Mit kreativen Ideen auf den Arbeitsmarkt

Von: thd
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Eine starke Gruppe: Durch das
Eine starke Gruppe: Durch das Projekt „Kreativ in den Job” starten jetzt zehn Mädchen ins Berufsleben. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Für junge Mädchen ist es nicht immer einfach, nach der Schule einen passenden Ausbildungsplatz zu bekommen. Viele Schlüsselqualifikationen gehen im berufsvorbereitenden Unterricht unter.

Dazu erschwert oft noch ein Migrationshintergrund die Suche. Um diese Mädchen zu unterstützen, hat die Beschäftigungs- und Qualifikationsgesellschaft „low-tec” in Zusammenarbeit mit dem russischen Kulturverein Mosaik, dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Stadt Eschweiler das Programm „Kreativ in den Job” ins Leben gerufen. Gemeinsam mit „Stärken vor Ort” hatten Mädchen ab 15 Jahren die Chance, sich kreativ auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten und mit möglichen Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Stärken vor Ort ist ein Programm des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird aus dem ESF kofinanziert.

Zahlreiche Helfer

„Aller Anfang ist schwer” - aber durch Training kann die Ausbildungsplatzsuche und der Berufsanfang erleichtert werden. Oftmals fehlen beim Übergang von Schule zum Beruf Helfer, die den Auszubildenden zeigen, wie sie sich kreativ auf den Job vorbereiten können und eigene Kompetenzen fördern. Um dieser Zielgruppe den Arbeitseinstieg zu erleichtern, wurde das Programm „Kreativ in den Job” ins Leben gerufen. Zehn Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte haben dieses Programm in Eschweiler wahrgenommen und seit dem 15. Juni ihre Teamfähigkeit, Flexibilität, kommunikative Fähigkeiten, Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative geschult.

In zwei Gruppen haben die Mädchen diese Schlüsselqualifikationen gestärkt. In der Übungsfirma „Kreativa” arbeiteten die Teilnehmerinnen im Bereich Modedesign. Gemeinsam mit der Aachener Schneidermeisterin Dina Sabbar bildeten die Mädchen ihr eigenes Produktionsteam und erlernten durch fachliche Anleitung den Entwurf und die Herstellung von Mode und Accessoires. „Den Mädchen hat es viel Spaß gemacht, etwas selbst herzustellen”, erläuterte Dina Sabber. „Sie haben teilweise noch nie mit einer Nähmaschine gearbeitet und waren erstaunt, was sie selbst machen können.”

Außerdem konnten sie in der Schneiderei Öztürk erste Einblicke ins Berufsleben erlangen. Damit die Mädchen auch ausreichend Platz zum Arbeiten hatten, durften sie die Räume der Realschule Patternhof nutzen. „Ein ganz großes Dankeschön muss ich auch an Michaela Silbernagel aussprechen und alle, die uns unterstützt haben”, sagte Koordinatorin Anahid Younessi. „Unser Geldgeber ESF hat ermöglicht, dass wir effektiv mit den Mädchen arbeiten konnten und durch die Unterstützung der Stadt Eschweiler hatten wir immer einen kooperativen Ansprechpartner mit der Gleichstellungsbeauftragten Sigrid Harzheim.”

In einem weiteren Schritt hat die Werbeagentur Toporowski den Mädchen gezeigt, wie sie die eigenen hergestellten Produkte auf einer Imageseite im Internet präsentieren und dadurch die Kommunikation fördern.

Diese kreativen Arbeiten sind auf viel positive Resonanz gestoßen. Nicht nur das Nähen, sondern auch die Seidenmalerei und das Arbeiten mit Filz haben tolle Ergebnisse erzeugt. Die zwei Gruppen von Märtin Hilda und Spicinezky Lüdmila brachten viele Arbeiten zu Stande, die sie alle stolz im Parkhotel ausstellten.

Mit ihrer Ausstellung haben die Teilnehmerinnen ihren Familien gezeigt, was sie alles erlernt und welche Fähigkeiten sie gefördert haben. Zum Schluss bekam jedes Mädchen eine Bescheinigung, dass das Projekt „Kreativ in den Job” erfolgreich abgeschlossen wurde. Für die Zukunft haben sich die Mädchen viel vorgenommen: Sie möchten auf eigenen Füßen stehen. Die Motivation, das Durchhaltevermögen, die Neugier und der Wissensdrang sind jetzt geweckt, und die Teilnehmerinnen haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
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