Millionen Kraftfahrzeuge kosten ganz schön Nerven

Von: rpm
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Blasen nicht nur Abgase, sondern auch Lärm in die Luft: Auto-Auspuffanlagen. Auf Eschweilers Hauptverkehrsachsen sind Millionen davon jährlich unterwegs. Foto: stock/blickwinkel

Eschweiler. Wieviel Straßenlärm ist den Bürgern zuzumuten? Laut Bundes-Immissionssschutzgesetz sind die Städte und Gemeinden verpflichtet, Lärmaktionspläne aufzustellen. Ziel dieser Planung ist es, schädlichen Auswirkungen einschließlich Belästigungen durch Umgebungslärm vorzubeugen, sie zu verhindern oder sie zu mindern. Allerdings nicht nach dem Floriansprinzip, sprich: durch Verlagerung des Lärms. Ruhige Gebiete sollen ausdrücklich erhalten werden.

Basierend auf den Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie erstellt jetzt auch Eschweiler eine Lärmaktionsplanung für Hauptverkehrsstraßen, über die mehr als drei Millionen Kraftfahrzeuge pro Jahr rollen. Und das sind gleich sechs Straßenabschnitte im Stadtgebiet Eschweiler – vier davon allein auf der L 223:

  • die Aachener Straße von Nickelstraße bis Lotzfeldchen, etwa 1200 Meter
  • die Indestraße von Haus Nr. 51 bis Grabenstraße auf etwa 530 Metern
  • die Indestraße von Trillersgasse bis Drieschstraße, etwa 360 Meter
  • die Dürener Straße von Haus Nr. 147 bis 445 auf etwa 1440 Metern
  • zudem auf der L 11 die Quellstraße von Bohler Straße bis Albertstraße, ca. 930 Meter
  • und die L 238, Stolberger Straße, von Phönixstraße bis Stättlerstraße, rund 720 Meter.

In der Lärmaktionsplanung geht es um aktiven Schallschutz (z.B. leiserer Fahrbahnbelag) wie auch um passiven (Schallschutzfenster). Zudem hat die Planung unter anderem Einfluss auf Stadt- und Verkehrsentwicklungsplanung. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat Lärmkarten für die genannten Straßen im Stadtgebiet Eschweilers erarbeitet, die der Lärmaktionsplanung als Grundlage dienen. Sie können im Internet unter der Adresse http://www.umgebungslaermportal.nrw.de aufgerufen werden. Interessierte können die Karten auch ab sofort bis zum 10. Januar 2014 an Stellwänden im Rathaus, 4. Etage, während der Öffnungszeiten in Augenschein nehmen.

Schriftliche Eingaben kann man mit Betreff „Lärmaktionsplan“ an die Stadt Eschweiler, Tiefbau- und Grünflächenamt, Johannes-Rau-Platz 1, oder olaf.venherm@eschweiler.de richten.

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