Eschweiler - Millionen für den Straßen- und Kanalbau

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Millionen für den Straßen- und Kanalbau

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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„Hier verbuddeln wir 500 000 Euro!“ zeigt Eschweilers Baudezernent Hermann Gödde. An der verlängerten Sebastianusstraße baut die Stadt Eschweiler einen mächtigen Hauptsammler, damit die Abwässer aus dem Stadtteil Dürwiß sicher entsorgt werden. Foto: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Ferienzeit ist Straßenbauzeit. Zum Ärger mancher Autofahrer, nämlich jener, die nicht verreist sind. Aber die Staus vor Baustellenampeln sind im Sommer einfach kürzer. In Eschweiler werden an acht Stellen Straßen und Abwasserkanäle erneuert. Eine dieser Baumaßnahmen ist bereits beendet, drei haben noch nicht begonnen. Hier eine Übersicht.

Jülicher Straße: Nur drei Tage brauchte die dort beauftragte Baufirma, um den Straßenbelag der L 33 zwischen Eschweiler und Dürwiß zu erneuern. Der neue Fahrbahnbelag sei notwendig geworden, weil die Naht in der Straßenmitte immer weiter aufriss, teilte die Städteregion dazu mit. Die Straße wurde am Mittwoch bereits wieder für den Verkehr freigegeben.

Dreieckstraße: Seit April dieses Jahres ist die Dreieckstraße eine Riesen-Baustelle. Dort werden nicht nur neue Abwasserkanäle verlegt – sie sind inzwischen wieder unter der Erde – es werden auch Fahrbahnen, Bürgersteige und Autostellplätze komplett erneuert.

Im Oktober soll alles fertig sein. Die Straßenerneuerung der Dreieckstraße auf einer Länge von 290 Metern kostet 360.000 Euro. Für den Kanalbau nennt Eschweilers Baudezernent Hermann Gödde Kosten von 810.000 Euro. Gödde: „Das ist viel Geld. Aber Kanalbau ist für den Bürger wichtig, auch wenn das Geld dann quasi unter der Erde liegt und gar nicht mehr wahrgenommen wird.“

Weil auch der Anschluss der Abwasserkanäle an den Hauptsammler in der Indestraße erneuert wird, hat diese Baustelle erhebliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Die Aachener Straße und die Indestraße, normalerweise vierspurig, sind seit Wochen nur mit je einer Spur stadteinwärts und stadtauswärts zu befahren. Derzeit ist auch die Einmündung der Dreieckstraße gesperrt. Sie soll am 25. Juli, eventuell schon einen Tag früher, wieder geöffnet werden.

Dürener Straße: Besonders beeinträchtigend für den Straßenverkehr ist die Kanalerneuerung auf der Dürener Straße in Höhe Eschweiler-Ost. Die 520 Meter lange Neubaustrecke auf dieser Bundesstraße ist zweigeteilt. An einer der beiden Baustellen kann der Verkehr mit je einer Fahrspur dran vorbei. Ein Stückchen weiter stadtauswärts wird der Verkehr mit Baustellenampeln geregelt.

Dadurch gibt es Rückstau, der in Spitzenzeiten bis zum Beginn der Ortsumgehung Weisweiler reicht. Erschwert wird durch die Bauarbeiten auch die Zufahrt zu den Supermärkten auf der Südseite der Dürener Straße.Diese Kanalsanierung wird die Autofahrer noch lange ärgern. Als Termin der Fertigstellung wird November 2016 genannt. Die Baukosten: 680.000 Euro.

Feldenendstraße: Zwischen dem Kreisverkehr an der Kopfstraße im Stadtteil Bergrath und der Bahnunterführung wird der Kanal erneuert. Das kostet 90.000 Euro. Die dort tätige Baufirma wird früher fertig werden als geplant: Mitte der nächsten Woche kann die Feldenendstraße voraussichtlich wieder freigegeben werden.Allerdings wird sie bald drauf erneut gesperrt.

Dann wird nach jahrelangem Warten die Bahnunterführung aufgeweitet. Dieser Engpass ist besonders für Fußgänger gefährlich, es gibt dort bislang keinen Bürgersteig. Der genaue Termin für das Verbreitern der Straße dort steht noch nicht fest, es soll aber sicher noch in diesem Jahr erledigt sein.

Sebastianusstraße: Keinerlei Auswirkungen auf den Straßenverkehr hat der Kanalbau in der verlängerten Sebastianusstraße im Stadtteil Dürwiß. Dort wird am Ortsrand ein neuer Hauptsammler mit mehreren Revisionsschächten und unterirdischem Stauraum gebaut. Auf einer Strecke von nur 140 Metern verschwindet dort eine halbe Million Euro im Boden. Fertigstellung wird im August sein.

Der Bau dieses Hauptsammlers, erläutert Baudezernent Gödde, ist unabhängig von der Erschließung des direkt angrenzenden Neubaugebiets Neue Höfe. Dort liegen inzwischen die Abwasserkanäle. Für den Anschluss der Wohnhäuser. Die Grundstücke werden derzeit verkauft und sind heiß begehrt.

Hover Mühle: Wenig Auswirkungen auf den Verkehr wird auch der geplante Kanalbau in der Straße Hover Mühle haben. Diese Straße, eine Sackgasse, liegt östlich des ehemaligen Lynenwerks, wo derzeit ein Obi-Heimwerkermarkt neu errichtet wird. Baubeginn für die Kanalsanierung wird im September sein, mit der Fertigstellung ist im Dezember zu rechnen. Auf einer Länge von 210 Metern wird dort der Kanal erneuert, die Kosten betragen 250.000 Euro.

Nothberger Straße: Neue Abwasserkanäle erhält auch eine Seitenstraße der Nothberger Straße. Betroffen ist das Straßenstück zwischen dem Fitness-Center Cadillac und der Bäckerei Pönsgen. Die 230 Meter Kanalrohre werden 450.000 Euro kosten. Der Baubeginn ist im August geplant, im Oktober soll bereits alles fertig sein.

Albertstraße: Im Süden von Eschweiler kommt eine Vollsperrung auf die Verkehrsteilnehmer zu. An der Kreisstraße 6 zwischen Hastenrath und Stolberg-Donnerberg wird die Städteregion auf einer Strecke von 2,7 Kilometern zunächst den Fuß- und Radweg erneuern.

Anschließend soll auch die erheblich beschädigte Fahrbahn saniert werden. Dazu wird die Kreisstraße zeitweise komplett gesperrt. Mit dem Bau sollte eigentlich in diesen Tagen begonnen werden, nach Auskunft der Städteregion kann sich der Baubeginn aber um zwei bis drei Wochen verzögern. Die Gesamtkosten sind noch nicht bekannt.

Am Omerbach: Fast fertig sind zwei Brücken über den Omerbach in Höhe Hastenrath. Diese Brücken an landwirtschaftlichen Wegen werden auch viel von Spaziergängern und Radfahrern genutzt. Die Baukosten betragen 145.000 Euro.

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