Eschweiler - Mit der Sammelbüchse beim Music Festival für Kulturprojekte auf Tour

Mit der Sammelbüchse beim Music Festival für Kulturprojekte auf Tour

Von: pan
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Die Sammler mit dem vergrößerten Bild des EMF-Buttons: Diesmal gehen die CAJ, das Karnevalskomitee der Stadt und die Jupp-Carduck-Gesellschaft durch die Zuschauerreihen. Foto: Patrick Nowicki/Veranstalter

Eschweiler. Wenn das Eschweiler Music Festival stattfindet, dann freuen sich nicht nur die Musikfans in der Stadt. Alle kulturtreibenden Vereine profitieren schließlich davon, wenn die Sammler bei den Konzerten die EMF-Buttons gegen eine Spende verteilen. Im vergangenen Jahr kamen 5555 Euro zusammen, aufgestockt durch einige Gönner. Tendenz steigend.

Das freut natürlich Kulturmanager Max Krieger: „Das Konzept hat sich bewährt.“ In diesem Jahr werden das Eschweiler Karnevalskomitee, die Christliche Arbeiterjugend und erstmals die Jupp-Carduck-Gesellschaft auf die Runde gehen. „Die Jugendlichen öffnen die Herzen, die Männer das Portemonnaie“, sagt Monika Medic von der CAJ. Sie muss es wissen, schließlich ist die Jugendorganisation, die unter anderem das Entenrennen auf der Inde veranstaltet, seit acht Jahren bei der EMF-Sammlung dabei.

Dieser Job ist durchaus undankbar: „Manche Leute haben kein Verständnis dafür, warum eine Spende angebracht ist“, berichtet Komitee-Präsident Norbert Weiland. Dabei kostet der Eintritt zu einem Konzert von Albert Hammond in der Regel mindestens 40 Euro. Dank Sponsoren kommen die Indestädter und die Menschen in der Region zum Nulltarif in den Genuss der Welthits. Aber, so schränken die Sammler ein, die Bereitschaft zu spenden wachse.

Rekord im Vorjahr

Dies zeigt sich auch an den Zahlen. Das Sammelergebnis wächst von Jahr zu Jahr. Klar, dass die Sammler ihr Rekordergebnis vom Vorjahr wiederholen wollen. Lediglich am Festival-Sonntag kommt relativ wenig in die Spendenkasse. Dies hat aber zwei Gründe: Zum einen dürfte dem jungen Publikum der Euro nicht so locker in der Tasche liegen, zum anderen haben viele Festivalbesucher schon an den Vortagen einen Button erhalten.

Der Sonntag gehört dem Nachwuchs. Und der könnte durchaus zahlreicher sein, geht es nach Festival-Organisator Max Krieger: „Wir hoffen, dass sich im nächsten Jahr mehr Nachwuchsmusiker melden.“ Vier Bands rocken ab 13 Uhr die Marktbühne. Für die jungen Musiker ist es eine aufregende Erfahrung, sich auf einer großen Bühne präsentieren zu können. Daraus machen sie auch keinen Hehl. Fürs Publikum interessant ist die musikalische Vielfalt am frühen Sonntagnachmittag: Die Palette reicht von Deutsch-Rock über Pop-Rock bis hin zu Alternative Rock. Da dürfte für jeden etwas dabei sein, insofern man denn auf Rockmusik steht.

Das Nachwuchsfestival innerhalb des EMF fußt auf Fabian Kamp, der einst mit jungen Leuten das Castlemania-Festival an der Kinzweiler Burg ins Leben rief. Diese Erfahrung bringt er jetzt bei „Jugend rockt“ mit ein. Der Eschweiler Musiker, der mit seiner Band Wallaby Road am Festival-Freitag im Rahmen der Kneipen-Rallye bei „Der Grieche“ auftritt, ist für die jungen Nachwuchsmusiker Ansprechpartner und Ratgeber. Gleichzeitig sorgt er für einen reibungslosen Ablauf am Sonntag, denn die Bands haben gerade einmal 25 Minuten Zeit, ihr Können zu zeigen. Da müssen die Übergänge passen.

Um die Umbauphasen zu verkürzen, spielen die jungen Rocker über die gleichen Verstärker und mit dem gleichen Schlagzeug wie Hauptact Paddy Murphy. Damit es fair zugeht, wurde die Reihenfolge gelost. Im Halbstundentakt geben die Bands dann die Mikros weiter. Zum Start tritt Banana Weed an, es folgen Kurzurlaub, Animal Mother und schließlich Camarel, ehe die österreichischen Folk-Rocker von Paddy Murphy das Kommando übernehmen. Deren Musikmischung trägt den vielsagenden Namen: „Irish Speed Power-Folk“, „Dublin Funk Grunge“ und „Celtic Folkrock“. Alles klar? Dann einfach genau hinhören.

Zurück zum EMF-Button: Mag manch einer beim Gedanken, für Projekte zu sammeln, zusammenzucken, so gehen die Eschweiler Sammler mit viel Elan zu Werke. „Das Kulturleben in Eschweiler verdient jede Unterstützung“, sagt Norbert Weiland. Das eine beträchtliche Summe zustande kommt, verspricht auch ein Eschweiler Tiefbauunternehmer, der den Erlös wie in den vergangenen Jahren auf den nächsten Tausender aufrundet.

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