Modellflug-Club Eschweiler: Hier darf jeder mal ein wenig abheben

Von: thd
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Stecken viel Arbeit in die Jug
Stecken viel Arbeit in die Jugendabteilung: Die Mitglieder des Modellflug-Clubs Eschweiler empfingen beim Tag der offenen Tür gerne viele neue Gesichter jedes Alters. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. „Ein bisschen ziehen, noch ein bisschen. Etwas nach links und nicht mehr ziehen.” Zu Beginn scheinen die Befehle des Fluglehrers noch etwas unschlüssig. Nach kurzer Zeit und dem ein oder anderem Looping segelt das Flugzeug dann doch wie gewollt.

Zum Glück kann der Lehrer die ganze Zeit über schnell in das Geschehen eingreifen und Bruchlandungen verhindern. Das ist das Gute an dem Schüler-Lehrer-Flug - damit kann jeder in die Luft steigen.

„Ich fange schon bei Kindern von sechs oder sieben Jahren an”, erklärte der Jugendleiter Jürgen Pickert. „Wir stecken viel Arbeit in unsere Jugendabteilung. Eine Zeit lang war nur mein Sohn als Jugendlicher aktiv. Mittlerweile können wir auf viele junge Mitglieder stolz sein.” Und auch beim Tag der Offenen Tür zeigt der Modellflug-Club Eschweiler, dass er viel Arbeit in die Jugendabteilung investiert. Mit unzerstörbaren Flugzeugen konnten Interessierte den ganzen Sonntag in Kinzweiler erste Flugversuche starten und den Club näher kennen lernen.

Der längste Flugplatz

„Wir erhoffen uns natürlich, dass jeder der am Modellflug Spaß hat, den Weg zu uns findet”, sagte der Vorsitzende Frank Portheine. „Mit dem Tag der offenen Tür bieten wir seit zwei Jahren allen Interessenten die Möglichkeit in das Geschehen zu schnuppern.” Und das in jedem Alter!

„Traditionell verbinden die meisten Menschen Modellflugzeuge mit einem Altmänner-Sport”, beschreibt der Vorsitzende das Bild der Öffentlichkeit. „Ich selber bin Vorsitzender mit 30 Jahren geworden, was etwas Besonderes war. Dieses Image versuchen wir zu ändern und möchten, dass auch die jüngeren Generationen sich für uns interessieren.” In Deutschland gibt es über 1300 Modellflugvereine und 80.000 Modellflieger. Davon stammen 110 Mitglieder aus Eschweiler.

Mit dem längsten Flugplatz der Region, mit 250 Meter, bietet der Club ideale Bedingungen. Jetmodelle bis zu 25 Kilogramm können dort geflogen werden. Dazu haben die Modellflieger mit einem Simulator die Möglichkeit, das Fliegen einmal anders zu erleben. Vor allem für Anfänger ist das optimal. „Wir lassen hier niemanden alleine. Zu Beginn stellen wir jedem Einsteiger Flugmodelle zur Verfügung und stehen für Ratschläge zur Seite”, erklärte Frank Portheine. „Im Laufe der Zeit werden die Modelle dann größer und schneller. Wir bieten aber auch jedem an, das eigene Modell mit uns zu bauen. Vor allem für Jugendliche ist das eine schöne Möglichkeit in die Welt des Modellflugs einzutauchen.”

Damit keine Winterpause bei Schnee und Frost eingelegt werden muss, hat sich der Club einen besonderen Clou ausgedacht: Einmal in der Woche findet in der Eichendorffhalle die Flugübung statt, die das Geschickt auf kleinerem Raum fördert. „Damit heben wir uns von vielen anderen Vereinen der Nachbarkreise ab”, erklärte Frank Portheine die Vorzüge des Modellflug-Clubs Eschweiler.
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