Mit Nostalgie und einer Menge Frohsinn

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Gemütlich und fröhlich zugleich war die Stimmung im Bistro des Talbahnhofs, als Klaus Kläs Lieder von Willi Ostermann und anderen Autoren karnevalistischer Lieder vortrug. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Am liebsten hätten sie noch die halbe Nacht hindurch weiter gesungen, gelacht und geschunkelt, die Gäste im Bistro des Talbahnhofs. Aber nach zweieinhalb Stunden griff Klaus Kläs doch ein letztes Mal in die Saiten und verabschiedete sich von seinem Eschweiler Publikum: „Bye bye my love, ihr word jot...“.

In dem Bistro gab es am Donnerstagabend Wohnzimmer-Atmosphäre. Gut 60 Gäste waren dort, und mehr passen auch nicht hinein in die gute Stube. Dort sang und spielte, bei freiem Eintritt, der Liedermacher Klaus Kläs die schönsten und bekanntesten Melodien von Willi Ostermann und anderen Komponisten karnevalistischer Lieder. Es war ein Abend voll Nostalgie, Fröhlichkeit und ab und zu einem Schuss Sentimentalität.

Zum angekündigten freien Eintritt muss man allerdings wissen, dass die karnevalistischen Liederabende von Klaus Kläs derart beliebt sind in Eschweiler, dass ohne frühzeitige Tisch-Reservierung nichts zu machen ist. Auch die zweite Veranstaltung unter dem gleichen Motto am kommenden Donnerstag soll bereits ausgebucht sein.

Das liegt natürlich daran, dass viele Lieder, die Kläs singt, unsterblich sind. „Däm Schmitz sing Frau eß durchgebrannt“ hat Willi Ostermann im Jahr 1907 geschrieben. Am Donnerstag im Talbahnhof gab es viele Gäste, die es auswendig mitsangen. Oder „Heimweh nach Köln“ – das lernt man in Eschweiler schon, bevor man in den Kindergarten geht: „Ich möcht zo Fuß no Kölle jon...“. Dabei ist dieses Lied auch schon 80 Jahre alt.

Es liegt aber auch daran, dass Klaus Kläs ein Künstler ist, der sich dieser alten Karnevalslieder mit Respekt annimmt. Er tritt bescheiden hinter die früheren Interpreten zurück – und hat doch seinen eigenen Stil, der wunderbar zu dem manchmal sentimentalen und oft abgedrehten Kölner Humor passt.

Außer den Liedern von Willi Ostermann gab es auch manches von den Bläck Fööss. Viele ihrer Lieder sind ja Allgemeingut geworden, wie „Mer losse d‘r Dom en Kölle“, „Drink doch ene met“, „En unsrem Veedel“ und der „Berkesdörpe Buuredanz“.

Und auch der „Höhner“-Klassiker „Ich ben ne Räuber“ durfte an diesem Abend nicht fehlen. Da schunkelten die Zuhörer gerne mit.

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