Möglichst lange teilhaben am aktiven Leben

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Kümmert sich seit sechs Jahren um die vielfältigen Belange von Senioren: Gertrud Frentz.

Eschweiler. Unterstützung bei der Haushaltsführung, bei der Erledigung von Schriftverkehr, Begleitung bei Arztbesuchen, Behördengängen, Gartenarbeit, 24-Stunden Betreuung - die Dienstleistungen der Betreuungsdienste umspannen ein weites Feld von Angeboten.

Dabei werden meist von Fachkräften nicht nur reine Betreuungsaufgaben erledigt, sondern auch therapeutische Maßnahmen wie Gedächtnistraining und Biographiearbeit bei demenziell Erkrankten durchgeführt.

Im Gegensatz zu Pflegediensten steht hier nicht die medizinische Versorgung im Vordergrund, sondern die individuelle und auf die Wünsche der Betreuten abgestimmte Begleitung im Alltag.

Nie zuvor gab es einen höheren Anteil an Senioren in der Gesellschaft. Rund ein Fünftel der Deutschen ist heute über 65 Jahre alt. Während dieser Anteil wächst, sinkt die Anzahl der derjenigen, die sich um die Älteren kümmern können, nicht nur aufgrund der proportionalen Entwicklung, sondern auch durch die geänderten Rollenverteilungen in der Gesellschaft.

Frauen sind heute berufstätig und erwachsene Kinder wohnen wegen besserer Berufschancen oftmals nicht mehr in ihrem Heimatort, sondern weit entfernt von ihren Eltern.

Viele Senioren sind alleinstehend und haben niemanden, der sich in regelmäßigen Abständen um sie kümmern kann. An diesen Stellen setzen die Betreuungsdienste an, die sich nicht wie Pflegedienste auf die medizinische Versorgung beschränken, sondern den Fokus auf die persönliche, individuelle Betreuung der älteren Generation richten. Sie bieten eine neue Form der Unterstützung von Senioren im Alltag.

In Eschweiler bieten der Seniorenservice Eschweiler und Peter„s Seniorenservice diese Art der Dienstleistung an, die auch kompensiert, was Angehörige vor Ort manchmal nicht mehr leisten können.

Breite Palette

Nicht nur die Anzahl der Senioren im Allgemeinen nimmt zu, sondern ebenfalls die Anzahl der Senioren, die auch im dritten Lebensabschnitt noch relativ rüstig mit nur geringer Unterstützung zu Hause leben können. Oftmals ist der Einsatz eines Pflegedienstes nicht nötig.

Lediglich die Unterstützung bei der Haushaltsführung, beim Kochen, Einkaufen, der Grundpflege, der Kleiderpflege oder Betreuung nach Krankenhausaufenthalten ist erforderlich, um den Alltag in den eigenen vier Wänden weiterhin meistern zu können.

Erklärtes Ziel der Betreuungsdienste ist die möglichst lange Betreuung in der häuslichen Umgebung. Dazu gehört auch die Begleitung bei Spaziergängen, Arztbesuchen, Behördengängen und sonstigen Terminen. Es ist auch die reine Unterhaltung wie in Form von Gesellschaftsspielen, die angeboten wird.

Beide Anbieter in Eschweiler sind im Umgang mit Demenziellen Erkrankungen geschult und in der Lage, mit den Betreuten Gedächtnistraining und Biografiearbeit durchzuführen. „Wichtig ist uns eine persönliche Betreuung mit hoher Fachkompetenz bei absoluter Diskretion”, so Gertrud Frentz vom Seniorenservice Eschweiler.

Peter Schmechel schätzt, dass bei 75 Prozent der Kunden von Peter„s Seniorenservice eine demenzielle Erkrankung vorliegt. Sein Seniorenservice befasst sich hauptsächlich mit Demenz-Erkrankten und betreut viele Kunden in der dritten, der letzten Phase, der Erkrankung.

Die Leistungen beider Betreuungsdienste können zum Teil über Verhinderungspflege abgerechnet oder mit Pflegegeld finanziert werden, das von der Krankekasse ausgezahlt wird.

Betreuung auf Reisen

Der Seniorenservice Eschweiler war der erste Betreuungsdienst in Eschweiler und feiert dieses Jahr sein sechsjähriges Bestehen. Zu diesem Anlass erweitert er die Palette seiner Leistungen und bietet jetzt zusätzlich Reisebegleitungen für Senioren und Pflegebedürftige bei Urlaubsreisen, Tages- und Wochenausflügen, auch international, an.

Mit dieser Offerte passt sich der Seniorenservice Eschweiler der Nachfrage an und ermöglicht die Begleitung beim Besuch von Verwandten und Urlauben, die alleine oder mit Angehörigen durchgeführt werden. Reisen können auch dem gesundheitlichen Zustand und den Wünschen der Kunden entsprechend organisiert und koordiniert werden.

Gertrud Frentz erläutert, dass auf diese Weise schon das Treffen eines Geschwisterpaares ermöglicht werden konnte, das sich aufgrund körperlicher Einschränkungen zehn Jahre nicht gesehen hatte. Sie weist darauf hin, dass es oft der Mangel an Mobilität ist, durch den sich Senioren isoliert und hilflos fühlen.

Zeit-, Personal-, und Geldmangel sind typische Faktoren in Pflegeeinrichtungen, die eine persönliche Betreuung der Patienten und Senioren teilweise nicht erlauben und zu Konfliktsituationen führen.

Auch Angehörige sind oftmals nicht in der Lage, sich vom Alltagsstress regelmäßig zu befreien, um ihre Verwandten in Seniorenheimen zu besuchen. In manchen Fällen gibt es auch einfach keine Angehörigen.

In dieser Situation arbeiten die Betreuungsdienste - falls vorhandenÊ- mit Familienangehörigen zusammen und finden einen Weg für die alleinstehenden Heimbewohner, zumindest regelmäßig Einkäufe oder Spaziergänge in den Parkanlagen oder in der Stadt mit Rollstühlen und zu Fuß ermöglichen zu können. Der Seniorenservice Eschweiler kooperiert auch mit gesetzlichen Betreuern.
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