Mikroorganismen: Wenn aus Partnern Gegner werden

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Eschweiler. Der Gegner lauert im Verborgenen, lässt sich nicht greifen, erfassen, festhalten, unschädlich machen. Das ist das Szenario, in dem sich jeder Mensch ausgesprochen unwohl fühlt, ja hilflos und manchmal allein gelassen.

Genau darum geht es, wenn wir von Infektionskrankheiten sprechen, Krankheiten, die von Erregern ausgelöst werden, die zu klein sind, um sie zu sehen, dazu lautlos, oft geruchlos.

Diese Erreger sind Mikroorganismen, also Kleinstlebewesen, zu denen wir Bakterien, Viren, bestimmte Pilzarten und andere zählen, die nur mit Hilfe entsprechender Darstellungstechniken, wie zum Beispiel der Mikroskopie, erst sichtbar gemacht werden können. Dies ist erst seit dem späten 17. Jahrhundert möglich, so dass erklärlich ist, wie ausgeliefert sich die Menschen in früheren Zeiten Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel im Mittelalter der Pest mit verheerenden Todesquoten auch hier in der Gegend fühlten.

Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass Mikroorganismen die Lebewesen sind, die die Erde bisher am längsten bevölkern - beinahe vier Milliarden Jahre -, die gut zwei Drittel der gesamten derzeit lebenden Biomasse ausmachen, die unabdingbare Voraussetzung zur Entstehung und zum Fortbestand des Lebens sind und die alles in allem zu einigen einhundert Gramm in jedem Menschen vorkommen: auf der Haut, den Schleimhäuten, in den Atemwegen, im Darm.

In einem Gramm Kot finden sich einhundert Milliarden Mikroorganismen. Das ist in der Regel gut so, denn die meisten davon sind nicht nur unschädlich, sondern ausgesprochen nützlich und geradezu notwendig. Freund oder Feind - hier scheiden sich die Geister: spätestens wenn aus Partnern Gegner, also aus Mikroorganismen Krankheitserreger werden, muss gehandelt, also behandelt werden. Denn Krankheitserreger verursachen Infektionskrankheiten, die einzeln vorkommen, oder sich im Sinne einer Epidemie ausbreiten können, zum Teil innerhalb einer Stadt, einer Region, sogar weltweit, wie die Beispiele des Mittelalters oder die jüngsten Grippewellen eindrucksvoll belegen können. Die gilt es zu verhüten und verhindern.

Bei unserem Medizin-Forum am Mittwoch 19. Oktober, um 19 Uhr im Talbahnhof wird ein namhaftes Expertenteam allen interessierten Lesern die nötigen Informationen geben.
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