MINT-Projekt: Konkrete Hilfen für die Integration von Zuwanderern

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Eschweiler. Zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 31. Dezember 2015 war die Stadt Eschweiler gemeinsam mit sieben weiteren kleineren und mittelgroßen Kommunen aus der Europäischen Union am Projekt „MINT – Mobility and Integration Europe 2020“ beteiligt. Das Projekt wurde vom EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ gefördert.

Am Projekt waren folgende Städte und Gemeinden beteiligt: Eschweiler (Projektträgerin), Stolberg, Kerkrade (Niederlande), Eupen (Belgien), Wattrelos (Frankreich), Ortona (Italien), Fundacion Maimona (Kommunalverband, Spanien) und Pasman (Kroatien).

An den acht Workshops, die alle in Eschweiler stattfanden, nahmen mehr als 400 Vertreter aus den MINT-Partnerkommunen teil. Deutlich wurde, dass in den beteiligten Kommunen vergleichbare Probleme bei der Förderung der Integration verschiedener Gruppen von Zuwanderern bestehen. Rechtliche und andere Rahmenbedingungen erschweren derzeit häufig eine aktive Integration vor allem von Flüchtlingen.

Darüber hinaus wird eine aktive kommunale Integrationsstrategie oft von begrenzten Zuständigkeits- und Entscheidungskompetenzen, aber eben auch von begrenzten Leistungsmöglichkeiten von kleineren und mittelgroßen Kommunen eingeschränkt. Die engen personellen und finanziellen Rahmenbedingungen kleinerer und mittelgroßer Kommunen begrenzen oft auch die Möglichkeiten zur Umsetzung innovativer Ansätze und Projekte zur Integrationsförderung, so dass vor allem verstärktes zivilgesellschaftliches Engagement und Vernetzung zwischen den relevanten Akteuren zur Nutzung der Chancen von Zuwanderung in der Europäischen Union in Zukunft gefordert sein werden.

Zur Verstetigung der Arbeit der Akteure aus den Partnerkommunen wurde im November 2015 im Rahmen des 7. MINT-Workshops die europäische MINT Association – Emigration and Immigration in Europe – gegründet.

Zudem wurde der MINT-Index entwickelt, der kleineren und mittelgroßen Kommunen ein Instrument zum Monitoring von Integration zur Verfügung stellt, das über das Monitoring hinaus gestützt auf die Analysen der Partner im MINT-Projekt aus Praxiserfahrungen abgeleitete Handlungsvorschläge zur Verbesserung von Integration gibt. Ferner wurde die MINT-App zur Erstinformation von Zuwanderern entwickelt, die allgemeine Informationen über die jeweilige Kommune sowie einen Überblick über deren Geschichte vermittelt.

In einem weiteren Teil erhalten die Zugewanderten eine Erstinformation über ausgewählte wichtige Anlauf- und Beratungsstellen. Die App verweist dazu auf die von den Kommunen bereits erstellten Internetangebote (Eschweiler: www.eschweiler-integration.de). Vorgesehen ist, dass diese App sukzessive zu einer Welcome-App mit detaillierten Informationen zu verschiedenen Lebensbereichen in den verschiedenen Kommunen weiterentwickelt wird.

Die Kosten in Höhe von 135.000 Euro wurden komplett aus Fördermitteln bestritten.

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