Mit Warnweste und Broschüren: Reiselenker regeln den Verkehr

Von: ltl
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In Stolberg geht es ab Bahnsteig 43 wie üblich nach Weisweiler. Dort informiert EVS-Mitarbeiter Dennis Milz die Reisenden darüber, wie es weitergeht. Foto: T. Waltl

Eschweiler-Weisweiler. Mit dem Start in die Ferien haben auch die Bauarbeiten der Deutschen Bahn an der Bahnstrecke zwischen Aachen und Düren begonnen. Sechs Wochen lang, bis in die frühen Morgenstunden am Montag, 10. August, sollen 55 Kilometer Schienen inklusive Grundlage erneuert und zwei Weichen ausgetauscht werden.

Aufgrund dieser Baumaßnahmen fallen die Züge der Linie RE1 und RE9 auf diesem Abschnitt komplett aus. Viele Reisende aus Stolberg sind nun auf den Schienenersatzverkehr angewiesen. Und damit das auch reibungslos klappt, stehen sogenannte Reiselenker an den Bahnhöfen bereit.

So auch Dennis Milz am Euregio-Bahnhof Eschweiler-Weisweiler. Mit orangenfarbener Warnweste und Informationsbroschüren in der Hand steht er bei strahlendem Sonnenschein auf dem Bahnhof. Für alle, die am Bahnhof in Weisweiler einsteigen, umsteigen oder aussteigen, ist er nur schwer zu übersehen. Seine Aufgaben? Er koordiniert den Bus- und Schienenverkehr.

Kein Verkehrsmittel darf losfahren, bevor der ausgebildete Fahrdienstleiter sein OK gibt. Auch für die Reisenden selbst spielt Dennis eine wichtige Rolle: „Viele Personen sind sehr hektisch, haben Angst, dass sie den richtigen Anschluss verpassen. Da muss ich manchmal die Gemüter etwas beruhigen und den Gästen klarmachen, dass die Züge und Busse auf alle warten, auch wenn es Verspätungen gibt.“

Ansprechpartner für Fahrgäste

Mit dem „Reiselenker“ haben die Fahrgäste auch eine Ansprechperson, falls sie sich nicht auskennen oder Fragen haben. Eine vorbeikommende Fahrradfahrerin muss er darauf hinweisen, dass die Fahrradmitnahme in den Ersatzbussen leider nicht möglich ist. „Die meisten Reisenden sind aber sehr zufrieden mit dem Ablauf an den Bahnhöfen, da macht mir die Arbeit gleich noch mehr Spaß“, freut sich der Reiselenker und gibt gleichzeitig dem Busfahrer die Abfahrtserlaubnis.

Obwohl die Fahrt von Aachen nach Köln durch die Baumaßnahmen rund eine halbe Stunde länger dauert, nutzen dennoch viele Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel, wie Dennis beobachten konnte: „Die Anzahl an Pendlern ist nahezu gleich wie zuvor. Durch die Ferien sind es halt weniger Schüler, aber zu den Stoßzeiten ist immer sehr viel los.“

Kurz darauf hat Dennis Milz Feierabend und wird von seinem Kollegen abgelöst. Im Drei-Schichten-System wechseln sich die Reiselenker ab, sodass jederzeit, solange der Schienenersatzverkehr unterwegs ist, jemand da ist. Jemand, der den Reisenden die Fahrt während der Baumaßnahmen so einfach wie möglich macht.

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