Eschweiler - Mit Eischwiele Tön auf Karneval einstimmen

Mit Eischwiele Tön auf Karneval einstimmen

Von: mic
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Sie geben vielen Eschweiler Mundartliedern eine Stimme: Günter Secker (links) von „De Kröetsch” und Thomas Vendel von „De Fröngde”. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Als der Kölner Georg Hinz vor mehr als zehn Jahren den Einfall hatte, zuhause in Nippes mit seinen Freunden neue kölsche Lieder zu „testen”, hatte er nicht ahnen können, welche Welle er damit auslösen sollte. „Loss mer singe”: Die Aufforderung von damals ist in der Domstadt schon längst Kult und zieht in jedem Jahr tausende Besucher an.

Ein Freundeskreis aus Eschweiler hat die Idee aufgegriffen und will „Loss mer singe” auch in der Indestadt etablieren.

Das Eschweiler LMS-Team, das sind Erwin Dohmen, Joachim Bergs, Andreas Bergs, Sonja Essers und René Bäcker, war im Januar in Köln, um einmal die legendäre Kneipentour zu erleben, bei der die Besucher mit Textheften bewaffnet die neuen Kölner Gassenhauer gemeinsam singen. Und genau darum geht es: „Nicht Karneval machen lassen, sondern selber Karneval machen”, sagt Erwin Dohmen.

Auf der Kölner Kneipentour, die diesmal durch 29 Gaststätten führte, werden den Besuchern 20 neue kölsche Lieder auf CD präsentiert, die eine Jury zuvor aus eine schier unüberschaubaren Zahl an Einsendungen ausgewählt hat. Einige dieser Titel können die Besucher auf einem Stimmzettel ankreuzen; aus dem Gesamtergebnis aller Kneipen wird dann das Siegerlied ermittelt.

Der Wettstreit, betonen die Eschweiler LMS-Freunde, stehe dabei allerdings nicht im Vordergrund, Hauptakteur sei das Publikum. Die Besucher erhalten Texthefte oder Zettel, so dass alle die neuen Lieder mitsingen können.

Das gemeinsame Singen in Köln hatte die Eschweiler Freunde, die ihre musikalische Heimat allesamt bei den „Original Eschweilern” haben, derart begeistert, dass sie kurzerhand selbst einen Versuch starteten: Mitte Februar kamen rund 80 Besucher in die Gaststätte „Zur Altdeutschen” und sangen gemeinsam altes und neues karnevalistisches Liedgut.

Von diesem Erfolg angespornt, suchten die Eschweiler schließlich den Kontakt mit Georg Hinz. Das Ergebnis der Gespräche ist eine Zusammenarbeit zwischen Eschweiler und Köln, wobei die Indestädter den Vereinsnamen „Loss mer singe” benutzen dürfen.

Auf der Suche nach neuen Liedern hat das Eschweiler LMS-Team Kontakt zu hier ansässigen Mundartgruppen aufgenommen; am Mittwoch fand ein erstes Treffen statt, zu dem die „Indesingers”, „De Fröngde”, die „De Kröetsch” und „Puddelrüh” gekommen waren. Die beiden letztgenannten Bands werden auch beim 1. Mitsingkonzert am 17. Oktober im Talbahnhof dabei sein (18 Uhr) und alte und neue Lieder präsentieren, die die Besucher zum Mitsingen animieren sollen.
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