Miteinander feiern in vielen Sprachen

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Hier schauen die Veranstalter mal beim Basteln zu – ein Eindruck vom Spielplatzfest des Arbeitskreises West im Viertel Gutenbergstraße. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. „Auf gute Nachbarschaft!“ Je besser Nachbarn sich kennen und je mehr sie miteinander reden, singen, feiern, desto besser ist die Gemeinschaft. Davon ist der Arbeitskreis West der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul überzeugt.

Gemeinsam mit anderen Initiativen lud er die Anwohner des Viertels Gutenbergstraße und Umgebung zu einem Fest auf dem Spielplatz mitten zwischen den Wohnblocks ein. Das Einladungsplakat war in vier Sprachen gedruckt: deutsch, türkisch, russisch, arabisch.

Wo Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen Tür an Tür wohnen, gibt es schon mal Reibereien. „Deshalb ist es gut, wenn wir Begegnung schaffen“, sagt Mariethres Kaleß von der Steuergruppe des Arbeitskreises. Sie ist sowohl als Angehörige der Pfarre als auch in ihrer Funktion als Vorsitzende des Eschweiler Kinderschutzbundes dort aktiv. „Wenn man für Kinder etwas tut, schwinden die Vorbehalte, und ohnehin ist es immer das Beste, miteinander zu reden.“

Das tun die verschiedenen Gruppen auch beim „Runden Tisch Eschweiler-West“. Dort wirken Pfarre und Caritas mit, die Familienzentren, der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der Bezirksbeamte der Polizei Hans Kottke, der Stadtverordnete Stefan Löhmann, das Jugendamt der Stadt, der Kinderschutzbund und weitere Gruppen – „quasi alle, die mit dem Stadtteil zu tun haben“. Manches hat der Arbeitskreis bereits bewegt. Zum Beispiel wurde in Zusammenarbeit mit einem Vermieter der früher vernachlässigte Spielplatz verbessert, auf dem nun das Fest gefeiert wurde. Neue Geräte wurden aufgestellt. Rainer Krebsbach vom Regionalen Caritasverband: „Die Rutsche dort drüben ist von einem kirchlichen Spielplatz nach hier gekommen.“ Auch wurde in einer gemeinsamen Aktion mit Kindern vor einem Jahr auf mehr Verkehrssicherheit gedrängt.

Was ist gut im Viertel und wo gibt es Bedarf für Veränderungen? Das wurde schon bei einem Familienfest im September 2011 auf dem früheren Sportplatz Indestadion diskutiert. Auch diesmal gab es die Möglichkeit, auf großen Stellwänden Anregungen für die Zukunft des Viertels zu geben, die der Arbeitskreis gemeinsam mit den Bewohnern dann aufgreifen möchte.

Viele Organisationen trugen zum Gelingen des Spielplatzfestes bei. Der Integrationsrat hatte Würstchen gespendet, der SkF übernahm das Grillen. Es wurde gebastelt, gemalt und gespielt. Am Ende gab es etwas zu gewinnen: aus zwei Spendenprogrammen werden Familien-Eintrittskarten für das Schwimmbad verteilt.

Dass in Eschweiler-West eine Gemeinschaft entsteht und wie gut sie bereits funktioniert, zeigte sich bei diesem Fest am vorigen Freitag auf eine überraschende Art. Gleich neben dem Spielplatz war am gleichen Tag die bekannte Musiker-Familie Bamberger zu einer privaten Feier zusammengekommen. Sie erklärte sich spontan bereit, für die Kinder zu musizieren. Daraus wurde ein kleines Konzert mit mitreißender Musik.

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