Eschweiler - Mit 500 Streichholzschachteln in das Guinness Buch der Rekorde

Mit 500 Streichholzschachteln in das Guinness Buch der Rekorde

Von: Sarah Maria Berners
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Diese Sammlung soll bald im Guinness Buch der Rekorde stehen: Sammler Paul Zysk hat seit 1953 etwa 500 Streichholzschachteln aus aller Welt zusammengetragen. Foto: Sarah Maria Berners

Eschweiler. Streichholzschachteln haben eine kurze Lebensdauer. Sind die Packungen leer, fliegen sie für gewöhnlich in den Müll. Nicht so bei Paul Zysk. Denn der Sammler aus Dürwiß hat einen etwas anderen Blick auf die kleinen Pappschachteln.

Schaut man einmal genauer hin, entpuppen sich die Döschen mit mit dem Zündstreifen als kleine Kunstwerke und auch als Dokumente der Zeitgeschichte.

Exemplare aus vielen Ländern

Etwa 500 solcher Streichholzschachteln hat Paul Zysk zusammengetragen. Mit dieser Sammlung will er sich nun um einen Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde bewerben. „Bisher gibt es einen solchen Eintrag noch nicht”, heißt es beim zuständigen Verlag. Die Chancen für Paul Zysk stehen also nicht schlecht.

Allerdings ist nicht die bloße Menge an Schachteln entscheidend. „Eine Sammlung, die es ins Guinness Buch schafft, darf nicht zu banal sein”, sagen die Zuständigen. Sie müsse künstlerischen Wert haben oder Exemplare aus vielen verschiedenen Ländern enthalten. Aus Laien-Augen betrachtet erfüllt Zysks Sammlung diese Kriterien.

Die älteste Schachtel in seiner Sammlung stammt aus dem Jahr 1953. „Die habe ich von einem Postboten geschenkt bekommen”, erinnert sich der 75-Jährige. Die Schachtel zeigt ein Bild von Schloss Gimborn, aus dessen Umgebung der Sammler stammt. „Einen Fotoapparat konnte sich damals ja nicht jeder leisten”, erzählt Zysk. „Die Streichholzschachteln waren für mich eine Möglichkeit günstig an die so seltenen Bilder zu kommen.”

Und damit hat die Faszination für die Streichholzschachteln und Streichholzbriefchen begonnen. Wo Zysk beruflich oder privat unterwegs war, hat er seit dem stets nach interessanten Schachteln geschaut. Er sammelte viele, die Schmetterlinge zeigen, die es heute nicht mehr gibt. Und solche, auf denen die Mode der 50er Jahre zu sehen ist. In den 60er Jahren waren dann Verkehrsschilder abgebildet. „Diese Schilder wurden eingeführt. Wir kannten sie vorher nicht. Und so wurde uns beigebracht, was sie bedeuten”, erinnert sich Zysk. Darunter der Hinweis: „Hör´ auf Deine Frau - Fahr´ vorsichtig.”

In den 70er Jahren wurden Autos abgedruckt, in den 80er Jahren kam die Werbung. Varta, BP und viele mehr druckten ihre Firmenlogos auf. Wer eine Kerze oder eine Zigarette anzünden wollte, hatte die Werbung stets im Blick und sieht sie heute noch - zumindest diejenigen, die die Zündhölzer nicht durch billige und geruchsarme Einwegfeuerzeuge ersetzt haben.

In seiner Sammlung hat Paul Zysk auch Schachteln aus afrikanischen und südamerikanischen Ländern. Die haben Freunde oder gut betuchte Kunden der Boutiquen seiner Frau mitgebracht. Vielleicht haben sie damit einen Beitrag zu einem Rekord geleistet. Das wird sich zeigen, wenn die Sammlung dokumentiert und abgenommen ist.
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