Nerven, durchbrachen den Aufschlag ihrer Gegner zwei weitere Male und lagen plötzlich mit 5:4 vorne, bevor Marc Reinartz die Partie zu Null ausservierte. Der vierte Doppelstadtmeistertitel in Folge war in trockenen Tüchern.

Auch im Finale des Damen-40-Turniers kam es zum Duell Blau-Gelb Eschweiler (Birgit Kempen) gegen die ESG (Inge Stahlberg). Dabei kämpfte Birgit Kempen vor allem in der Anfangsphase nicht nur gegen ihre Kontrahentin, sondern auch und vor allem gegen sich selbst. Fehler auf Fehler reihte sich aneinander, während Inge Stahlberg taktisch klug den Ball im Spiel hielt und sich in erster Linie darauf beschränkte, eigene Fehler zu vermeiden. Der 6:3-Sieg im ersten Satz war der Lohn. Auch im zweiten Satz hatte Birgit Kempen zunächst Probleme. Zwar lag sie schnell mit 2:0 vorne, doch Inge Stahlberg ließ sich vorerst nicht abhängen und glich aus. Dann aber fand Birgit Kempen langsam aber sicher besser ins Spiel, reduzierte die Fehlerzahl und agierte ruhiger. Mit vier Spielgewinnen in Folge sicherte sie sich Satz Nummer zwei mit 6:2 und bestimmte auch im Champions-Tiebreak das Geschehen. Über die Zwischenstände 3:0 und 5:2 baute sie den Vorsprung vorentscheidend auf 8:3 aus und hatte schließlich mit 10:3 die Nase vorne.

Bevor Sportwart Gerd Lüttgen, Bürgermeister Rudi Bertram und Christian Korn vom Sponsor Sparkasse die Ehrungen der Sieger und Zweitplatzierten vornahmen, ergriff der ESG-Vorsitzende Kajo Schümmer das Wort: „Wir haben in den vergangenen zwei Wochen viele gute und vor allem faire Spiele gesehen. Der Dank gilt nicht zuletzt unserem Sportwart und Turnierorganisator Gerd Lüttgen, der morgens stets der Erste und abends immer der Letzte hier auf der Anlage war“, lobte er. Der Erlös der Stadtmeisterschaften kommt dem Verein „Lichtblicke“ zugute.

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