Eschweiler - Mit Frühlingsbeginn wird´s wieder bunt in der Stadt

Mit Frühlingsbeginn wird´s wieder bunt in der Stadt

Von: Sarah Maria Berners
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Frühling für Haus und Garte: Primeln in allen möglichen Farben sind bei den Eschweiler Blumenhändlern besonders gefragt. Foto: Sarah Maria Berners

Eschweiler. Am Blumenstand von Brigitte Bleekers ist der Andrang groß. Die Sonne scheint, es ist warm. „Jetzt juckt es die Menschen in den Fingern”, sagt sie lachend. Der Frühling ist da. Und mit ihm sind auch die Kunden gekommen.

Gut gelaunte Kunden wohlgemerkt. „Das Frühlingserwachen sieht man auch den Gesichtern an”, sagt die Floristin von Blumen Krüsken.

Am Montag ist offizieller, astronomischer Frühlingsbeginn. Der „gefühlte Frühling” hat für viele aber schon begonnen, als die ersten Blumen aus der Erde sprossen und sich kleine Knospen an Hecken und Bäumen bildeten. Fachleute nennen das auch den phänologischen Frühlingsbeginn.

Laut der Phänologie beginnt der Frühling nämlich mit dem ersten Blühen. In den Beeten der Stadt leuchten die gelben Narzissen, in den Gärten blühen Krokusse in gelb, weiß und mannigfaltigen Lila-Tönen. „Die Leute wollen nach dem tristen Winterwetter bunte Farben um sich haben”, sagt die Inhaberin von Blumen Demmer.

Den Frühling wollen sich die Menschen in Hof, Balkon und Garten holen. Und für all jene, in deren Vorgärten keine Blumenzwiebeln überwintert haben, halten die Floristen jede Menge bunte Blütenprachten bereit.

„Schließlich ist jetzt auch die Zeit, die Gräber auf den Friedhöfen wieder schön zu gestalten”, sagt Brigitte Bleeker. Zwar heißt es „schenkt Euch Blumen während des Lebens, auf den Gräbern blühen sie vergebens”, aber die meisten Angehörigen wollen gerne ein farbenfrohes Grab als Symbol der Hoffnung besuchen.

Primeln, Narzissen, Hyazinthen und Stiefmütterchen sind besonders beliebt. Und auch wenn die Nächte noch kalt werden können, leichten Frost können viele Pflanzen aushalten.

Schachbrettblumen

Auch in den Baumärken steigt der Andrang. Neben Blumen und Erde ist das entsprechende Gerät gefragt, mit dem der Garten auf Vordermann gebracht werden kann.

Mit den Niedrigst-Preisen der Discounter und Baumarktketten können die Einzelhändler in den Blumengeschäften nicht immer mithalten. Thomas Kaminski setzt daher auch auf die nicht ganz alltäglichen Frühlingsboten und empfiehlt neben den üblichen Gewächsen auch mal Märzenbecher (sehen Schneeglöckchen ähnlich), Schachbrettblumen (der Name erklärt sich von selbst) und eine besondere Primel-Art in Alemannia-Aachen-Optik schwarz-gelb. Die bringen den Frühling auf eine etwas ungewöhnliche Art in den Garten, sind aber auf jeden Fall ein Hingucker, den es nicht überall gibt.

Vielen Blumenfreunden sind die Frühlingsboten im Garten aber nicht genug. Sie wollen den Frühling auch in die eigenen vier Wände holen. Und das nicht mit Blumen aus Plastik oder Sisal. „Tulpen sind immer besonders gefragte Schnittblumen”, sagt Kaminski. Aber auch Narzissen eignen sich als Schnittblumen für den Wohnzimmertisch. Aber warum liegen die eigentlich immer gebündelt im Karton aus und liegen auf dem Trockenen? „Damit sie sich halten”, erklärt Bleeker und fügt hinzu: „Wenn die Narzissen im Wasser stehen, dann gehen sie sofort auf. Eine Woche ohne ist daher kein Problem.” Zuhause müssen die Blumen angeschnitten werden, dann ist eine Blütenpracht garantiert.

„Und wer unbedingt möchte, der kann auch Krokusse oder Tulpen samt Zwiebeln nach drinnen holen”, sagt Kaminski. Die halten sich dort zwar nicht ewig. „Aber sie bringen Farbe ins Haus und danach kann man sie einfach in den Garten pflanzen.” Im nächsten Jahr, mit den ersten Sonnenstrahlen, kommen sie wieder.
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