Mitten in der Sitzung wird der Präses Opa

Von: Röchterse Andres
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Eleganz und Anmut: Das Männerballett der KG Ulk Oberröthgen widmete sich kunstvoll dem Thema „Liebe“. Bildschere: Röchterse Andres
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Eines der Prunkstücke der KG Ulk Oberröthgen: Tanzmariechen Janine Kronenberg wirbelte während der Kostümsitzung temperamentvoll über die Bühne des Burghofs.

Röetsche. Ein Präsident, der im Laufe des Abends zum zweiten Mal Opa wurde, Spontaneinsätze, um kurzfristige Programmänderungen aufzufangen sowie eine Bühne, die höchsten Belastungen ausgesetzt wurde und standhielt – die Kostümsitzung der KG Ulk Oberröthgen im bestens gefüllten Burghof hielt noch viel mehr, als sie versprach. Nach dem Einmarsch in Rot-Weiß-Blau ging es gleich ohne Umschweife in die Vollen.

Von Präsident Heinz-Michael Raby als „Prunkstück“ der Gesellschaft angesagt, wirbelte Tanzmariechen Janine Kronenberg vehement über die Bühne und riss das Publikum erstmals an diesem Abend von den Sitzen. Etwas gemächlicher, aber äußerst stilvoll, präsentierten kurz darauf die Uniformierten ihren Tanz, bevor der Spielmannszug Bergrath unter der Leitung von Reinhold Lammertz vom „Polter­ovend in d´r Elsassstroß“ bis zum „Laridah“ keine Wünsche offen ließ, um den Jecken im Saal abschließend die Rechnung zu präsentieren: „Dreimol Null es Null bliev Null“. Unter der Überschrift „Ehre, wem Ehre gebührt“ schritt dann der Vorstand des Karnevalskomitees mit Präsident Norbert Weiland an der Spitze zur Tat und zeichnete Karl-Heinz Block, den sichtlich gerührten Kommandanten der KG Ulk Oberröthgen, mit dem „Goldenen Stadtwappen“ aus.

„Der singende Wirt“ Helmut Schröders aus Heinsberg wusste anschließend über einen gemeinsam mit Heinz-Michael Raby und dem „inneren Zirkel“ des Ulk-Vorstands unternommenen Ausflug in ein ganz besonderes Feuerwehrhaus zu berichten, in dem die bestens ausgebildeten und -gerüsteten Feuerwehrdamen in der Lage waren, nicht nur an Stangen herunter- sondern auch hinaufzurutschen.

Kurz darauf stürmten die fünf Jungs von „Puddelrüh“ die Bühne und rockten mit ihren Hits „Leev Caroline“, „Komm mit auf die Piste“, „Kölsch kann ma net nur schwaade“ und „Schatzepaaf“ den Saal. Ebenfalls großartig der ein wenig aufgepeppte Evergreen „Die aal Frau Schmitz“ und das ausdrücklich gewünschte „Wasser van Kölle“. Eine „superjeile Zick“ bescherten acht der insgesamt 14 Komiteemariechen, darunter die „Ulkerin“ Stefanie Paul, dem Publikum mit einem fulminanten Tanz.

Festigkeitsprobe

Es folgte die erste Standfestigkeitsprobe für die Burghofbühne, denn die KG Rote-Funken-Artillerie Eschweiler rückte mit der einen oder anderen „Hundertschaft“ an. Präsident Hubert Deutz und Kommandant Peter Pfeiffer präsentierten in atemberaubendem Tempo Tanzmariechen Julia Krieger, das Tanzpaar Shalina Müller/Tim Kothes, die Funkenwache mit Marketenderin Karina Bauer, die Funkentöchter, die Kavallerie, die Showtanzgruppe „Red Fire“ sowie Regimentsspielmannszug und Wachkapelle.

Und weiter ging es Schlag auf Schlag: Denn mit Prinz Wolfgang II. eroberte nun der frischgebackene Narrenherrscher der Inde­stadt samt Gefolge den Saal, um gemeinsam mit Zeremonienmeister Frank seinen Prinzensong „Uns jecke Stadt“ zum Besten zu geben. Wahre Kunst offerierten den staunenden Jecken dann aber gleich mehrere Götterboten im Kostüm des „Amor“. Das Männerballett der KG Ulk zeigte sich einmal mehr in Höchstform und zelebrierte einen brillianten „Liebestanz“.

Nach diesem Augenschmaus wollte die Große Garde der Ulker natürlich nicht nachstehen und setzte in puncto Temperament und Charme noch mal einen drauf. „Et Willche“ Willi Vinken aus Kerkrade sprach seinen Zuhörern mit der Feststellung „Besser ein Holländer auf der Bühne als auf der Autobahn“ aus dem Herzen, wunderte sich aber, warum ihm seine Kuckucksuhr beim „nach Hause kommen zu etwas späterer Stunde“ gleich vier Mal mitteilt, dass es ein Uhr ist.

Besuch aus Kölle

Inzwischen zweifacher Großvater, zeigte sich Heinz-Michael Raby dann stolz, das Traditionskorps „Jan von Werth“ aus Köln begrüßen zu dürfen. Und die Domstädter ließen sich nicht zweimal bitten, zeigten ihren „Schweren Reiter-“ sowie den „Korpstanz“, brachten dem faszinierten Publikum die Legende von Jan und Grit näher und präsentierten ihr Tanzpaar Kathrin Arnold/Christian Bergsch, das sich nach Ovationen bereit erklärte, seinen Tanz gleich zweimal zu zeigen.

Die Ulker Showtanzgruppe „Shining Dance Stars“ entführte dann während ihrer fantastischen Darbietung in den Dschungel, bevor das Jugendtanzpaar Julia Faust/Dennis Zylus fulminant eine kurze Programmlücke stopfte und Diana Raby als Trude Herr Schokolade verschmähte.

Auch der „gute Zweck“ kam während der Kostümsitzung nicht zu kurz. Eine Saalsammlung zu Gunsten des Vereins „Lichtblicke“, der krebskranken Kindern den oft grauen Krankenhausalltag verschönert, brachte ein Ergebnis von 520 Euro, das von den Ulkern auf 600 Euro aufgerundet wird.

Zu früher Morgenstunde ließ dann die Dürwisser Kapelle „Brass & Spass 86“ unter der Leitung von Wilfried Berndt den Burghof noch einmal mit Hits wie „Dicke Mädchen haben schöne Namen“, „Jetzt geht´s los“ und „Mer bruche keiner“ in seinen Grundmauern erbeben.

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