„Mit Pferden stark werden”

Von: mut
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Chio, eingerahmt von Kindern d
Chio, eingerahmt von Kindern der Tagesgruppe Phönix, zeigt sich bei seiner Therapiestunde von seiner besten Seite. Vorsichtig und dennoch mutig arbeiten die Kinder mit dem Fjordpferd und lernen hierbei ihr eigenen Stärken zu finden, ihre Schwächen zu verbessern und ihr Sozialverhalten zu stärken. Foto: Anna Reinmuth

Eschweiler-Neu-Lohn. Die Kinder der Tagesgruppe Phönix haben sich diese Reitstunden wirklich verdient. Um die therapeutischen Reitstunden fortsetzten zu können, leisteten die Kinder selbst einen wichtigen Beitrag.

Sie stellten in diesem Jahr mit dem reitpädagogischen Team des Lohner Hofs auf dem Weltfest des Pferdes, dem Chio, ihre Arbeit mit dem Pferd vor. Das „deutsche Kuratorium für therapeutisches Reiten” unterstützt diese intensive und erfolgreiche Arbeit und sicherte mit Sponsorengeldern die Reitstunden mit dem Therapiepferd Chio.

Chio, ein Fjordpferd, darf sich einmal wöchentlich auf die Kinder der Tagesgruppe Phönix freuen. Bereits bei der Ankunft auf dem Hof sind die Kinder wie ausgewechselt und nicht wiederzuerkennen, so Heimerzieherin Alexandra Schneider. Der wöchentliche Höhepunkt dauert fast zwei Stunden und verlangt den verhaltensauffälligen Kindern so einiges ab.

Nachdem Chio liebevoll und ausgiebig gebürstet und gestriegelt worden ist, geht es in die Reithalle. Gemeinsam, aber auch manchmal alleine arbeiten hier die Kinder auf Chios Rücken. Die Reitstunden werden unter Anleitung einer Reitpädagogin durchgeführt, und die Kinder wachsen hierbei immer wieder über sich hinaus.

Die Kinder sammeln unzählige Erfahrungen im Umgang mit dem Therapiepferd: Sie bauen Ängste ab, erfahren Bestätigung und entwickeln Selbstbewusstsein, erklärt Claudia Schönborn, Diplom-Sozialpädagogin und Reitpädagogin. Zusätzlich erfordert die Arbeit im Team ein Sozialverhalten und einen harmonischen Umgang miteinander.

Das Therapiepferd Chio macht es den Kindern nicht all zu schwer. Turnübungen auf seinem Rücken, Kuscheleinheiten und jede Menge Spaß bereitet allen Teilnehmern eine wertvolle Zeit. Die Wärme, die Bewegungen und die Akzeptanz des Tieres geben den Kindern ein wertvolles Gefühl, mit dem sie den Alltag besser meistern können.

„Mit Pferden stark werden”, so Schönborn zeichnet sich vor allem durch ein harmonisches Miteinander von Pferd, Kind und Therapeut aus. Leuchtende Kinderaugen auf dem Rücken des Fjordwallachs bestätigen das bekannte Sprichwort: „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.” Ein Therapieerfolg, der mit großer Wahrscheinlichkeit Spuren im stressigen und schweren Alltag der Kinder hinterlässt.

Was die Kinder bereits alles mit und auf Chio gelernt haben, demonstrieren sie bei der Nikolausfeier auf dem Lohner Hof am 2. Dezember von 15 bis 18 Uhr im Rahmen der Weihnachtsgeschichte „Die kleinen Sterne”.
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