„Miteinander-Förderpreis 2015“: Stolberger Grundschule ausgezeichnet

Von: Pia Sonntag
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Vorbildlich gegen Rassismus: Städteregionsrat Helmut Etschenberg (3.v.l., hinten) hat den Flüchtlingsrat Roetgen, den Arbeitskreis Langschoß und die Grundschule Hermannstraße aus Stolberg mit dem „Miteinander-Förderpreis“ 2015 ausgezeichnet. Foto: Thomas Förster

Roetgen/Stolberg. „Miteinander in der Städteregion Aachen – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“: Der gleichnamige Förderpreis der Städteregion wurde jetzt im Pfarrheim St. Hubertus in Roetgen verliehen. Die drei Preisträger kommen in diesem Jahr aus Roetgen, Simmerath und Stolberg.

Ausgezeichnet wurden der Arbeitskreis Langschoß, der Flüchtlingsrat Roetgen und die Stolberger Grundschule Hermannstaße. Der Förderpreis, mit dem herausragende Aktivitäten für das friedliche Miteinander verschiedener Kulturen gewürdigt wird, wird bereits seit dem Jahr 2006 vergeben.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg überreichte den ersten Miteinander-Preis an den Flüchtlingsrat Roetgen, der sich schon seit über 20 Jahren für Flüchtlinge in der Eifelkommune einsetzt. Er lobte, dass neben der praktischen Hilfe für die Menschen, die nach Roetgen kommen, der Flüchtlingsrat auch versuche, Ängste und Vorurteile bei der einheimischen Bevölkerung abzubauen. Dazu organisiere der Flüchtlingsrat regelmäßige Veranstaltungen, beispielsweise Filmabende zum ungezwungenen Kennenlernen.

Etschenberg betonte, er sei dankbar, dass viele Menschen sich engagieren und die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen. Zum Dank und zur Anerkennung für diese Arbeit erhielten die Vertreterinnen des Flüchtlingsrates eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Um ihren gemeinsamen Einsatz gegen Rassismus zu verdeutlichen, präsentierten sie ein Plakat, auf dem in verschiedenen Sprachen das Wort Frieden und der Satz „Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg“ prangte. Die Kinder der Grundschule Hermannstraße untermalten die Auszeichnung musikalisch.

Gerade bei diesen Kindern sei das Thema Vielfalt schon lange angekommen, betonte Timur Bozkir, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums der Städteregion. Die Grundschule Hermannstraße stelle sich diesem Thema mit großer Sorgfalt. Deswegen erhalte die Schule den zweiten Förderpreises „Miteinander 2015“. Sprachenvielfalt, die Vielfalt von Religionen und Kulturen seien in der Schule gewünscht und gehörten zum Unterrichtsgegenstand, so Bozkir.

Die 220 Kinder aus 26 Ländern arbeiten regelmäßig zu interkulturellen Themenschwerpunkten, die das friedliche und respektvolle Miteinander in den Mittelpunkt stellen würden. „In der Hermannschule trifft sich die Welt! Der Migrationshintergrund tritt in der Hermannschule in den Hintergrund. Das Thema Vielfalt wird von der gesamten Schulgemeinschaft kreativ, künstlerisch, literarisch und akrobatisch umgesetzt“, sagte Bozkir. Aus diesem Grund werde diese Schule als ein Vorbild für ein friedliches Zusammenleben geehrt.

Vielfältige Aufgaben

Als dritte Preisträger wurde der Arbeitskreis Langschoß vorgestellt. Ähnlich wie der Flüchtlingsrat Roetgen übernehmen die Ehrenamtlichen in diesem Arbeitskreis vielfältige Aufgaben zur Unterstützung geflüchteter Menschen. Dazu gehören unter anderem der persönliche Kontakt, die Betreuung von Familien, Deutschunterricht, Familienpatenschaft und die Integration in Schule, Ausbildung und den Arbeitsmarkt.

Gemeinsam mit den Bürgermeistern und Vertretern der Kommunen dankte Etschenberg allen Aktiven und ermunterte sie, sich auch weiterhin zu engagieren. Das gemeinsame Singen mit dem „Hermann-Chor“ und eine kleine Feier rundeten den Abend ab.

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