Mit roten Ballons Missstände angeprangert

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Eschweiler. Wussten Sie, dass Frauen bei gleicher Qualifikation für die gleiche Arbeit weniger bekommen als ihre männlichen Kollegen, einfach nur deshalb, weil sie Frauen sind? Frauen werden in der Arbeitswelt oftmals stark benachteiligt und überdurchschnittlich häufig zu Niedrigstlöhnen beschäftigt.

Bis zu 23,2 Prozent weniger verdienen Frauen für die gleichen Leistungen wie ihre männlichen Kollegen. Das zeigt die Statistik. In Hinblick auf Gehalt, Arbeitsplatzsicherheit, Status und Ausbildung besteht nach wie vor in vielen Bereichen eine gewaltige Kluft zwischen Frauen und Männern. Gleichzeitig arbeiten viele Menschen in Deutschland für einen Lohn, von dem sie nicht eigenständig leben können.

Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, beteiligte sich das Frauennetzwerk bei der Stadt Eschweiler am Internationalen Frauentag vergangenen Montag an der Demonstration „Frauen in der Arbeitswelt”, die von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Aachen gemeinsam mit Frauennetzwerken aus der Region sowie Vertreterinnen der Gewerkschaften veranstaltet wurde.

Rund 25 Eschweiler Frauen machten sich am Montagnachmittag zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Eschweiler, Sigrid Harzheim, auf den Weg nach Aachen, wo die Demonstration am frühen Abend am Elisenbrunnen startete. Mit Transparenten und Schildern bekundeten die Frauen aus Eschweiler und Umgebung ihre Forderungen: „Effektiven Schutz vor Lohndiskriminierung”, „Fairpay - Lohngleichheit jetzt”, „24-Stunden-KiTa” und „Mehr Frauen in Führungspositionen” war dort unter anderem zu lesen.

Gefeiert wurde der Internationale Frauentag außerdem traditionell, indem zahlreiche rote Rosen unter den Passanten verteilt wurden. Um ihren Forderungen auch öffentlich Nachdruck zu verleihen, ließen die Frauen nach dem Demonstrationszug durch die Aachener Innenstadt als Abschluss 400 rote Luftballons in den Himmel steigen.

Das Eschweiler Frauennetzwerk ließ den Internationalen Frauentag am Abend mit einem gemeinsamen Essen ausklingen, wo vor allem Zeit für Gespräche und den gegenseitigen Austausch bestand.
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